Hochkogel Klettersteig im Spätherbst

Hochkogel Klettersteig

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Zur Tour:
Je bekannter und beliebter ein Klettersteig, desto überlaufener ist er. Dadurch kommt es oft zu ungewünschten Wartezeiten und birgt auch noch zusätzliche Gefahren wie Steinschlag und riskante Überholmanöver. Doch ist das immer so? Nein, es gibt eine Jahreszeit, wo man diese Art von Bergsport nahezu alleine ausüben kann – den Spätherbst! Liegt erst einmal der erste Schnee, so gehören einem die Klettersteige in der Regel ganz alleine. Am 17.11. war auch wieder so ein Tag. Weiterlesen

Aufklettern / Start in die Saison 2013

Aufklettern 2013

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Aufklettern / Start in die Saison 23-24. März 2013 Flatz Niederösterreich

7 hochmotivierte Alpinisten zogen aus um die neue Bergsaison zu begrüßen. Der Termin war schon lange geplant und somit gab es auch kein Zurückweichen mehr. Ihr wisst ja alle nur zu gut wie hartnäckig der heurige Winter war und auch beim Start in die neue Saison wurden wir nicht von ihm verschont.
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Sommerprogramm 2009

Sommerprogramm_2009

Unser aktuelles Sommerprogramm 2009 der Naturfreunde Holzwiesen-Gallneukirchen-Engerwitzdorf ist wieder als PDF (2,4MB) erhältlich.

Erstmals gibt es auch die Möglichkeit unser Programm online zu betrachten.
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Wir wünschen Euch viel Spaß bei allen gemeinsamen Aktivitäten.

Paternkofel / Innerkofler-De-Luca-Klettersteig

Innerkofler Klettersteig

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Charakter der Tour:
Diesen Klettersteig würden wir mit Leicht bis Mittel beurteilen. Wenn man in diesem Gebiet um die 3-Zinnen unterwegs ist sollte dieser Klettersteig Pflicht sein. Er ist nicht sonderlich schwierig, aber schon alleine der grandiose Blick vom Gipfel auf die Zinnen ist es Wert den Helm und die Klettersteigausrüstung zu schnappen loszumarschieren.

Ausgangspunkt:
Endpunkt der Mautstraße zu den 3 Zinnen bzw. das Rifugio Auronzo

Mühen:
Vom Rifugio Auronzo bis Paternsattel ½ Stunde / Paternkofel 2 Stunden / Abstieg über via de Luca zur Drei-Zinnen-Hütte 1 Stunde / zurück zum Ausgangspunkt 1 ½ Stunden.
Gesamtgehzeit ca. 5 Stunden

Stationen der Tour:
Rifugio Auronzo (2320m) – Rifugio Lavaredo (2385m) – Paternsattel (2454m) – Paternkofel (2744 m) – Drei-Zinnen-Hütte (2405m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Tour beim Rifugio Auronzo. Von hier führt ein altes Kriegssträßchen unter den Südwänden der 3 Zinnen – vorbei an der Cappella degli Alpini – hinüber zum Rifugio Lavaredo und dann hinauf zum Patternsattel. Auf dieser „Autobahn“ zur 3 Zinnen-Hütte ist immer ziemlich viel los.
Am Paternsattel (patern_klettersteig_01.jpg) legen wir unsere Ausrüstung an. Vom Sattel rechts haltend kommt man zum Einstieg. Mit langen Tunnels beginnt der Steig. Danach „durchquert“ man den Berg wieder mittels Tunnel. An der Hinterseite geht es wunderschön in einer Art Galerie dahin. Am Schluss geht es über ein Geröllfeld bergauf zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs. Hier kommt auch die Via De Luca von der 3 Zinnen Hütte herauf. Diesen wählen wir auch als Abstieg. Auf der Scharte wo die Wege zusammentreffen geht es zur Schlüsselstelle des Klettersteiges. Von hier ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Markierungen sind im Gipfelbereich nicht leicht zu finden, aber die Orientierung ist nicht schwer. Angekommen am Gipfel genießen wir die herrliche Aussicht auf das Wahrzeichen der Dolomiten. Den gleichen Weg geht es auch wieder hinunter bis zur Scharte. Hier nehmen wir den Abstieg über die Via De Luca zur Zinnen-Hütte. Hier ist an schönen Tagen immer sehr viel los, darum kann der Abstieg etwas dauern. Durch lange Tunnels geht es im Bergrücken hinunter. Unweit vom „Frankfurter Würstl“ (ja, so heißt der Felsklotz unweit der Hütte!!) kommt man wieder ans Tageslicht und schon bald genießt man das wohlverdiente Bierchen auf der Terrasse der Zinnen-Hütte. Von hier geht’s auf breiten Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Anmerkung:
Der Paternkofel war während der schrecklichen Zeit des 1. Weltkrieges ein heftig umkämpfter strategisch wichtiger Gipfel. Dies ist auch der Grund für die herrlich angelegten Wege, Tunnels und Steige, die wir nun für unsere alpinen Unternehmungen nutzen können. Dieser Umstand macht diese Tour zu einem Erlebnis der sie sicher begeistern wird.

