Karwendel Durchquerung

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Anmerkungen zur Tour:
Eigentlich wollten wir ja die klassische Karwendel-Durchquerung bzw. Karwendelrunde machen. Stationen dieser Tour wären gewesen: 1. Tag: Scharnitz-Karwendelhaus-Falkenhütte 2. Tag: Falkenhütte-Großer Ahornboden-Lamsenjochhütte 3. Tag Lamsenjochhütte-Klettersteig „Brudertunnel“ Abstieg ins Vomper Loch-Hallerangeralm 4. Tag Hallerangeralm- durch das Hinterautal nach Scharnitz.
Leider spielte das Wetter wieder einmal nicht mit, und wir hatten nur 2 schöne Tage bis zum nächsten Unwetter dieses Jahres! Somit änderten wir auf der Falkenhütte unseren Plan und stiegen am 2. Tag von der Lamsenjochhütte nach Schwaz in Tirol ab. Trotzdem kann man unsere Tour als Karwendel-Durchquerung bezeichnen.

Charakter der Tour:
Eine wunderschöne lange Wanderung durch diesen einsamen Gebirgsstock mit tollen Eindrücken. Die Tour ist nicht schwierig, aber die Länge ist nicht zu unterschätzen.

Ausgangspunkt:
Scharnitz dies ist der Grenzort zu Deutschland.

Stationen der gesamten Tour:
Scharnitz– Karwendelhaus – kl. Ahornboden – Falkenhütte – gr. Ahornboden– Lamsenjochhütte– Schwaz in Tirol– zurück mit der Eisenbahn über Innsbruck nach Scharnitz

Mühen der ersten Etappe:
Für die erste Etappe von Scharnitz bis zur Falkenhütte waren wir mit den Pausen eingerechnet ca. 7,5 Stunden unterwegs. Reine Gehzeit ca. 7 Stunden.

Stationen der ersten Tagesetappe:
Scharnitz (964m)– Karwendelhaus (1771m)– kl- Ahornboden (1399m) – Falkenhütte (1848m)

Beschreibung der ersten Etappe :
Am großen Wanderparkplatz haben wir mit unserem Campingbus Station bezogen. Den Abend genießen wir noch bei einem guten Abendessen in Scharnitz. TIPP: Die Pizzen in der alten Mühle sind wirklich sehr gut!!
Gut ausgeschlafen ging es dann taleinwärts auf dem Weg Nr. 201 Richtung Karwendelhaus. Auf einer breiten Forststraße marschieren wir durch ein wunderbares Hochtal. Jetzt wird uns auch bewusst warum so viele Mountainbiker unterwegs sind. Wir sind beinahe die einzigen Wanderer auf diesem Teilstück. Die großartige Landschaft macht aber den „langen Hatscher“ wieder erträglicher. Bald erreichen wir die bewirtschaftete Larchetalm und immer dem Karwendelbach folgend geht’s am Talschluß noch 300 Höhenmeter hinauf zum Karwendelhaus.
Nach einer kurzen Stärkung machen wir uns wieder auf den Weg hinab zum Kl. Ahornboden. Die Falkenhütte ist schon weitem zu sehen doch vom kl. Ahornboden sind noch 450 Höhenmeter bis zur Falkenhütte zu bewältigen. Auf der geschichtsträchtigen Falkenhütte vor den imposanten Laliderer-Nordwänden machen wir für die Nacht Station. Wie schon Eingangs beschrieben, half uns der Hüttenwirt bei der weiteren Tourenplanung, die wir ja ändern mussten weil der Wetterbericht mal wieder Unwetter für den übernächsten Tag angesagt hatte.

Mühen der zweiten Etappe:
Für die zweite Etappe von der Falkenhütte bis nach Schwaz wir mit den Pausen eingerechnet ca. 8,5 Stunden unterwegs. Reine Gehzeit ca. 7,5 Stunden.

Stationen der zweiten Tagesetappe :
Falkenhütte (1848m)– gr. Ahornboden-Eng (1227m)– Lamsenjochhütte (1953m) – Schwaz in Tirol (545m)– mit der Eisenbahn zurück zum Ausgangspunk Scharnitz (964m)

Beschreibung der zweiten Etappe :
Von der Falkenhütte geht’s unterhalb der Nordwand auf Weg Nr. 201 Richtung gr. Ahornboden – Eng. Also der gr. Ahornboden ist wirklich ein Naturjuwel und „in der Eng“ kann man gut Station machen und sich stärken. Ab Eng geht es wieder bergauf. Vorbei an der Binsalm erreicht man das Lamsenjoch und schon bald erblickt man die Lamsenjochhütte. Hier machten wir Mittag und genossen die guten Spagetti. Die waren gerade recht nach dem anstrengenden Aufstieg zum Lamsenjoch. Von der Hütte geht’s auf Weg Nr. 227 Richtung Schwaz. Anfangs ist der Abstieg noch ein schöner Wanderweg, doch nach einiger Zeit erreichen wir die Forststraße, die man bis Schwaz (leider) nicht mehr verlässt. Vorbei an der Stallenalm marschieren wir talwärts. Leider geht es nur sehr langsam bergab. Wir erreichten die Bärenrast, wo sich ein Wanderparkplatz befindet. Hier hatten wir das große Glück, dass ein deutsches Urlauberpaar gerade ihr geparktes Auto erreichte. Sie waren so nett und brachten uns zum Bahnhof Schwaz. Auf diesem Wege möchten wir uns für ihre Hilfe sehr herzlich bedanken. Die Strecke von der Bärenrast bis zum Bahnhof ist wirklich lange und ziemlich uninteressant! Mit dem Zug geht’s nach Innsbruck und von Innsbruck zurück nach Schnitz. Die Zugverbindung ist wirklich tadellos!

