Torstein (2948m) Eisrinne

Torsteinrinne

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Torsteinrinne – Und das Beste kommt zum Schluss!

Mühen: gesamt ca. 2000 hm und 10-11h, 55°

Ausgangspunkt: Parkplatz beim Vorderen Gosausee

Nach längerer verletzungsbedingter Tourenpause gelingt uns doch noch ein alpiner Leckerbissen zum Abschluss der Skitourensaison 2012. Bevor wir nun endgültig unseren Tourenskiern die wohlverdiente Sommerpause gönnen, holten wir uns mit der Torsteinrinne noch die östlichste Eisrinne des Alpenkamms, die wir schon seit Jahren auf unserer Wunschliste hatten.
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Alpamayo 5947m / Cordillera Blanca / Peru

Zum Fotoalbum Santa Cruz Trek
Zum Fotoalbum Alpamayo Gipfeltag

Vorwort:
Es ist wirklich nicht leicht, die Eindrücke die wir während unserer Tour gesammelt haben zu Papier zu bringen. Vielleicht will man auch die Bilder, die Eindrücke, die Erfahrungen für sich behalten. Wir möchten es probieren in den folgenden Zeilen und vor allem mit den Bildern Euch teilhaben zu lassen. Weiterlesen

Königspitze 3851m Ostwand

Königspitze

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Allgemeines: Die Königspitze (ital. Gran Zebrù) in der Ortlergruppe ist eine der schönsten Berggestalten in den Alpen. Sie liegt an der Grenze zwischen Südtirol und der Provinz Sondrio in der Lombardei und ist nach dem Ortler der zweithöchste Berg sowohl der Ortlergruppe als auch ganz Südtirols. Die Ostwand (Ostrinne) mit ihren max. 45° und eindrucksvoller Linienführung ist eine traumhaft schöne Variante um auf den markantesten Berg der Ortlergruppe zu gelangen.

Ausgangspunkt: Sulden (ital. Solda) im Vinschgau / Südtirol

Mühen: ca. 7-8h, ca. 1300hm, max. 45°

Hüttenaufstieg zur Schaubachhütte 2581m (Rif. Citta di Milano):
Wir wählten den gemütlichen Aufstieg mit Seilbahn zur Bergstation (2615m), von der die Hütte durch eine kurze Abfahrt erreicht werden kann.

Routenbeschreibung: Von der Schaubachhütte (2581m) in südlicher Richtung den Spuren in Richtung Casatihütte / Suldenspitze folgen und nach kurzer Wegstrecke leicht ansteigend nach Westen (rechts) queren. Weiter zum Fuß der markanten Rinne in der Ostwand und über den Lawinenkegel aufwärts bis knapp vor die erste Engstelle. Die Skier geschulter geht es durch die erste Engstelle. Die Rinne steilt sich zunehmend auf und erreicht eine durchschnittliche Neigung von zumeist 40 bis 45 Grad. Bald geht es durch die zweite Engstelle, die sogleich die Schlusselstelle der gesamten Tour darstellt und bei uns mit Blankeis aufwartete. Danach geht es wieder etwas gemütlicher einen breiteren Hang aufwärts, an dessen Ende nach links über die Schneekante queren und aufwärts zum Gipfelhang bis der Normalweg einmündet und mit ihm jede Menge Leute. Der weitere Anstieg verläuft gemeinsam mit dem Normalweg über ein kurzes steileres Stück (45°) bis der Hang flacher wird. Weiter bis unter die Gipfelfelsen und dort Skidepot. Nun durch eine Rinne zum Grat hoch und links entlang zum Gipfelkreuz.