Gestatten sie mir noch eine Anmerkung bzgl. Ausrüstung. Der Steinschlaghelm ist sicherlich sehr nützlich, auch die Mitnahme einer Stirnlampe oder Taschenlampe für den Abstieg!!

Hüttenbewertung:

Drei-Zinnen-Hütte
Diese Hütte leidet sicher unter den enormen Ansturm von Touristen, die die Mautstraße von Misurina hinauf zu den 3 Zinnen benützen. An Geschichte und an einem grandiosen Panorama fehlt es der Hütte sicher nicht, dennoch schneidet sie in unserer Bewertung nicht so gut ab, da der Gesamteindruck zählt!

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Rotwand-Klettersteig /Croda Rossa

Rotwand Klettersteig

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Charakter der Tour:
Diesen Klettersteig würden wir mit Leicht beurteilen. Man sollte aber die Länge der Tour nicht unterschätzen. Es sind doch beachtliche 1022 Höhenmeter zu bewältigen. Der Gebrauch eines Helmes ist anzuraten (Steinschlaggefahr).

Ausgangspunkt:
Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (Sexten bzw. Bad Moos).

Mühen:
Aufstieg von der Bergstation bis zur Rotwandspitze 3 Stunden / Abstieg zurück zur Bergstation 2 Stunden. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten für den weiteren Abstieg ins Tal. Die bequemste Art ist sicher die Seilbahn, aber man kann auch zur Talschlusshütte absteigen und dann geht’s gemütlich talauswärts zur Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn.
Gesamtgehzeit ca. 5 Stunden (ohne Abstieg ins Tal)

Stationen der Tour:
Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (1914m) –Rotwandköpfe (2056m) – Rotwandspitze (2936m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Tour bei der Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn. Von hier geht es zuerst kurz bergab, dann auf breiten Wiesenweg bergan zu einer Weggabelung. Dann halten wir uns auf Weg Nr. 100 Richtung Rotwandköpfe. An der Westseite des felsigen Kammes ansteigend zu einer Verzweigung. Dann geht es ein paar Kehren zwischen Latschen hinauf auf den Grat. Von dort hat man schöne Tiefblicke ins Fischleinstal und auf die Dreischusterspitze. Man erreicht dann einen schattigen Winkel. Hier wird ein steiler Felsaufschwung mit Hilfe von Leitern überwunden. Das Kar das man erreicht liegt unter dem Wurzbachgipfel (2675m).Hier mündet auch der 2. Anstieg der von Burgstall heraufführt. Diesen Steig wählen wir auch für den Rückweg. Durch schrofiges Gelände geht es weiter. Man erreicht dann die Anderterscharte (2696m), und sieht überall Kriegsrelikte aus dem 1. Weltkrieg. Von hier ist es nicht mehr weit zur gestuften Gipfelwand. Diese ist mit Drahtseilen versichert. Der Hauptgipfel der Rotwand –der Vinatzerturm 2965m – bleibt rechts liegen und wir besteigen den Endpunkt des Klettersteiges 2936m, auf dem sich ein großes Gipfelkreuz befindet. Beim Abstieg folgen wir dem Anstiegsweg bis zur Verzweigung unter dem Wurzbach. Hier steigen wir rechts (Hinweisschild) durch eine gesicherte Steilrinne hinunter Richtung Burgstall. Wir erreichen einen schönen Wanderweg, und dann geht’s zurück zur Liftstation bzw. Rotwandwiesenhütte. Hier lassen wir uns das wohlverdiente Bier schmecken und eine deftige Südtiroler Brettljause schmeckt nach den Anstrengungen des Tages auch ganz gut. Wir wählen zum Abstieg den Wanderweg zur Talstation der Gondelbahn.