Fazit:
Das Karwendel hat uns schon lange gereizt, und wir wurden nicht enttäuscht. Landschaftlich hat uns die Tour sehr beeindruckt. Leider konnten wir die Klettersteigpassagen wetterbedingt nicht machen, und wir trugen das Klettersteigset im Rucksack nutzlos mit uns herum. Die erste Etappe bis zum Karwendelhaus ist sicher für Mountainbiker besser geeignet als für Wanderer, aber die landschaftlichen Eindrücke machen dieses Manko wieder wett! Das Karwendel wird uns sicher wieder sehen!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr. 26 Karwendelgebirge

Hüttenbewertung:

Karwendelhaus (1.Etappe):
Das Karwendelhaus war früher ein beliebter Stützpunkt für Kletterer und Wanderer. Heute sind schon fast mehr Mountainbiker dort vertreten. Die Hütte macht einen guten Eindruck und die Verpflegung ist auch in Ordnung. Alles im allem gibt’s nichts auszusetzen.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Falkenhütte (1.Etappe):
Diese Hütte liegt malerisch gelegen vor den gewaltigen Wänden der Laliderer Nordwand. Die Verpflegung war einwandfrei und das Nachtlager war auch in Ordnung. Der Hüttenwirt war sehr freundlich und gab gute Tipps für den Weiterweg.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Lamsenjochhütte (2.Etappe):
Diese Hütte haben wir auch sehr gut in Erinnerung. Die Spagetti zu Mittag waren einfach Spitze und das Personal war sehr zuvorkommend und bemüht. Wäre sicher auch mal ein Ziel für eine Übernachtung!

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Begangen von: Michaela und Hans (Hüttenkönig) am 22. und 23 Juli 2009

Monte Piana 2324m / Pioniersteig / Sextner Dolomiten

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Charakter der Tour:
Wir würden diese Tour als leicht bis mittel. Der Monte Piana war ein schwer umkämpfter Berg der damaligen Dolomitenfront. Der Wegverlauf hält sich an
alten Versorgungswegen. Dies ist ein Aspekt der die Tour sehr interessant macht.

Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz gegenüber dem Hotel „Drei Zinnen Blick“. Der Wanderparkplatz ist wirklich leicht zu finden.

Mühen:
Aufstieg Pioniersteig ca. 2,5 Stunden / Abstieg über den Touristensteig ca. 2 Stunden
Gesamtgehzeit: ca. 4,5 bis 5 Stunden
Anmerkung: Wenn man das gesamte Freilichtmuseum am Gipfelplateau und noch das Rifugio Bossi besucht, ergibt sich eine Gesamtgehzeit von ca. 7 Stunden.

Stationen der Tour:
Wanderparkplatz Hotel „ Drei Zinnen Blick“ (1406m) – Höhlensteintal – Pioniersteig – Gipfelplateau am Monte Piana (2305m) – Touristensteig – Abstieg Richtung Schluderbach (1438m) – Wanderparkplatz Hotel „Drei Zinnen Blick“

Beschreibung der Tour :
Wir beginnen die Tour beim leicht zu findenden Wanderparkplatz beim Hotel „ Drei Zinnen Blick“. Von hier hat man den ersten Blick auf die weltberühmten Drei Zinnen in den Sextner Dolomiten. Auf der großen vorhandenen Überblickskarte kann man sich den Wegverlauf einprägen. Wir schlagen den Weg ins Rienztal ein und nach ca. 250 m zweigen wir auf den Weg Nr. 6 Richtung Monte Piana / Pioniersteig rechts ab. Über ein breites Geröllbett gelangen wir zum eigentlichen Einstieg. Auf einem Hinweisschild wird das Tragen eines Steinschlaghelms empfohlen. Wir hatten anfänglich keinen mit, doch da der Parkplatz nicht weit ist, haben wir uns entschlossen die Helme zu holen. Wie sich später herausstellt, war dies eine richtige Entscheidung, denn im oberen Bereich gibt es einige Querungen die Steinschlag gefährdet sind. Der Wegverlauf ist sehr schön angelegt, und man gewinnt schnell an Höhe. Im oberen Drittel gelangt man zu einem kleinen Soldatenfriedhof und immer wieder kann man Überreste aus der damaligen Zeit erkennen oder erahnen. Kurz danach sieht man die Gipfelfelsen des Monte Piana. Kurz unterhalb des Gipfelausstiegs kann man links zu einem gesicherten kurzen Klettersteig abzweigen. Wir sind aber dem normalen Weg gefolgt und erreichen bald den Gipfel bzw. Gipfelplateau. Hier kann man weit umherwandern und das Freilichtmuseum mit den Laufgräben und Stellungsanlagen besichtigen. Wir legen eine gemütliche Rast ein, und bewundern das wirklich wunderbare Bergpanorama mit Christallo – Drei Zinnen – Paternkofel usw. Wir wählen für den Rückweg den Weg Nr. 6a Touristensteig Richtung Schluderbach. Auch dieser Weg ist ein ehemaliger Versorgungsweg und er ist sehr schön angelegt. Schon bald gelangt man wieder in den Wald und es geht auf gutem Weg Richtung Tal. Im Tal angelangt, verläuft der Weg im gerölligen Talboden Richtung Dürrensee und wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Quellennachweis:
Auf alten Kriegspfaden durch die Dolomiten / Eugen E. Hüsler / Sextner Dolomiten 1:25 000 Tabacco.

Hüttenbewertung:

Keine Hütte am Weg:
Leider gab es bei unserer Routenwahl keine Hütte am Weg!!!!!!

