Burgen und Schlösserweg / Mühlviertel

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Charakter der Tour:
Eine wunderschöne Wanderung durch das Mühlviertel. Der Weg ist durchgehend gut markiert auf guten Wegen kann man das Mühlviertel erwandern und erfahren. Die Wanderung ist nicht schwierig im herkömmlichen Sinn und wenn man sie auf 4 Tage aufteilt sind die Tagesetappen für jedermann machbar. Aufgeteilt auf 2 Tage sieht die Sache natürlich anders aus. Und die Schwierigkeit besteht aus der Länge der Tour. Was man im Mühlviertel auch immer wieder unterschätzt, sind die doch ziemlich vielen Höhenmeter die man bewältigen muss.
Ein Punkt der auch noch zu bedenken ist, ist die An- bzw. Abreise zu den Etappenzielen. Entweder man bewältigt diese mit öffentlichen Verkehrsmitteln, oder man hat gute Freunde die einen zu den Ausgangspunkten bringen und am Ziel auch wieder abholen.

Anmerkungen zur Tour:
Der Burgen und Schlösserweg ist ein Weitwanderweg (Länge ca. 90km) der eigentlich in 4 Tagesetappen begangen wird.
Nun zu der Geschichte, wie wir auf die Idee kamen diesen Weg zu gehen.
Da die heurige Lawinensituation für unsere Skitourenfans ziemlich zermürbend war, kontaktierte mich Harald mit den Worten:“ Ich möchte den Burgen und Schlösserweg im Mühlviertel in 2 Tagen machen, damit ich nicht ganz einroste. Bist Du dabei?“ Ich, Euer Hüttenkönig, hab ja mit Skitouren ohnehin nichts am Hut, dachte mir, dass ist eine gute Idee und ein bisschen verrückt klingt das Ganze auch.
Also legten wir los. Somit ging es mit sehr leichtem Gepäck in aller Früh Richtung Freistadt zum Ausgangspunkt der Tour.

Ausgangspunkt:
Ausgangspunkt ist Freistadt. In der Nähe des Linzertores ist der Startpunkt des Burgen und Schlösserwegs. Mann könnte auch sagen kurz vor der Brauerei Freistadt geht’s bei der Kreuzung rechts weg.

Stationen der gesamten Tour:
Freistadt (560m)– Lasberg (574m)– Kefermarkt (516m) – Gutau (589)– Schönau (635m) – Schönau (635m)– Pierbach (494m)– St. Thomas am Blasenstein (723m) – Bad Kreuzen (474)– Grein an der Donau (239m)

Mühen
Ersten Etappe: Für die erste Etappe von Freistadt bis Schönau waren wir mit den Pausen eingerechnet ca. 10 Stunden unterwegs. Reine Gehzeit ca. 9 Stunden bei viel Schnee, ca. 1150hm.
Zweite Etappe: Für die zweite Etappe von Schönau bis Grein an der Donau waren wir mit den Pausen eingerechnet ca. 10 Stunden unterwegs. Reine Gehzeit ca. 9 Stunden, ca. 1500hm.

Burgen und Schlösser:
Der gut erhaltene mittelalterliche Stadtkern von Freistadt mit Schloss, Stadtmauer, Böhmertor, Linzertor usw.; Burg Dornach gelegen zwischen Lasberg und Kefermarkt; Schloss Weinberg in Kefermarkt. Auch ein Besuch des berühmten Kefermarkter Flügelaltars lohnt sich.
Schloss Tannbach bei Gutau; Ruine Prandegg mit der Taverne zu Prandegg; Ruine Ruttenstein; Ruine Klingenberg; Wallfahrtskirche St. Thomas am Blasenstein; Burg Kreuzen; Greinburg

