Ötztal – Fluchtkogel, Weißkugel, Fineilspitze und Similaun

Oetztal

Tetralogie im Ötztal – 4 Traumgipfel nach einer schneebedingt eher schwachen Saison versöhnen!

Zum Fotoalbum Hüttenzustieg
Zum Fotoalbum Fluchtkogel
Zum Fotoalbum Weißkugel
Zum Fotoalbum Fineilspitze
Zum Fotoalbum Similaun

Nach einer eher schwachen Skitourensaison gelingen uns Anfang April bei besten Bedingungen vier der schönsten Ötztaler Gipfel und insgesamt eine sehr lohnende Durchquerung des Grenzkamms der Ötztaler mit einem anstrengenden Abstecher nach Italien. Weiterlesen

Grimming 2351m / SO-Grat

Grimming

Zum Fotoalbum
Naturfreundetour

SO-Grat: 1-2, 1700hm gesamt

Zur Tour:
Der Grimming ist einfach ein Klassiker, also genau DER richtige für eine ausgeschriebene Naturfreundetour. 1.700 Höhenmeter, teilweise ausgesetzte, leichte Kletterei am Südostgrat, perfektes Herbstwetter, was will der Bergsteiger mehr. Nach dem regen Interesse und unserer erfolgreichen Naturfreunde-Xeis-Besteigungen haben wir natürlich wieder Wetterglück. So denken wir zumindest noch am Morgen, den 5. Oktober… Weiterlesen

Aufklettern / Start in die Saison 2013

Aufklettern 2013

Zum Fotoalbum

Aufklettern / Start in die Saison 23-24. März 2013 Flatz Niederösterreich

7 hochmotivierte Alpinisten zogen aus um die neue Bergsaison zu begrüßen. Der Termin war schon lange geplant und somit gab es auch kein Zurückweichen mehr. Ihr wisst ja alle nur zu gut wie hartnäckig der heurige Winter war und auch beim Start in die neue Saison wurden wir nicht von ihm verschont.
Weiterlesen

Klettergarten Wiesberghaus – mit unserem Kletternachwuchs unterwegs

Zum Fotoalbum

Allgemeines: Der Übungsklettergarten beim Wiesberghaus ist ideal zum Schnuppern im herrlichen Dachsteinkalk und zum Training für angehende Plattenschleicher. Er ist sehr gut eingebohrt und hat sogar einen Übungsklettersteig. Das Topo liegt am Wiesberghaus zur Einsicht auf. Es sind auch Mehrseillängenrouten möglich. Durchwegs Routen im Bereich 3-5, vereinzelt auch schwierigere. Weiterlesen

Vor den Vorhang bitte: Johann Mayer

Diesmal stellen wir unseren Kassier und langjährigen Wanderreferenten vor:

Johann „Hans“ Mayer

Geburtsdatum: 16. November 1933
Wohnort: Gallneukirchen
Im Verein seit: 1964

Hans Mayer ist als Schatzmeister die „weiße“ Eminenz der Naturfreunde Holzwiesen-Gallneukirchen und eine wichtige Säule des aktiven Vereinslebens und des Vorstands.
Seinen treuen Händen obliegt das Vereinsbudget, über das er unbestechlich und eisern wacht. Mit viel Humor stellt er bei den Hauptversammlungen das Budget vor, dass er auch in Krisenzeiten bestens im Griff hat. Nach dem Motto „Dem Ingenör ist nichts zu schwör“ war der vielseitige, naturbegeisterte und musikalische Techniker jahrelang ein äußerst beliebter Wanderreferent. Seine Sommer- und Winterwanderungen führten immer zu landschaftlich besonders schönen Orten unserer Heimat. Ortskundig begeisterte er oft über 50 – 60 Naturfreunde, für einen gemütlichen Ausklang bei einem
guten Wirtshaus war stets gesorgt. Bei den Wanderungen und Kassaprüfungen verpflegt seine Frau Greti, mit der er seit 1961 verheiratet ist, die Naturfreunde besonders in der Kekserlzeit mit etwas Süßem.

Mit einem herzlichen „Berg frei“ bedanken sich die Naturfreunde Holzwiesen-Gallneukirchen bei Hans Mayer für sein ehrenamtliches Engagement und wünschen ihm weiterhin viel Gesundheit und Freude bei seinen Aktivitäten.