Anmerkung:
Das komplette Klettersteigset ist nicht notwendig. Wir empfehlen aber die Mitnahme des Steinschlaghelmes. Wir hatten das ganze Zeug mit, aber eher zu Trainingszwecken, damit etwas Gewicht in den Rucksack kam.

Wir denken, dass die Rotwand eine gute Eingehtour ist wenn man am nächsten Tag den Alpinisteig in Angriff nehmen will.

Hüttenbewertung:

Rotwandwiesenhütte
Diese Hütte ist natürlich für den großen Ansturm von Ausflüglern die mit der Bahn die Bergwelt erobern ausgelegt. Trotzdem hat es uns ganz gefallen dort. Das Essen war in Ordnung und die Aussicht von der Terrasse auf die Rotwandwiesen entschädigt für die Mühen des Tages.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Jausenstation bei der Talstation
Leider weiß ich den Namen nicht mehr, aber wer zu Fuß ins Tal geht und bei der Talstation der Rotwandbahn noch etwas durstig ist, dem empfehlen wir das schmucke Blockhaus beim Parkplatz. Mit sehr viel liebe zum Detail wurde diese Hütte errichtet und auf der sonnigen Terrasse kann man den Tag bei einem guten Bierchen und vino rosso schön ausklingen lassen

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.57,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen: Lissi und Harald 15.08.2004, Hansi und Michaela 2007

Cadinigruppe / Sentiero Bonacossa

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Charakter der Tour:
Diese Tour würden wir mit Mittelschwer beurteilen.
Es ist eine interessante abwechslungsreiche Wanderung durch die Cadinigruppe mit einigen versicherten Kletterpassagen. Ein Klettersteigset finden wir etwas übertrieben, aber ein Helm ist sicher anzuraten. Da es einige Stellen gibt wo Steinschlaggefahr herrscht. Ein weiterer Punkt der uns sehr gefallen hat ist sicher der Umstand, dass diese Tour ab den Rifugio Fonda Savio nicht sehr überlaufen war. Außerdem steht die Cadinigruppe im Schatten der berühmten 3 Zinnen, obwohl wir meinen, dass dies nicht gerechtfertigt ist. Die Cadinigruppe ist geprägt durch ihre bizarre Erscheinung.

Ausgangspunkt:
Rifugio Col de Varda , Bergstation der von Misurina ausgehenden Sesselbahn.

Mühen:
„Sentiero Bonacossa“ : 5 ½

Stationen der Tour:
Lago di Misurina (1756m)-Rifugio Col de Varda (2128m)-Rifugio Fonda Savio (2359m)-Rifugio Auronzo (2320m)

Beschreibung der Tour :
Wir haben unser Wohnmobil beim Abstellplatz am Misurina See stationiert. Von dort führt unser Weg den See entlang zur Talstation der Sesselbahn die zum Rifugio Col de Varda führt. Man muss ja nicht alles zu Fuß bewältigen und außerdem wollten wir den heimischen Tourismusbetrieben auch unseren Obolus entrichten. Kurzum: wir nehmen den Sessellift und erreichen nach kurzer Zeit das Rifugio. Von dort startet der Sentiero Bonacossa (Weg Nr.117). Leider hatten an diesem Tag sehr viele Leute dieselbe Idee wie wir. Somit kam es bei den ersten versicherten Stellen zu Wartezeiten. Da wir ohne Klettersteigset unterwegs waren konnten wir einige Wanderer überholen, und Gott sei Dank sind die meisten nach einiger Zeit beim Cma. Cadin di N.O. in einen anderen Weg abgebogen. Somit waren wir ziemlich alleine unterwegs. Es geht sehr abwechslungsreich dahin. Sehr viel bergauf und bergab. Und nach ca. 2 Stunden erreichen wir das Rif. Fonda Savio. Hier gibt’s natürlich wieder die gewohnte Ladung Spagetti und ein Gläschen Rotwein. Wir genießen die nette Atmosphäre auf der sonnigen Terrasse.
Danach geht`s steil bergab in den Karboden der Valle delle Campedelle. Diesen wandern wir hinaus bis in die Forcia di Rimbianco (2176m). Von hier könnte man auf dem Weg Nr.115 zum Misurina See absteigen. Wir folgen aber den Wegweisern zur ferrata Bonacossa und Auronzo-Hütte. Man sieht von weiten schon ein sehr ausgesetztes Horizontalband. Dieses Band mündet in eine überdachte Verschneidung. Diese wird mittels Leitern und Seilen überwunden. Im leichten Auf und Ab geht’s an ehemaligen Stellungen des ersten Weltkrieges weiter. Am Schluss erreichen wir das Rifugio Auronzo.
Von dort fährt man mit dem Bus zurück nach Misurina. In der Ferienzeit ist dies kein Problem. Da fahren die Busse in kurzen Abständen im Linienverkehr. Außerhalb dieser Zeit ist es etwas schwieriger. Da fährt am späten Nachmittag nur einmal der Bus talwärts. Aber es ist nicht schwer per Anhalter ins Tal zu gelangen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei dem netten Ehepaar aus Ostdeutschland bedanken, die uns ins Tal mitgenommen haben.