Abfahrt (ca. 1900hm, ca. 300hm Aufstieg):
Da wir leider kein Glück mit dem Wetter hatten, entschieden wir uns kurzfristig dafür nicht die Ostrinne abzufahren, sondern den um ca. 3h längeren Weg über die Casati-Hütte zu nehmen. Also folgten wir den Normalweg abwärts bis zu der Einsattelung und fuhren die, im oberen Teil wenige Meter breite und ca. 40° steile Firnrinne runter bis auf dem Gran-Zebru-Gletscher. Unterhalb der Kreilspitze entlang geht es weiter bergab bis auf ca. 3020m Höhe. Hier disponierten wir kurzerhand nochmals um und gingen in Richtung Cedecpaß. Nach mühsamer Spurarbeit bei ca. 30-40cm Neuschnee erreichten wir endlich den höchsten Punkt, von dem wir schon die Schaubachhütte erahnen konnten. Auf Grund der hohen Neuschneemenge war uns bei der anschließenden Abfahrt nicht mehr ganz so wohl. Dieses Gefühl wurde auch durch eine sehr, sehr nahe abgehende Lawine nicht gerade entkräftet. Schlussendlich erreichten wir wohlbehütet die Schaubachhütte und nach kurzem Einkehrschwung ging es auf der Skipiste abwärts zum Parkplatz.

Hüttenbewertung:

Schaubachhütte 2581m:
Die Hütte gibt einen guten Stützpunkt für die Ostrinne ab, ansonsten wenig aufregend.

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung3.jpg

Begehung:
23.04.2006 durch Christian und Harald

Wildspitze 3772m Nordwand

Wildspitze Nordwand

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Allgemeines: Die Nordwand der Wildspitze wird als beliebtes Einsteigerziel angepriesen. Wir wollten dies natürlich gleich mal testen und wählten die Nordwand als Ziel für unsere erste etwas steilere Eiswand. Mit einer Wandhöhe von ca. 250m und einer Neigung von 50° schien uns unser Ziel auch nicht zu hoch gegriffen. Die angetroffenen Verhältnisse – 5cm Harschschicht und darunter relativ gutes Eis – machten uns sogleich Guster auf mehr! Die Wildspitze mit ihren zwei Gipfeln, den felsigen Südgipfel (3768m) und den firnigen Nordgipfel (3772), ist der höchste Berg der Ötztaler Alpen und nach dem Großglockner der zweithöchste Berg Österreichs.

Ausgangspunkt: Parkplatz Mittelberg, Pitztal-Express-Bahn

Mühen: gesamt ca. 6-7h, ca. 700hm, 50°

Routenbeschreibung: Da bei uns der Faktor Zeit immer eine große Rolle spielt, nutzten wir die Möglichkeit mit der unterirdisch verlaufenden Pitztal-Express-Bahn übers Mittelbergjoch zum Einstieg zu gelangen und somit die Wildspitze Nordwand als Tagestour zu begehen. Nach erreichen der Bergstation geht es nach einer kurzen Abfahrt auf der Piste nach Osten zum Mittelberglift weiter und mit einem langen Schlepplift zum Mittelberg Joch (3.166m). Dort ebenfalls noch einmal eine kurze Abfahrt runter auf den Taschachferner.
Kurz nach dem Anfellen nicht den Normalanstieg auf die Wildspitze folgen, sondern links abzweigen und in einer ausgedehnten links, rechts Schleife immer in Richtung der zumeist sichtbaren Nordwand. Der Einstieg ist nicht zu verfehlen.
Nach überwinden der Randkluft geht es immer gerade aufwärts bis zum höchsten Punkt am Nordgipfel. Da von uns beiden schon ein jeder am Südgipfel war, verzichteten wir ebenso auf diesen, wie auf die ursprünglich geplante Nordwand des Hinteren Brochkogels, zugunsten einer schon im Tal warteten, kühlen Blonden.

Abfahrt (2000hm !): Als Abfahrt wählten wir anfangs den NW-Grat und später unsere Aufstiegsspur. Wieder angekommen beim Anfellplatz folgten wir der gut ausgefahrenen Spur der geführten Skiabfahrt über den Gletscher. Dieser Spur immer folgend ging es zwischen den Spalten des Taschachferners durch zurück zur Talstation.

Anmerkung: Beim Zustieg konnten wir es live miterleben, wie die Nordwand mit Skier befahren wurde.
Der sympathische Kerl meinte einfach nur ganz lapidar: „Die Kanten sollten schon geschliffen sein. 😉 “

Begehung:
21.04.2006 durch Christian und Harald