Darum gibt’s in diesem Fall 0 von 5 Ratsherrnflaschen.
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Begangen von: Michaela und Hans (Hüttenkönig) 5.August 2009

Stoderer Dolomitensteig

Dolomitensteig

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Charakter der Tour:
Wir würden diese Tour als Leicht beurteilen. Sie bietet aber tolle Ausblicke zu den „Beherrschern“ des Stodertals: Spitzmauer und Gr. Priel. Es ist ein wirklich schöner und gelungener Panoramasteig und eine gemütliche Halbtagestour.

Ausgangspunkt:
Ist der Almgasthof Baumschlagerreith. Dieser liegt ca. neun Kilometer nach dem Dorfzentrum von Hinterstoder, am Ende des Stodertals.

Mühen:
Die Gesamtgehzeit ist mit 4-5 Stunden angegeben. Bei gemütlichem Tempo schafft man es in 3-4 Stunden.

Stationen der Tour:
Parkplatz beim Gasthof Baumschlagerreith (724m) – Hochsteinalm (1296m) –Lögerhütte – versicherter Teil der Wanderung: der Dolomitensteig – Abstieg unterhalb des Schwarzkogels (1418m) hin zum Salzsteig – zurück zur „Baumschlagerreith“

Beschreibung der Tour:
Wir starten die Wanderung beim Almgasthof Baumschlagerreith. Gleich neben dem großen Stallgebäude folgen wir der Forststraße leicht ansteigend bis zur ersten Kehre. Hier verlassen wir die Forststraße und folgen der Markierung steil bergauf. Man quert einen Bach und in steilen Serpentinen geht es in einem Buchenwald hinauf bis wir einen Sattel erreichen. Der Weg führt weiter bergauf und wir erreichen die unbewirtschaftete Hochsteinalm. Von hier sieht man schon das nächste Ziel: die ebenfalls unbewirtschaftete Lögerhütte. Ein wunderbarer Platz für eine Rast bei toller Aussicht. Kurz danach beginnt der eigentliche Steig. In leichtem Auf und Ab zieht der schmale Steig entlang steiler Felswände. Die Steiganlage ist neu und in sehr gutem Zustand. Man erreicht einen kleinen Wasserfall, den man auch näher erforschen kann. Hier wissen wir auch warum der Steig diesen Namen erhalten hat. Wir waren schon oft in den Dolomiten unterwegs und hin und wieder kommt die Charakteristik der Dolomiten schon zum Vorschein. Der Abstieg ist nicht spektakulär und wir kommen zu einer gewaltigen Schotterrinne und bald erreichen wir den Weg zum Salzsteigjoch. Von dort geht’s zurück zum Gasthof Baumschlagerreith.

Der Dolomitensteig ist nicht schwierig, aber etwas Trittsicherheit sollte schon vorhanden sein!

Hüttenbewertung:

Almgasthof Baumschlagerreith:
Der Gasthof liegt sehr günstig und besitzt einen großen Parkplatz. Vielleicht haben wir auch eine ungünstigen Zeitpunkt erwischt (später Sonntagnachmittag ), aber das Service und Speisenangebot lies zu wünschen übrig. Ebenfalls waren wir vom Ambiente nicht begeistert. Ein klassisches Selbstbedienungsrestaurant mit „Skihüttenflair“

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Aus jagdwirtschaftlichen Gründen ist der Dolomitensteig vom 15. September bis 1. Oktober eines jeden Jahres gesperrt!! Natürlich in der schönsten Wanderzeit 🙁

Quellennachweis:
Freytag & berndt / WK081 Phyrn-Priel-Eisenwurzen.
Anmerkung: Der Weg ist noch nicht als offizieller Weg in der Karte eingezeichnet. Der Wegverlauf ist aber erkennbar als Steig eingezeichnet. Wanderkarte als Folder ist aber im Gasthof oder in Hinterstoder erhältlich!

Begangen von: Michaela, Lissi, Harald, Hans Oktober 2008

Punta Cusidore / Supramonte / Sardinien

Punta Cusidore

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Punta Cusidore 1147m, Stellen bis 1+

Allgemeines: Der Anstieg auf die Punta Cusidore ist eine interessante und abwechslungsreiche Bergwanderung, welche mit ein paar kurzen Kletterpassagen garniert ist. Die Gebirgskette der Supramonte ist nach dem Gennargentu das zweithöchste Gebirge Sardiniens und es kommt auch so etwas wie alpines Feeling auf.

Mühen: ca. 970hm, ca. 4h

Ausgangspunkt: Auf der Strecke von Oliena nach Dorgali befindet sich nach ca. 4km rechts eine Abzweigung zur Kapelle „Nostra Signora di Monserrato“. Wer wie wir mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte gleich hier parken! Der anschließende Fahrweg wird immer enger und wir konnten uns nur noch mit Hilfe zweier sehr hilfsbereiter, sardischer Förster wieder befreien. Auch gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten.

Routenbeschreibung: Also schwingen wir uns aufs MTB, biegen 100m nach der Kreuzung links ab, fahren an drei Linksabzweigungen vorbei in Richtung Punta Cusidore und biegen bei einer T-Kreuzung links ab. Nach 600m biegen wir rechts ab und folgen dem immer schlechter und steiler werdenden Weg bis in den Wald (keuch). Kurz danach erreichen wir eine mehrfache Wegteilung, bei der wir die ganz rechte nehmen und diese leicht ansteigend bis zu einem Rastplatz „Palestra Roccia“ verfolgen (Fahrrad-Depot).
Gegenüber geht’s den schmalen Weg immer in Richtung des Massivs zu, bis sich dieser auf dem bereits von unten sichtbaren Geröllhang verliert. Am besten immer gerade aus über die leichten Felsen aufwärts bis zur Hochfläche. Die Markierungen führen geradeaus. Zur Punta Cusidore hält man sich jedoch nach links und quert in die Südhänge des Berges hinein. An der Grotta Orgoi (Höhle) vorbei nach Osten bis zu einer Geröllrinne. Links von dieser über griffige Kalkplatten und über eine kurze Rinne (Schlüsselstelle) auf den Gipfel der Punta Cusidore. Abstieg wie Aufstieg.