Kleine Laserzwand 2568 m / Egerländerkante

Zum Fotoalbum

Egerländerkante: Stellen 3+, sonst 2 bis 3- und leichter / 750 hm / 19 SL

Allgemeines: Genussvolle leichte Kletterroute in überwiegend bestem Fels. Mit Klebebohrhaken Mitte August saniert und somit bestens abgesichert. 19 Seillängen im durchschnittlich Schwierigkeitsgrad 3 und zwischendurch immer wieder leichter, ein paar Stellen 3+.

Mühen: 2 ½ h, Zustieg ca. 1 ½ h

Ausgangspunkt: Lienzer Dolomitenhütte (Parkplatz kurz vor Hütte), anschließend Übernachtung auf der Kerschbaumeralm – eine urgemütlich Hütte!

Zustieg: Von der Dolomiten Hütte verwenden wir den Rudl-Eller-Steig zur Karlsbader Hütte. Bei der Westschlucht, wo der Steig abwärts geht, befindet sich der nahezu unübersehbare Einstieg bei einer markanten gelben Tafel.

Zur Tour: Zustieg nach dem Frühstück auf der Liener Dolomitenhütte über den teilweise versicherten Rudl Eller Steig – nach dem Hohen Törl geht es abwärts entlang der Laserzwand – Einstieg bei Taferl direkt am Steig – nicht zu übersehen (nach Bügeleisenkante) – nach der Tour abwärts vom Laserzwandsattel über die Karlsbaderhütte und Kerschbaumersattel ins nächste Tal zur Kerschbaumeralm.

Am Tag vor unserer Tour gab es ein heftiges Gewitter und einen Wettersturz – der Zustieg war noch leicht angezuckert und in den Nordwänden der Lienzer noch Schneereste – die Temperaturen waren dementsprechend herbstlich. Wir hatten jedoch dann die Sonne auf unserer Seite und stiegen um 13.30 in die Wand ein. War dann noch Zeit genug und in der Nachmittagssonne wurde es bald angenehm warm. Die Route ist eine wirkliche Genusskletterei – herrlich griffiger leichter Fels – ein 25 m 3+ Wandl – ein paar knackige Überstiege mit Spreizschritten – alles in allem eine sehr empfehlenswerte leichte Kletterei. Aufgrund der Länge (19 Seillängen) ist es schon gut, wenn man Klettermeter macht und sich im leichten Gelände nicht allzu lange aufhält – aufgrund des breiten Kantenrückens dienen die Bohrhaken hervorragend zur Orientierung – obwohl eigentlich entlang der Kante viele Varianten in diesem Schwierigkeitsbereich möglich sind.

Begehung am: 5. September 2009 durch Harald und Christian

Hüttenbewertung:

Kerschbaumeralm:
Zum ersten Mal in dem herrlichen, schroffen Felsmassiv der Lienzer Dolomiten, nützten wir auch gleich die Gelegenheit, die wohl urigste Hütte in diesem Gebiet, die Kerschbaumeralm, besser kennen zu lernen.
Bewirtet wurden wir äußerst freundlich von Barbara und Hansl Wibmer. 2009 war leider das letzte von 16 Jahren in denen die urigen Wirtsleut die Kerschbaumeralm bewirtschaftet haben. So hatten wir gerade noch das Glück Sie und Ihren exzellenten DOLOMITI – Kenner wissen bescheid 😉 – persönlich kennen zu lernen. Natürlich in der Küche!

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen. Die neuen Pächter müssen sich diese natürlich erst verdienen.
bewertung4.jpg

Lienzer Dolomitenhütte:
Auf einem Felssporn gelegen, gleicht die Dolomitenhütte einem nahezu einem Adlerhorst – steht zumindest im Prospekt. Leider hat die Hütte, eigentlich schon eher das Haus, schon eine Größe und Dimension angenommen, welche nicht mehr dem für uns sehr wichtigen Flair und Charme einer Berghütte nahekommt. Die Verpflegung und vor allem die Wirtin sind allerdings schwerstens in Ordnung.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung3.jpg

Wassertal mit Variante

Zum Fotoalbum

Charakter der Tour:
Das Wassertal im Totem Gebirge mit Variante auf den Sattel zwischen Mitterberg und Hochplanberg ist eine anspruchsvolle und vor allem einsame Tour mit fantastischem alpinen Ambiente. Die Bedingungen (Lawinensituation) sollten wirklich sicher sein. Bei Firn und ausreichender Schneeauflage eine Supertour – im Hochwinter etwas spannender.