Hüttenbewertung:

Rifugio Fonda Savio:
Die Hütte liegt wunderschön am Passo dei Tocci und besitzt eine tolle Terrasse. Die Spagetti waren sehr gut und die Bedienung sehr zuvorkommend und freundlich. Irgendwie hat alles gut gepasst beim Besuch dieser netten Hütte.
Wäre auch sicher mal interessant einen Hüttenabend dort zu verbringen

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo:
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55 (M.1:50 000) Nr.617 (M. 1:25 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen von: Michaela und Hansi 09. September 2006

Alpinisteig

Alpinisteig

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Charakter der Tour:
Der Alpinisteig ist sicher eine anspruchsvolle Tour, was die Länge betrifft. Als Klettersteig, wie in vielen Büchern ausgewiesen, würde ich diesen Weg nicht einstufen. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind aber unerlässlich!! Der Gebrauch eines Helmes ist anzuraten (Steinschlaggefahr).

Ausgangspunkt:
Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn , oder bei den Parkplätzen der Fischleinboden-Hütte in Sexten bzw. Bad Moos.

Mühen:
Aufstieg bis zur Zsigismondy-Comici Hütte und zum Einstieg des Alpinisteiges 2 ½ Stunden / Alpinisteig 2 Stunden / Abstieg über Elferscharte zur Fischleinboden Hütte 2 ½ Stunden.
Gesamtgehzeit ca. 6 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Fischleinboden-Hütte (1450m) –Talschlußhütte- (1540m) Zsigismondy-Comici Hütte (2224m) – Alpinisteig – Elferscharte (2650m)- Fischleinboden- Hütte


Beschreibung der Tour :

Wir beginnen die Wanderung bei der Talstation der Rotwandwiesen Gondelbahn. Von hier geht’s auf einem gemütlichen Weg bis zur Fischleinboden Hütte und weiter bis zur Talschlußhütte. Genau die Richtige Einstimmung auf eine lange Tour. Nach einer kurzen Labung geht’s von nun an bergauf zur Zsigmondy-Comici Hütte. Hier sollte man nicht einfach vorbeihetzten , sondern die Gastfreundschaft der Hütte genießen . Eine Ladung Spagetti und ein gutes Gläschen ( oder zwei) Rotwein sind doch Ehrensache. Der Ausblick von der Hütte auf den Zwölfer und den Verlauf des Alpinisteiges sind es Wert sich ein bisschen Zeit und Muße zu genehmigen. Man bzw. ich trenne mich ja immer schwer von einer Hütte , aber es muss doch sein . Von der Hütte ist es nicht mehr weit bis zum Eissee und zum Einstieg des Steiges. Hier setzen wir unsere Helme auf . Auf das Klettersteigset verzichten wir .

Eines vorweg: Wer sich vom Alpinisteig eine via ferrata im klassischen Sinn erwartet wird etwas enttäuscht sein. Dies wird aber durch die landschaftliche Schönheit und die Linienführung entschädigt. Für uns ist auch der geschichtliche Hintergrund zum Entstehen des Steiges sehr beeindruckend. Dieser Steig war im ersten Weltkrieg der Nachschubweg für die kämpfende Truppe der Italiener (Alpini) . Ein kühnes Unternehmen in Betracht auf die technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit.