Beschreibung der ersten Etappe :
Samstag:14 .März 2009
Nach der Parkplatzsuche (ein Tipp: Hinter dem Mc. Donalds in Freistadt befindet sich ein großer Parkplatz. Der ist in der Nähe des Ausgangspunkts.) starten wir in Freistadt. Bald findet man die erste Markierung des Burgen und Schlösserwegs Richtung Lasberg. Auf guten Weg geht es Richtung Lasberg. Nach knapp einer Stunde erreichen wir Lasberg. Von hier geht es Richtung Kefermark. Auf halbem Weg zwischen Lasberg und Kefermarkt liegt die wunderschön erhaltene bzw. restaurierte Burg Dornach. Entlang der Feldaist geht es Richtung Kefermarkt (2 Stunden Gehzeit). Durch den Markt von Kefermarkt geht es bergauf zum Schloss Weinberg. Leider waren wir zu früh dran, und die Brauerei zu Weinberg hatte noch geschlossen. Nach dem Schloss Weinberg halten wir uns Richtung Elz. Auf schönen Weg geht es Richtung Gutau, und nach ca. 4,5 Stunden erreichen wir das Schloss Tannbach bei Gutau. Hier entscheiden wir uns für den direkten Weiterweg. Der Originalverlauf des Burgen und Schlösserwegs macht hier eine große Schleife zu der Burgruine Reichenstein. Diese Schleife schenken wir uns, und wir marschieren direkt nach Gutau und legen dort eine kleine Pause in einem der Wirtshäuser ein.
Nach kurzer Rast verlassen wir Gutau auf dem Wanderweg Gu3 Richtung Prandegg. Nach knapp 1,5 Stunden Gehzeit ab Gutau erreihen wir die Burgruine Prandegg mit der dazugehörigen Taverne. Hier machen wir unsere wohlverdiente Mittagsrast. Der Schweinsbraten und der Ratsherrntrunk schmecken sehr gut. Der Wirt gibt uns bereitwillig Auskunft über die weiteren Pläne mit der Burg und den nächsten Aktivitäten. Wir müssen aber weiterziehen, und schon bald nach der Burg treffen wir wieder auf den Originalweg. Was wir ein bissen unterschätzt haben, sind die immer größer werdenden Schneemengen die uns nun begleiten. Teilweise ist mühsame Spurarbeit zu leisten und das geht dann doch ganz schon an die Substanz. Wir benötigten ganz schön viel Zeit bis nach Schönau. Unsere Planung sah ja vor, dass uns die erste Etappe bis Pierbach führen sollte. Doch angesichts der Schneelage haben wir dann in Schönau den ersten Teil der Tour beendet.

Beschreibung der zweiten Etappe :
Samstag:11.April 2009
Das Wetter zu Ostern war ja ein Traum, somit war für uns klar dass wir den zweiten Teil des Burgen und Schlösserwegs in Angriff nehmen. Mit dem ersten Bus ging es von Gallneukirchen nach Schönau im Mühlkreis. Die Bushaltestelle liegt direkt am Ausgangspunkt für die Zweite Tour. Knapp vor 07:00 Uhr starteten wir und da es ein bisschen kühl war legten wir ein zügiges Tempo an den Tag. Auf gutem Weg erreichten wir nach knapp einer Stunde die Ruine Ruttenstein. Die Ruine hat uns sehr positiv überrascht. Wir besuchten die Ruine vor einigen Jahren mit dem MTB. Jetzt war sie fast nicht wieder zuerkennen. Die Ruine wurde großzügig saniert und nun wird die Umgebung rund um die Ruine auf Schuss gebracht. Auch eine Schutzhütte mit Übernachtungsmöglichkeit wurde eingerichtet. Sicher wieder ein Ausflugstipp für Familien. Von der Burg ging es in steten bergauf – bergab nach Pierbach (1 Stunde). Von Pierbach führt der Weg Richtung Ruine Klingenberg nach St. Thomas am Blasenstein. Die Ruine Klingenberg ist leider schon sehr verfallen und es macht auch nicht den Anschein, dass der Verfall in Zukunft gestoppt wird. Leider !!
Gegen 11:45 Uhr erreichten wir den Wallfahrtsort St. Thomas am Blasenstein. Hier machten wir unsere Mittagsrast und genossen im Gastgarten das absolute Traumwetter. Nach dem Mittagessen besuchten wir den “luftg´sechlten Pfarrer (Mumie) von St. Thomas und die Bucklwehluck’n. Von hier geht es auf dem Weg S9 nach Bad Kreuzen. Hier muss man anmerken, dass dieser Wegabschnitt leider sehr viel auf asphaltierten Straßen verläuft. Nach einigen auf- und ab erreichten wir Bad Kreuzen. Bei einem guten Bier berieten wir über den Weiterweg. Auf anraten des Wirts, entschieden wir uns für die Variante über die Wolfsschlucht und den Greiner Höhenweg. Den Umweg über Klam und Saxen liesen wir aus. Die Wolfsschlucht ist sehr schön angelegt, und schön zu begehen. Auf dem Greiner Höhenweg erreichten wir die Speckalm und von dort ist es nicht mehr weit (4km) nach Grein an der Donau.
Um 17:20 Uhr erreichen wir die Stadt im Strudengau. Hier ist der Endpunkt der Tour erreicht und bei einem guten Eisbecher im bekannten Eissalon feierten wir die gelungen Wanderung am Burgen und Schlösserweg:

Fazit:
Der Burgen und Schlösserweg durch das Mühlviertel ist wirklich eine sehenswerte und lohnende Tour. Uns ist aufgefallen dass die Schlösser bzw. Burgen wieder in Schuss gebracht werden. Dies ist sicher ein Verdienst der Vereine und von den vielen Ehrenamtlichen Helfern, die sich für die Erhaltung und Instandsetzung dieser historischen Gebäude bzw. Gemäuer einsetzen. Wir glauben auch, dass dieser Weg mit dem MTB eine lohnende Tour darstellt. Man könnte ihn auch auf 2 Etappen aufteilen, mit einer Übernachtung auf der Schutzhütte auf der Burgruine Ruttenstein.
Der Weg ist durchgehend gut markiert. Ein kleines Manko ist vielleicht der Wegabschnitt von St. Thomas am Blasenstein bis Bad Kreuzen, da hier sehr viel auf asphaltierten Wegen marschiert wird!

Quellennachweis:
Freytag & berndt / WK261 Mühlviertel- Freistadt- Linz-Urfahr / Genusswandern im Mühlviertler Kernland (Anmerkung: Nur ein großer Teil der 1. Etappe sind auf dieser Karte zu finden!)

Hüttenbewertung:

Gasthäuser in Gutau (1.Etappe):
Ich habe selten so eine Dichte an Wirtshäusern gesehen wie auf dem Marktplatz von Gutau. Gleich vier Wirtshäuser stehen in unmittelbarer Nähe zueinander und laden den Wanderer ein eine kleine Pause zu machen.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Taverne zu Prandegg 1.Etappe):
Der Verein zur Erhaltung der Burgruine ist sehr rührig und bemüht. Mit der Errichtung der bzw. Restaurierung der Taverne ist ein Volltreffer gelungen, wie man alte Bausubstanz mit neuen modernen Elementen kombiniert. Auch der Wirt ist sehr umsichtig und bemüht. Zugegeben manchmal ist die Speisekarte zwar nicht sehr üppig, aber das was auf dem Teller kommt mundet doch sehr und stammt aus der Region. Und ein guter Schluck Ratsherrntrunk schmeckt auch immer!
Auch eine Wiese zum Campen und Zelten ist vorhanden und die Sanitären Einrichtungen stehen den Leuten zur Verfügung. Sicher ein Tipp für alle Familien. Infos gibts hier

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Gasthaus Ahorner in St. Thomas am Blasenstein (2.Etappe):
Das Gasthaus liegt direkt am Kirchenplatz vor der Wallfahrtskirche. Die Speisekarte zeichnet sich durch Abwechslungsreichtum aus, und es gibt auch immer wieder Schmankerl auf der Extrakarte. Die Preise sind moderat und beim Bier wird auf Abwechslung gesetzt. Wir haben in der herrlichen Mittagssonne ein Schladminger Bio-Bier genossen.
Hier noch die Adresse und Telefonnummer:
Gasthof Ahorner, Markt 9 / 4364 St. Thomas am Blasenstein / Tel. 07265/5474

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Kirchenwirt Bad Kreuzen (2.Etappe):
Angekommen in Bad Kreuzen plagte uns bei den sommerlichen Temperaturen doch ziemlich der Durst. Wir machten Rast beim Wirt, der direkt bei der Kirche gelegen ist.
Es gab zu unserer Überraschung ein gutes „Schlägler Bier“ welches hervorragend mundete! Der Wirt war sehr freundlich und gab uns sehr gute Tipps für den Weiterweg.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Speckalm (Jausenstation) (2.Etappe):
Die Jausenstation liegt direkt am Weg und ist gut beschildert. Wir wollten ja eigentlich gleich nach Grein absteigen, doch wie wir die Speckalm erblickten übermannte uns doch sofort eine Durstattacke! Wir haben uns ein gutes Glas „Landessäure“ gegönnt! Die Jausenstation zeichnet sich durch ein großzügiges Kinderparadies aus. Wir werden die Speckalm bald mal wieder besuchen, bis dahin verleihen wir erstmal provisorisch 3 von 5 Ratsherrnflaschen.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Eissalon Schörgi (2.Etappe):
Dieser Eissalon ist weit über die Grenzen bekannt. Es ist ein beliebter Treffpunkt für alle Biker und Ausflügler, die in Grein Station machen. Die Eisvariationen sind schier unbegrenzt und die Eisbecher sind echt lecker! Den Abschluss der langen Tour feierten wir mit einem mächtigen Eisbecher.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Begangen von: 1. Etappe: Harald und Hans (Hüttenkönig) am 14 .März 2009 / 2. Etappe: Lissi, Harald und Hans (Hüttenkönig) am 11.April 2009