Quellennachweis:
Rother Wanderführer Sardinien

3 Zinnen-Paternkofel-Umrundung

3Zinnen Paternkofel Umrundung

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Charakter der Tour:
Diese Tour würden wir mit Leicht beurteilen. Es ist sicher eine lohnende Wanderung auf gut markierten Wegen. Was uns aber auch sehr gut gefiel, ist der Umstand das man sehr bald den Trampelpfad Richtung 3 Zinnen Hütte verlässt. Hier waren wir bis zur Büllelejochhütte ganz allein unterwegs. Ist in dieser Gegend eher selten der Fall.

Ausgangspunkt:
Endpunkt der Mautstraße zu den 3 Zinnen bzw. das Rifugio Auronzo

Mühen:
Vom Rifugio Auronzo bis Büllelejochhütte 1 ¾ Stunden / Drei-Zinnen-Hütte 1 Stunde / zurück zum Ausgangspunkt 1 ¾ Stunden
Gesamtgehzeit ca. 4 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Rifugio Auronzo (2320m) – Rifugio Lavaredo (2385m) – Büllelejochhütte (2528m) – Drei-Zinnen-Hütte (2405m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Wanderung beim Parkplatz der Auronzo-Hütte. Den Weg Nr.101,104 benutzen wir bis zur Lavaredo-Hütte, hier verlassen wir die „Autobahn“ zur 3 Zinnen-Hütte und folgen dem Weg 1104 bergabwärts in ein schönes Tal. Wie schon erwähnt sind wir hier ganz alleine unterwegs. Vorbei an kleinen Seen geht es das Tal entlang. An dessen Ende geht es wieder aufwärts zur wunderschönen Büllelejochhütte. Diese erreichen wir nach einer 1 ¾ Stunden .Wir beschließen bei dieser wirklich entzückenden Hütte die tägliche Ladung an Spagetti zu ordern. Das Wetter spielt auch mit, und wir genießen die Sonne, das gute Essen und natürlich den guten vino rosso!! Gut gestärkt geht es weiter.
Auf dem Weg 101 leicht bergab und an den Flanken des Paternkofels entlang zu der Drei-Zinnen-Hütte. Hier herrscht wieder der übliche Rummel. Die vielen Tagesausflügler die mit dem Auto die Mautstraße zu den Zinnen und dann den kurzen Weg von der Auronzohütte auf sich nehmen, machen einen ganz schönen Wirbel. Und auf der Hütte herrscht dann Hochbetrieb. Die Hütte an sich liegt wunderschön gelegen und besitzt sicher einen der schönsten Panoramablicke in den Dolomiten. Hier halten wir uns nur kurz auf und genießen den herrlichen Blick zu den Drei Zinnen!!
Auf dem Weg Nr. 105 geht es nun rund um die 3 Zinnen. Auf diesem Weg hat man immer die aufregenden Nordwände der Zinnen direkt vor Augen. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie man kletternd diese mächtigen Wände bezwingen kann. Da bekommt man schon Ehrfurcht, besonders vor jener Klettergeneration die diese Wände erschlossen haben (Comici, Preuß, Dibona usw.).
Der schöne Weg führt uns wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück. Von hier geht es mit dem Auto oder mit dem Bus zurück ins Tal.

Hüttenbewertung:

Büllejochhütte
Diese Hütte hat uns sehr gut gefallen, da sie wirklich sehr heimelig und klein ist. Wie auf den Foto zu sehen ist, fast schon ein bisschen kitschig! Das Essen war gut und beim Wein gibt’s in Italien selten Probleme.

Wir würden auch hier 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Drei-Zinnen-Hütte
Diese Hütte leidet sicher unter den enormen Ansturm von Touristen, die die Mautstraße von Misurina hinauf zu den 3 Zinnen benützen. An Geschichte und an einem grandiosen Panorama fehlt es der Hütte sicher nicht, dennoch schneidet sie in unserer Bewertung nicht so gut ab, da der Gesamteindruck zählt!

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen: Michaela und Hansi 2006

Traunstein kreuz und quer

Traunstein kreuz und quer

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Traunstein kreuz und quer d.h.: Hans-Hernler-Steig rauf -> Mairalmsteig runter -> Ostgrat rauf (Stellen bis 2) -> Schotterriese und Teile vom Naturfreundesteig runter

Allgemeines: .
Wenn wir einen Berg als Hausberg bezeichnen können, so ist dies sicher der Traunstein!
Nachdem wir nun schon alle bezeichneten Wege sowie auch viele Kletterrouten unzählige Male begangen haben, reifte beim Hüttenkönig Hans und mir die Idee mehrere Anstiege zu verbinden und den Traunstein kreuz und quer an einem Tag zu begehen.