Ausgangspunkt:
Durch Hinterstoder durch und weiter bis zum GH Baumschlagerreith (gut beschildert).

Mühen:
ca. 1400hm, gesamt ca. 4,5 h (inkl. Abfahrt)

Zur Tour :
Auch in schneearmen Wintern bietet das hintere Stodertal gute Voraussetzungen, mit Skiern an den Füßen statt auf dem Rucksack starten zu können. Anstatt des geplanten Sigistals mit Brieglersberg erlagen wir diesmal den Reizen es Neuen – Harald brauchte bei mir keine langen Überzeugungsarbeiten zu leisten und so zweigten wir in Richtung Wassertal ab – Lawinenstufe 1-2 war vorausgesagt, ist bei dieser Tour auch ratsam. Am Kar angelangt wählten wir nicht den Anstieg auf den Kraxenberg über das südliche Wassertal sondern die Variante nördlich auf den Sattel zwischen Mitterberg und Hochplanberg – die sich auf den letzten Metern als sehr steil erwies. Die letzte Spitzkehre bei ca. 45° Neigung waren am verharschten, harten Hang doch etwas spannend und stellten die Ski-Technik auf die Probe. Dank Harscheisen gut am schmalen Band angelangt, rasteten wir kurz und fuhren dann vorsichtig in den Hang ein. Auf teilweise eisharter Harschschicht, Bruch und Einwehungen ging es dann abwärts. Unter dem Kar wurde es durch die leichte Neuschneeauflage etwas angenehmer zu fahren, bevor die steilere, harte Passage durch den Wald die Sehnsucht nach ungefähr einem Meter Neuschnee und Pulver extrem steigerte. Nach der doch etwas anstrengenden Abfahrt lockte uns die Baumschlagerreith auf einen Suppentopf, das verdiente Bier, eine riesige, leckere Joghurt-Topfen-Torte und eine Genuss-Zigarette (die wird man ja wohl doch auch noch 2009 rauchen dürfen!).
Eigentlich hatten wir die Überschreitung und Abfahrt über das Sigistal vor, aber das wird im Frühjahr bei Firn und längerem Tageslicht eine andere Geschichte.

Quellennachweis:
Heitzmann, Wolfgang: Skitouren vom Gesäuse bis zum Salzkammergut

Hüttenbewertung:

Almgasthof Baumschlagerreith:
Der Gasthof liegt sehr günstig und besitzt einen großen Parkplatz. Erinnert leider ein wenig an ein klassisches Selbstbedienungsrestaurant mit „Skihüttenflair“

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.

Begangen von: 18. Jänner 2009 durch Christian und Harald

Skitour im Gebiet Hengstpass (Wasserklotz 1505 m) mit überraschendem Gipfeltreffen und Wiedersehen

Zum Fotoalbum

Zur Tour: Über die Skitouren am Hengstpass und den Wasserklotz gibt es nicht allzu viel Neues zu berichten, was nicht ohnehin bekannt wäre. Relativ kurze Anreise, viel begangen, relativ lawinensicher und moderate Höhenmeter ziehen an vielen Wintertagen die Massen an. So auch uns an diesem Sonntag vor Weihnachten – eigentlich sind wir ja eher für etwas einsamere Touren,

aber die folgende kleine Geschichte macht auch diese Bergfahrt lohnend!

Wie das Leben halt so spielt, so hatte diesmal der Hengstpass eine vorweihnachtliche Überraschung für uns parat. In unserem Falle kam es zu einem Gipfeltreffen zwischen den Gallinger und den Prambachkirchner Naturfreunden auf dem Abfahrtshang vom Langfirst – eigentlich ein schöner Hang und noch ein paar zusätzliche Höhen- und Abfahrtsmeter vom nicht wirklich reizvollen Wasserklotz.