Bald nach dem Einstieg gelangen wir auf dem Salvezza-Band in das innere Loch. Dieses Fotomotiv haben sie sicher schon auf Kalender und Werbematerial für die Dolomiten gesehen. Von hier geht’s weiter zum äußeren Loch und zur Elferscharte. Bei der Elferscharte sind noch sehr gut Kavernen (ehemalige Mannschaftsunterkünfte) und Befestigungsanlagen der damaligen schlimmen Zeit zu erkennen.
In den Kavernen haben wir aber auch anderes entdeckt! Ein Indiz dafür, dass nicht nur Supersportler in den Bergen unterwegs sind !

Wir entscheiden uns für den Abstieg über die Elferscharte . Bei diesem Abstieg ist Vorsicht angebracht ! Es ist ein sehr steiles Geröllfeld zu bewältigen. Große Steinschlaggefahr!! Danach beginnt der Abstieg auf Weg Nr. 124 zur Fischleinboden-Hütte. Dieser Abstieg ist ziemlich lang und man verliert nur sehr langsam an Höhe.
Ich wäre ja nicht König der Hütten , wenn ich nicht auch noch einen Einkehrschwung in der Fischleinboden-Hütte machen würde. Das Bierchen schmeckt nach der langen Tour doppelt so gut ! Man muss auch noch anmerken , dass die Südtiroler Biermarke FORST ganz gut schmeckt . Obwohl ein Freistädter Ratsherrntrunk ist es nicht !!!
Von der Hütte wandern wir gemütlich immer leicht bergab zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Hüttenbewertung:

Talschlusshütte:
Diese Hütte wurde vor nicht allzu langer Zeit neu gebaut. Ist eigentlich mehr oder weniger ein Ausflugsgasthof mit einer tollen Kulisse

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Zsigismondy-Comici Hütte
Die Hütte liegt wunderschön. Schöne Blicke zum Zwölfer und den Alpinisteig sowie auf den Elferkogel. Die Spagetti schmecken sehr gut und der Wein ist sehr bekömmlich . Außerdem hat die Hütte auch schon sehr viele berühmte Kletterer der frühren Zeit als Gäste begrüßen dürfen. Dies verleiht ihr ein besonderes Charisma.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Fischleinboden-Hütte
Diese Hütte ist eher ein Kiosk und keine Hütte . Ein größerer Souvenirstand würde ich sagen. Obwohl, es ist Abschluss der Tour und da schmeckt das Bier fast überall gut !!

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen
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Quellennachweis:
KOMPASS Nr.57,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen von: Harald und Hansi 2000 / Harald und Lissi 2003 / Hansi und Michaela 2007

Cima SAT 1246m / Via dell Amicizia

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Charakter der Tour: Diesen Klettersteig (via ferrata) würden wir mit Mittelschwer beurteilen.
Es ist sicher kein Klettersteig mit enormen Schwierigkeiten, wie sie in letzter Zeit immer mehr in Mode kommen. Er ist dennoch, gerade für Beginner und für Leute die mal „Klettersteigfeeling“ schnuppern wollen, ein tolles Erlebnis. Außerdem hat man am Gipfel einen herrlichen Blick auf den Lago del Garda und seine Berge.

Talort und Ausgangspunkt: Riva del Garda / An der Hauptstraße Richtung Brescia, hinter der Altstadt. Guter Orientierungspunkt ist der weiße Befestigungsturm (Bastione). Hier geht’s hinauf. Übersichtstafel der Wege ist auch dort vorhanden.

Mühen: Riva-Capanna Barbara 1 ½ Stunden / Via dell Amicizia-Cima SAT 2 ½ Stunden/ Abstieg nach Riva 2 Stunden
Gesamtgehzeit : 6

Stationen der Tour: Riva de Garda (78m)- Capanna Barbara (560m) – Cima SAT (1246m)

Beschreibung der Tour :
Wir beginnen die Tour mitten in der Altstadt von Riva del Garda. Wir genießen noch ein gutes Gelatti am Hafen und schauen dem Treiben zu. Gestärkt gehen wir zum wirklichen Ausgangspunkt der Tour. Dieser liegt direkt an der Hauptstraße Richtung Brescia bzw. Limone. Von hier geht’s bergauf zur Bastione Weg Nr.404. Dieser wird gerade in Stand gesetzt. Nach einem kurzen Blick von der Aussichtsterrasse, geht’s weiter Richtung Capanna Barbara. Diese Hütte ist kurz unterhalb von der Kapelle die der hl. Barbara geweiht ist. Diese ist von Riva aus sehr gut sichtbar und in der Nacht beleuchtet. Die Hütte ist nicht durchgehend bewirtschaftet.