Talort und Ausgangspunkt: Parkplatz am Ende der Traunsteinstrasse am Ostufer des Traunsees

Mühen: gute 2200hm, Gesamtgehzeit 7:15h

Routenbeschreibung:
Als ersten Aufstieg wählen wir den am Vormittag noch schattigen Hans-Hernler-Steig, der größtenteils durch Schrofen und Waldgelände führt. Nach dem erreichen der frisch renovierten und erweiterten Gmundner Hütte 1666m geht es zunächst Richtung Traunsteinhaus 1580m und kurz zuvor den Mairalmsteig runter bis zum Kaisertisch. Hier biegen wir links ab und erreichen in kürze die Mairalm, welche wir rechts liegen lassen und uns auf den Weg in Richtung Hohe Scharte machen.
Ostgrat: Auf der Hohen Scharte biegen wir links ab und folgen dem zunächst noch sichtbaren Steiglein nach Westen, welcher sich auf der bald erreichten Schotterriese langsam verliert. Nun geht’s in einer breiten Rinne über steile Grashänge empor, wobei man sich eher links an den Felsen hält und diese an einer geeigneten Stelle (Steinmann) nach links verlässt. Oben angelangt wird man auch sogleich mit dem ersten Blick auf das Traunsteinkreuz belohnt, welches uns von nun an die Orientierung wieder erleichtert. Nun mehr oder weniger südlich (links) vom Grat weiter ansteigen, wo nach einem kürzeren Steilstück auch schon das Wandbuch zu finden ist. Ab hier beginnen die eigentlichen Schwierigkeiten (bis 2) und es geht zum Teil sehr ausgesetzt immer auf der Gratschneide entlang. Nach anregender Kletterei erreichen wir wieder einen breiteren Abschnitt des Grates (Latschengasse). Kurz danach wechselt der Steig auf die Nordseite des Grates. Kletterer die den oberen vierten Grad seilfrei beherrschen, können auch den direkten Ostgrad weiter verfolgen – ich nicht – zu brüchig und zu ausgesetzt! (Falls ein Seil mit dabei ist: beim Einstieg ist ein rostiger Normalhaken) Nach einem kurzen Abstieg folgt man dem ausgeprägten Steig in einer Querung zur „Grünen Gasse“. Oben, nach der grünen Gasse geht’s nach links über das letzte kurzes Kletterstück in wenigen Minuten auf den Gipfel (mit tollem Blick auf den Ostgrat).
Vom Gipfel geht es wieder die einzigen 2-300m, welche wir bei dieser Tour doppelt gehen, in Richtung Traunsteinhaus. Nach einer kurzen flüssigen Stärkung folgten wir dem schnellsten Abstieg vom Traunstein bis hinunter – der Schotterriese – welche zum größten Teil immer entlang dem Naturfreunde Steig hinab geht (dauert ca. 45min bis zum Parkplatz).

Anmerkung:
Der Ostgrat ist trotz seiner geringen Schwierigkeit (der 2 Schwierigkeitsgrad wird nie überschritten) doch auf längere Strecken hin sehr ausgesetzt und sollte aufgrund der steilen grasigen Passagen nicht bei Nässe begangen werden.

Begehung:
Hans und Harald am 10.06.2006 (leider wurde unser erster Versuch durch starken Regen auf der Hohen Scharte vereitelt)
Harald 05.07.2008

Gosaukamm-Umrundung

Gosaukamm

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Charakter der Tour:
Diese Wanderung würden wir mit Leicht beurteilen, wenn man eine Übernachtung einplant. Damit verkürzen sich die Etappen auf ein vernünftiges Maß. Diese Runde, ein Klassiker, gehört für uns zu den landschaftlich schönsten die wir kennen und für jeden der gerne in den Bergen unterwegs sicherlich ein „Muss“!!!!

Ausgangspunkt: Tal- bzw. Bergstation der Gosaukammbahn beim vorderen Gosausee.

Mühen: Von der Bergstation Gosaukammbahn bzw. Gablonzerhütte bis Stuhlalm 1½ Stunden / Hofpürglhütte 2 Stunden / Steiglpaß 1½ Stunde / Gosausee 3
Gesamtgehzeit ca. 8 Stunden

Stationen der Tour:
Talstation der Gosaukammbahn (940m) – Gablonzerhütte (1550m) – Stuhlalm (1452m) – Hofpürglhütte (1705m) – Steiglpaß (2016m) – Gosausee (940m)

Beschreibung der Tour:
Gleich einmal eines vorweg: Wir haben diese Wanderung als 1½ Tagestour geplant, mit der Übernachtung auf der Stuhlalm. Natürlich wäre die Übernachtung auf der Hofpürglhütte strategisch besser, da sie ziemlich genau in der Mitte der Wanderung liegt. Aber die Stuhlalm vermittelt aufgrund ihrer Größe einfach mehr „Hüttenflair“ und Gemütlichkeit.
Also, wir starten bei der Talstation der Gosaukammbahn und lösen dort unser Ticket für die Bergfahrt. Wir sparen uns, auch aufgrund des Wetters (Gewittergefahr), dadurch den Aufstieg zur Gablonzerhütte. Es geht auf Weg Nr.611 (Austriaweg) kurz bergauf bis zum Einstieg des Klettersteiges am Donnerkogel.

Hier ein Tipp für „Klettersteigler“: Es gibt die Möglichkeit die 3 Einzelabschnitte des Klettersteigs auf den Donnerkogel zu machen und dann auf dem Weg Nr.631 ein Stück am Grat zu gehen, und später direkt zur Stuhlalm abzusteigen.