Wir sahen bei einem etwas windgeschützten Felsen mitten im Hang zwei Bergsteiger mit Ihren Fellen hantieren und wollten uns gerade für die schöne Spur bedanken als ich auf einmal namentlich freudig begrüßt wurde. Nach anfänglicher Verwirrung und einem kurzen Nachdenken über eventuell neue Kontaktlinsen, erkannte ich meine „Lieblings“-Cousine Michaela wieder. Die Wiedersehensfreude und Überraschung war groß – das Treffen am Berg eine tolle Sache. Michaela und ihr Freund Robert, sind Bergsteiger-Referenten bei den Prambachkirchner Naturfreunden und bereits Kili erprobt. So kamen wir gleich ins bergsteigerische Schwärmen. Eine Gruppe der Prambachkirchner hatte sich in der Zickerreut-Hütte fürs Wochenende einquartiert und wir wurden so auf einen Hüttenbesuch eingeladen. Harald und ich konnten uns dieser Einladung natürlich unmöglich entziehen. Während Michi und Robert, ein Skitouren-Lehrwart gekonnt abfuhren – stiegen wir noch ein paar Meter höher und fuhren dann denn Hang ab, der Schnee war leider nicht ganz so gut, und mein erster Saisonsturz nach ein paar Schwüngen also unvermeidlich – kurzes Nachdenken über meine Skikünste nach dem Aufrappeln somit die Folge. Am Pass wurden wir auf der Hütte schon erwartet und mit Kärntner Speck und Mühlviertler Gold (ein weiterer Zaubertrank!) ausgezeichnet bewirtet. So ließen wir diesen Tourentag – nach dem Motto unverhofft kommt oft – gemütlich ausklingen, quatschten über dieses und jenes und die Freuden des Bergsteigens. Leider war es dann irgendwann am späten Nachmittag wirklich Zeit aufzubrechen. Ich war ja leider der Fahrer und Harald war sehr erfreut über meine verwandtschaftlichen Verbindungen nach Prambachkirchen. Wir freuen uns jetzt schon darauf, uns für die Gastfreundschaft revanchieren zu können und eine gemeinsame Tour mit den Prambachkirchnern.

Hüttenbewertung:

Zickerreut-Hütte:
Je nach Wirt! In unseren Fall würden wir 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Talort: Rosenau

Zeitaufwand gesamt: ca. 3,5h (ohne Gipfeltreffen und Hütteneinladung)

Begehung am: 21.12.2008 durch Christian und Harald

Dachsteinüberschreitung (Hoher Dachstein 2995m)

Dachsteinueberschreitung

Zum Fotoalbum

Allgemeines: Der Dachstein – ein Muss für oberösterreichische Bergsteiger – sowohl im Sommer als auch als Skiberg im Winter. Mehrere Varianten, je nach Zeit und Bedingungen bieten alpine Eindrücke und zum Teil atemberaubende Tiefblicke in die klassische Südwand. Wir wählten diesmal aufgrund der nicht allzu guten Schneelage die Kurzvariante mit der Südwand-Seilbahn.

Talort: Ramsau

Zeitaufwand gesamt: ca. 5h

Routenbeschreibung: Von der Bergstation am Hunerkogel den Hallstätter Gletscher queren und dann Richtung Simony-Hütte bis zur Höhe der Steiner Scharte abfahren. Kurzer Gegenanstieg (Trittstifte und Drahtseil) auf die Scharte und dann beeindruckend absteigen auf den Gosau-Gletscher. Schnee und Eis geben dem an sich unschwierigen versicherten Abstieg einen alpinen Charakter. Am Gletscher angelangt geht es zunächst flach und dann steiler bis zum Einstieg des Westgrates. Hier heißt es nun wieder Ski abschnallen und mit Steigeisen und Pickel entlang des Grates zum Gipfel des Hohen Dachsteins. Die letzten Meter vor dem Gipfel sind sehr ausgesetzt – hier bricht die Südwand unmittelbar ab – und sorgen für etwas Adrenalin. Den Steigspuren folgend geht es nun steil abwärts des Randkluft-Anstieges abwärts zurück auf den Gletscher. Nach ein paar wenigen Abwärtsschwüngen quert man den Gletscher zurück Richtung Bergstation. Je nach Bedingungen fährt man entweder mit den Skiern (Edelgrieß-Abfahrt – Zugang über Leiter und Stollen) in die Ramsau ab oder löst die Rückfahrt mit der Seilbahn ein.

Anmerkungen: Hochalpine Eindrücke machen diese Tour zu einem Genuss. Zur Vorbereitung sollte man unbedingt die Bedingungen beachten (z.B. Lawinengefahr beim Abstieg über die Steinerscharte) oder ev. auch ein Seil zum Abstieg mitführen. Insgesamt eine sehr lohnende Tour, die bei optimalen Verhältnissen auch eine lange Skiabfahrt bietet.

Begehung am: 11.03.2007 durch Christian und Harald