Zwischenruf! Harald und ich hatten vor Jahren einmal das Glück, bei wirklich schlechtem Wetter die Hütte bewirtschaftet vorzufinden. Wir genossen die wirklich herzliche Gastfreundschaft der Italiener und das gute Essen. Es bleibt anzumerken, dass der Wein auch sehr gut gemundet hat und die Preise sehr moderat waren. Übrigens: Das war vor der Einführung des EURO!!
Kurz nach der Hütte beginnt der Klettersteig. Wir legen unser Klettersteigset und Helm an. Den Reiz des Steiges machen hauptsächlich die extrem langen Leitern aus. Bei uns herrschte leider sehr großer Andrang, und somit kam es zu langen Wartezeiten bei den Leitern. Na ja, kann passieren.
Im oberen Teil sind einige nette Passagen welche mit Seilen gesichert sind. Vom Gipfel des Cima SAT hat man einen tollen Blick auf den See und die umliegenden Berge. Sicher auch interessant für Leute die sonst nur mit dem Mountainbike in diesem Gebiet unterwegs sind. Zurück nach Riva geht’s auch einem gut angelegten Wanderweg Nr.418 und 404.
Am Hafen von Riva, unserem Ausgangspunkt, genehmigen wir uns ein oder zwei gute Gläschen Rotwein.

Hüttenbewertung:

Capanna Barbara:
Leider ist diese Hütte nicht immer bewirtschaftet. Einmal hatten wir das Glück, und sie war geöffnet. Also ich muss sagen, als einzige Nichtitaliener wurden wir toll aufgenommen und bewirtet! Ich habe diese Hütte in sehr guter Erinnerung.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Riva del Garda:
Nach dieser Tour ist der Kontrast, der sich darstellt wenn man am Hafen von der Altstadt von Riva sitzt sehr reizvoll. Der Wein schmeckt gut, und wenn man, so wie wir, ein zweites Flascherl bestellt, bekommt man auch noch kleine Knabbereien serviert. Irgendwie ein guter Abschluss für einen schönen Tag.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Quelle: freytag & berndt : Gardasee WK S20 (M.1:50 000) , Hüslers Klettersteig Atlas Alpen

Begangen von: Harald und Hansi 2000 / Michaela und Hansi 05.09.2007

Sas Rigais 3025m

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Allgemeines: Sas Rigais und Furchetta sind die beiden höchsten Gipfel der Geislerspitzen. Mit seiner massigen Gestalt beherrscht der Sas Rigais die großartige Kulisse aus Graten und Zacken. Zur Besteigung des Berges gibt es zwei Klettersteige, welche eine ideale Gipfelrundtour ermöglichen.

Talort und Ausgangspunkt: St. Christina in Gröden 1426m, Parkplatz bei der Col Raiser-Gondellift-Talstation

Mühen: 1000 hm, ca. 4h Gehzeit

Ausrüstung: ev. Steinschlaghelm für Abstieg über die Ostflanke

Routenbeschreibung: Mit dem Gondellift zur Bergstation auf den Col Raiser (2107m) und der Bezeichnung „Sas Rigais“, parallel den Südwänden der Fermedatürme folgend nach NO zur Abzweigung Mittagsscharte. In der von der Mittagsscharte herabziehenden Schlucht geht es in Serpentinen aufwärts bis zu einer rechts abzweigenden Felsrinne mit Pfeil und Aufschrift „Sas Rig.“. Über kleine Felsstufen mit Drahtseilen und Holzstegen geht es aufwärts über den teilweise begrünten Mittelteil der Route. Zuletzt noch einmal etwas steiler und über den felsigen Südostgrat zum Gipfelkreuz mit herrlichem Panoramablick auf Sella-, Langkofel, Großglockner e.g.
Über die etwas anspruchsvollere, bei uns leicht vereiste Ostflanke geht über gut gesicherte Bänder, Wandstellen und Rinnen hinunter in die Scharte zwischen Sas Rigais und Furchetta. Weiters knieschonend über Schotter durchs Wasserrinnental abfahren und auf Weg 13 zur Regensburger-Hütte. Nach kurzem Gegenanstieg erreicht man wieder die Bergstation Col Raiser.

Quelle: Dolomiten (Kompass)

Begehung am: Harald 21.09.2007