Danach geht es beim Törleck (1618m) etwas bergab und auf schönen Weg immer leicht fallend dem Bergfuß entlang Richtung Stuhlalm. Schon bald erreichen wir die schmucke Alm. Hier richten wir uns ein, und genießen die leckeren Speisen und Getränke. Der Hüttenwirt Ferdinand Hirscher kümmert sich gut um seine Gäste und hat immer einen lockeren Spruch auf der Lippe.
Nach einem gemütlichen Hüttenabend, geht’s am nächsten Tag weiter Richtung Hofpürglhütte. Nach kurzem Abstieg ins Stuhljoch geht’s einmal kurz steil bergauf zum „Durchgang“ beim Jöchl (1605m). Danach auf wirklich schönen Weg, mit nicht allzu vielen Höhenmetern zur Hofpürglhütte. Hier genießen wir auf der sonnigen Terrasse unser wohlverdientes Mittagsessen. Nach kurzer Rast geht’s weiter auf dem Weg Nr.612 Richtung Steiglpaß. Die knapp 300 Höhenmeter zum Paß werden mittels einigen scharfen Kehren bewältigt. Hier am Steiglpaß haben wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Von nun an geht’s bergab. Durch das wunderschöne Ahornkar geht’s am Steiglweg (Nr.612) immer leicht fallend unserem Ausgangspunkt entgegen. Hier trifft man wieder auf die Tagesausflügler, die das wunderschöne Panorama des Dachsteins am Gosausee genießen. Wir gönnen uns noch ein kühles Bier im Gasthof Gosausee und lassen die wunderbare Wanderung Revue passieren.

Hüttenbewertung:

Stuhlalm
Wie schon oben erwähnt, besitzt diese Hütte die optimale Größe und vermittelt wirklich Hüttenflair. Einen großen Anteil daran hat auch sicher der Hüttenwirt und sein Team. Die Speisekarte ist sehr abwechslungsreich und schmackhaft. Die Preise sind in Ordnung. Der Gesamteindruck passt und ist stimmig.

Info: Ferdinand Hirscher
Sommer : Mitte Mai bis Ende Oktober 06463/8416
Winter : Ende Oktober bis Mitte Mai 06463/8485

Wir würden hier 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Hofpürglhütte
Die Hofpürglhütte ist ein wichtiger Stützpunkt in dieser Region. Darum muss sie auch diese Größe haben. Um den Ansturm der Wanderer und Kletterer gerecht zu werden, muss hier einfach ökonomisch (Selbstbedienung usw.) gearbeitet werden.
Wer übernachten will sollte unbedingt reservieren! Tel. 03687/81323
Das Essen war gut und das Bierchen auf der sonnigen Terrasse hat auch gemundet.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
Freytag & berndt WK 281 (M.1:50 000) Dachstein, Ausseer Land, Filzmoos, Ramsau

Begangen: öfters, zuletzt von Michaela, Greti und Hansi 16-17.06.2007

Wasserfallweg – Hochtor / XEIS

Wasserfallweg

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Charakter der Tour:
Wir würden diese Tour als Mittel beurteilen. Der Wasserfallweg und der Josefinensteig gelten zwar offiziell als Klettersteige, aber eine Klettersteigausrüstung ist für geübte Geher sicher nicht notwendig. Es ist sicher eine schöne klassische Route um den höchsten Berg des Gesäuses zu besteigen. Die Länge der Wanderung darf aber nicht unterschätzt werden.

Ausgangspunkt:
Gstatterboden bzw. Parkplatz bei der Kummerbrücke

Mühen:
Aufstieg zur Hesshütte ca. 3 ½ Stunden / Aufstieg zum Hochtor über Josefinensteig 2 ½ / Abstieg ins Tal über selben Weg ca. 5 Stunden
Gesamtgehzeiten: 1 Tag 3 ½ Stunden / 2. Tag 7 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Parkplatz bei der Kummerbrücke (572m) – Ebersanger (1473m) –Hesshütte (1699m) – Hochtor (2369m)

Beschreibung der Tour:
Wir haben diese Tour als 1½ Tagestour geplant. Die Wettervorhersage für Samstag war schlecht, darum sind erst zu Mittag Richtung Hesshütte aufgebrochen. Am Anfang geht es im Wald ziemlich zügig bergauf. Der Wasserfallweg (Weg Nr.660) aber auch der Josefinensteig sind die ältesten Klettersteige bzw. Steiganlagen im Gesäuse. Der Wasserfallweg wurde zum 100 jährigen Jubiläum 1991 saniert und befindet sich in einem guten Zustand. Mittels Leitern und Stahlseile überwindet man die Steilstufe, wo sich ein Wasserfall seinen Weg ins Tal sucht. Nach diesem Stück geht es wirklich sehr lieblich weiter. Bald kommt man zur Ebersanger Alm. Hier gibt es eine Gabelung, wo man auf Weg Nr.663 auf die Planspitze gelangt. Unser Weg führt uns aber weiter leicht bergauf zur Hesshütte, die wir auch bald erreichen. Leider war das Wetter zu schlecht, denn sonst hätten wir noch einen Abstecher auf das Hochzinödl (2191m) gemacht. Naja macht ja nichts. So haben wir es uns in der Hütte gemütlich gemacht. Unsere Sachen getrocknet und was Gutes gegessen und getrunken. Auch der Hüttenabend war sehr gemütlich und wirklich lustig.
Am nächsten Tag hat sich das Wetter deutlich gebessert und wir machen uns auf den Weg zum Hochtor. Der Josefinensteig (Weg N.664) ist auch in guten Zustand und bei dem Wetter macht das Bergsteigen einfach Spaß.
Vom Gipfel genießen wir das prachtvolle Panorama und den dichten Nebel in den Tälern. Auf selben Weg steigen wir wieder ab. Natürlich können wir nicht so einfach bei der Hütte vorbeigehen. Wir genehmigen uns noch einen guten Kaffee und eine Mehlspeise. Die Sonne brennt auf dir Terrasse, so dass man sie gar nicht verlassen möchte, aber wir mussten uns aufraffen und den Abstieg antreten.

Uns hat die Tour wirklich sehr gut gefallen und wenn man der Faszination des XEIS’s einmal verfallen ist, wird man immer wieder kommen. Für uns gilt dies sicherlich.

Hüttenbewertung:

Hesshütte
Diese Hütte ist der wichtigste Stützpunkt im Gesäuse. Darum ist die Hütte auch ziemlich groß um den Ansturm der Bergwanderer und Kletterer bewältigen zu können. Doch die Verpflegung und Bewirtung lässt keine Wünsche offen.
Hier ein wichtiger Hinweis: Unbedingt Schlafplätze reservieren und bitte die Ausweise der alpinen Vereine (wenn Du Mitglied bist!!) für die ermäßigten Tarife nicht vergessen. Da ist der Hüttenwirt genau!!
Hier die Telefonnummer: 0664 4308060

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen. Fast schon 4 Flaschen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
Freytag & berndt / WK5062 Nationalpark Gesäuse – Admont – Eisenerz

Begangen von: Michaela und Hansi 13-14 Oktober 2007

Altjahrestour 2007

Altjahrestour 2007

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Erlebnisbericht zur Altjahrestour vom 28. bis 29.12.07

Es ist mir (unserem Schönsten) ja ziemlich peinlich über unsere Altjahrestour überhaupt einen Bericht zu erstellen, aber ich wurde sozusagen dazu gezwungen. Meine Kameraden drohten mir damit, meine grauen Haare zu zählen und mir dann die Anzahl zu nennen.

Abfahrt war um 12:30h. Mit einem apfelgrünen Opel Corsa, den ich persönlich spätweihnachtlich mit traumhaft schönen, dunkelroten Christbaumkugeln geschmückt habe, ging es ab nach Losenstein.
Unser Ziel war die wahnsinnig, luftraubende, in den Himmel ragende „Hohe Dirn“ – 1134m purer Fels.

Am Baby-Schlepplift angekommen musste erst mal Energie getankt und der Fahrer für die Strapazen belohnt werden. Vom Parkplatz bis zum Biwak, auch „Anton Schosser Hütte“ genannt (voll bewirtschaftet) trennten uns unglaubliche, nicht enden wollende 250 Höhenmeter. Im klassischen alpinen Stil, nach Leeren des letzten Energielieferanten (Tee mit ein bisschen Rum), erreichten wir bei Einbruch der Dunkelheit unseren Stützpunkt. Da wir nichts dem Zufall überlassen wollten, wurde auch gleich der Abstieg erprobt. Also, Rutschteller ausgebackt und die Füße talwärts gerichtet. So trocken, aufgrund des sehr gemütlichen Aufstiegs, wir an der „Anton Schosser Hütte“ ankamen, so nass-kalt war es nach der Probefahrt.
Merken: Rutschteller ist keine optimale Abstiegshilfe!!

Beim Betreten der Hüttenstube – übrigens sehr gemütlich – erkannte die Wirtin sofort den Ernst der Situation.
Äußerst rasch wurden vier Bier gezapft und für wohlschmeckendes Essen gesorgt. Und das bis drei Uhr früh. Auf diesen Weg: Herzlichen Dank an die Wirtsleute. Hansi sorgte wieder für das Mitternachts-Feuerwerk. Bis in die Morgenstunden wurden noch alte, peinliche Geschichten aufgerollt und Pläne für das nächste Jahr geschmiedet.

Am Morgen, nach einem deftigen Frühstück heißt es bei uns immer: „Wer Saufen kann, kann auch auf den Gipfel gehen!“ Nur, was tun wenn kein Gipfel da ist?
Wir genossen noch den Sonnenschein, von dem wir in der letzten Zeit eh zu wenig hatten.
Nach Vergessen der Erkenntnis vom Vorabend holten wir unsere Rutschteller heraus um damit auf der Piste ins Tal zu rutschen. Da sich die Schifahrer die Piste mit den Snowboardern teilen mussten (und umgekehrt), mussten sie es jetzt auch mit uns tun. Zu unserem Erstaunen waren wir nicht die Einzigen mit solchen Untersatz, und auch für Schlittenfahrer stellt das Gebiet ein Ausflugsziel dar.
Aber wir waren die Einzigen die dabei Weihnachtsmützen auf hatten.

Fazit: Es war wieder einmal eine tolle Sache, zwar keine alpinistische Herausforderung, aber das ist auch nicht der Sinn und Zweck unserer, mittlerweilen legendären, Altjahrestour.

In diesem Sinne, „Ein tolles 2008 an Euch allen“.

Hüttenbewertung:

Anton Schosser Hütte:
Da es die Wirtsleute nicht (immer) leicht mit uns hatten und dennoch stehts freundlich und bemüht um uns waren, möchten wir 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

TIPP:
Hohe Dirn für die ganze Familie, ganzjährig ein Ausflugsziel.
Auch für die Kleinen zu erobern.
Anstieg zur „Anton Schosser Hütte“ vom Parkplatz Hohe Dirn nur eine ¾ Std.
Mittwoch Ruhetag, Telefon: 0664/9272683 www:wanderzentrum.at

Hochmölbing / Hochmölbingrunde

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Charakter der Tour:
Diese Tour würden wir mit Leicht beurteilen. Die Länge der Tour darf man aber nicht unterschätzen!! Es ist eine sehr interessante abwechslungsreiche Höhenwanderung durch die Warscheneckgruppe mit einigen gut versicherten kurzen Kletterpassagen (Schrockengrat).
Eine lange tolle Tour mit herrlichen Panoramablicken auf die Prielgruppe (Grat vom Kl. auf den Gr. Priel) und Spitzmauer auf der anderen Seite ist der majestätische Dachstein in seiner vollen Schönheit zu sehen. Man überschreitet fünf 2000er auf dem Weg zur Höchmölbinghütte. Für mich gehört diese Tour zu einer der Schönsten in diesem Gebiet. Ich selbst habe diese Rundwanderung schon 4-mal gemacht, und ich habe sie jedes Mal aufs Neue genossen.

Zu Beginn die wichtigsten Eckdaten der Tour:

Ausgangspunkt:
Hinterstoder (OÖ), Talstation der Höss-Bahnen

Mühen:
1.Variante : 1 Tagestour 8 ½ Stunden
2.Variante : 2 Tagestour (1Tag 3 ½ Stunden 2. Tag 7 Stunden )

Stationen der Tour:
1. Variante: Hinterstoder (591m)-Hutterer Höss (1827) – Schrocken (2281m) – Kreuz Spitze (2327m) – Hochmölbing (2336m) – Mittermölbing (2318m) – Hochmölbing Hütte (1684m) – Grimmingboden (1496m) – Türkenkarscharte (1741m) – Parkplatz der ehemaligen Bärenalm Sesselbahn (656m)

2. Variante: Hinterstoder (591m)-Hutterer Höss (1827) – Schrocken (2281m) – Kreuz
Spitze (2327m) – Hochmölbing (2336m) – Mittermölbing (2318m) – Hochmölbing Hütte (1684m) – Grimmingboden (1496m) – Leistalm Hütte (1647m)- Salzsteigjoch (1733m) – Wirtshaus Baumschlagerreith (724m)

Beschreibung der Tour:
Unsere Tour beginnt bei den HÖSS Bahnen in Hinterstoder. Den Aufstieg bis zum Berghaus auf der Hutterer Höss bewältigen wir mit mechanischer Hilfe. Geht schneller und „Hand aufs Herz“ der Wanderweg auf die Hutterer Böden durch das Skigebiet zählt nicht zu den Schönsten und würde zu lange dauern. Auskünfte über die Betriebszeiten und Preise erhalten Sie unter der Telefonnummer: 07564 5275. Vom Berghaus geht es leicht ansteigend auf dem Weg 217 Richtung Schrocken. Der Schrockengrat selbst ist gut versichert erfordert aber dennoch Trittsicherheit. Der Gipfel des Schrockens ist unsere erste Station. Von hier halten wir uns rechts (Weg 219) bis zum Mittermölbing. Hier teilt sich der Weg, und wir nehmen den rechten Weg (Nr.281) zur Hochmölbinghütte. Dieser Grat ist nicht sehr ausgesetzt und wunderschön zu gehen. Er führt über einige 2000er und der anfängliche Blick zur Prielgruppe und ins Tote Gebirge ist eine Augenweide. Später hat man dann das Dachsteinmassiv im Blickfeld. Fast schon ein bisschen kitschig. Aber irgendwie liebe ich Kitsch!!! Auf der Hochmölbinghütte ist es dann Zeit für eine Rast. Wir gönnen uns eine Kleinigkeit zu Essen und genießen das kühle Bierchen und den herrlichen Sonnenschein. Leider heißt es mal wieder Abschied nehmen und wir nehmen den Weg Nr.218. Wir steigen zur Sumper Alm auf und von dort geht’s dann abwärts zum Grimmingboden.
Hier ist auch die Abzweigung, wenn man die Variante 2 machen will. Bei der 2. Variante empfiehlt es sich einen Hüttenabend auf der Hochmölbinghütte einzulegen.
Vom Grimmingboden geht es leicht ansteigend auf dem Weg 280 zur Türkenkarscharte. Man hat immer den Blick auf den zuvor begangenen langen Grat. Auf der Türkenkarscharte erreicht man wieder das Stodertal. Von hier geht’s immer bergab durch das ehemalige Skigebiet der Bärenalm vorbei an der Jausenstation Schafferreith zum Parkplatz der aufgelassenen Sesselbahn. Hier ist der Endpunkt der Tour. Jetzt gibt es 4 Möglichkeiten um wieder nach Hinterstoder zu kommen.
1. Man geht zu Fuß! Ist ein elendiger „Hatscher“
2. Wenn man mit 2 Autos unterwegs ist, stellt man ein Auto zum Endpunkt
3. Man hofft auf die Nächstenliebe und fährt per Anhalter zurück
4. Dies ist wohl die Beste Möglichkeit. Es gibt einen Fahrplan für den Regionalverkehr Phyrn/Priel (erhältlich bei der Talstation der HÖSS Bahnen). Man sollte sich telefonisch anmelden. Telefonnummer: 07564 5159 Fa. Riedler Reisen. Dieser Bus bringt uns sicher zurück zu unseren Ausgangspunkt.

Hüttenbewertung:

Hochmölbinghütte:
Die Hütte liegt wunderschön eingebettet in einem Tal. Es sind einige private Hütten auch gleich dort angesiedelt. Es wirkt wie ein kleines Almendorf. Die Speisekarte ist nicht gerade üppig, aber das was es gibt schmeckt sehr gut. Zu Empfehlen ist ein „Steirerkasbrot“. Eine Spezialität der Region. Auch das junge Pächterpärchen hat die Sache gut im Griff und ist sehr freundlich.
Es ist zu sicher gut zu reservieren, wenn man auf dieser Hütte übernachten will.
Telefonnummer: 0664 5110315

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Jausenstation Schafferreith:
Dies ist das Forsthaus der Gegend. Eine ganz gemütliche und urige Gaststube. Auch sind die hausgemachten Mehlspeisen nicht zu verachten. Leider ist man schon ziemlich lange unterwegs bis man diese Jausenstation erreicht. Meist will man nur mehr ins Tal und nach Hause.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Quellennachweis:
freytag & berndt : Totes Gebirge, Windischgarsten, Tauplitz / Liezen WK 082

Begangen:
2000 Harald und Hansi
2003 Irene, Lissi, Peter, Robert, Hans & Harald
2007 Michaela und Hansi