Piemont / Valle Maira – Percorsi Occitani


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Vorwort:
Nachdem Euer Hüttenkönig Ende letzten Jahres sein ramponiertes Knie wieder in Ordnung bringen lassen musste, hatte er genügend Zeit um neue Ziele für den Sommer 2013 zu finden. Beim Surfen im World Wide Web wurde ich im italienischen Piemont, genauer gesagt im Valle Maira, fündig.
Diese Region wird auch manchmal als das schwarze Loch Europas bezeichnet. Aufgrund der dünnen Besiedelung infolge der massiven Landflucht, die bis in die 1970iger Jahre andauerte, bekam das Tal und die Gegend diese Bezeichnung…. Weiterlesen

Monte Piana 2324m / Pioniersteig / Sextner Dolomiten

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Charakter der Tour:
Wir würden diese Tour als leicht bis mittel. Der Monte Piana war ein schwer umkämpfter Berg der damaligen Dolomitenfront. Der Wegverlauf hält sich an
alten Versorgungswegen. Dies ist ein Aspekt der die Tour sehr interessant macht.

Ausgangspunkt:
Wanderparkplatz gegenüber dem Hotel „Drei Zinnen Blick“. Der Wanderparkplatz ist wirklich leicht zu finden.

Mühen:
Aufstieg Pioniersteig ca. 2,5 Stunden / Abstieg über den Touristensteig ca. 2 Stunden
Gesamtgehzeit: ca. 4,5 bis 5 Stunden
Anmerkung: Wenn man das gesamte Freilichtmuseum am Gipfelplateau und noch das Rifugio Bossi besucht, ergibt sich eine Gesamtgehzeit von ca. 7 Stunden.

Stationen der Tour:
Wanderparkplatz Hotel „ Drei Zinnen Blick“ (1406m) – Höhlensteintal – Pioniersteig – Gipfelplateau am Monte Piana (2305m) – Touristensteig – Abstieg Richtung Schluderbach (1438m) – Wanderparkplatz Hotel „Drei Zinnen Blick“

Beschreibung der Tour :
Wir beginnen die Tour beim leicht zu findenden Wanderparkplatz beim Hotel „ Drei Zinnen Blick“. Von hier hat man den ersten Blick auf die weltberühmten Drei Zinnen in den Sextner Dolomiten. Auf der großen vorhandenen Überblickskarte kann man sich den Wegverlauf einprägen. Wir schlagen den Weg ins Rienztal ein und nach ca. 250 m zweigen wir auf den Weg Nr. 6 Richtung Monte Piana / Pioniersteig rechts ab. Über ein breites Geröllbett gelangen wir zum eigentlichen Einstieg. Auf einem Hinweisschild wird das Tragen eines Steinschlaghelms empfohlen. Wir hatten anfänglich keinen mit, doch da der Parkplatz nicht weit ist, haben wir uns entschlossen die Helme zu holen. Wie sich später herausstellt, war dies eine richtige Entscheidung, denn im oberen Bereich gibt es einige Querungen die Steinschlag gefährdet sind. Der Wegverlauf ist sehr schön angelegt, und man gewinnt schnell an Höhe. Im oberen Drittel gelangt man zu einem kleinen Soldatenfriedhof und immer wieder kann man Überreste aus der damaligen Zeit erkennen oder erahnen. Kurz danach sieht man die Gipfelfelsen des Monte Piana. Kurz unterhalb des Gipfelausstiegs kann man links zu einem gesicherten kurzen Klettersteig abzweigen. Wir sind aber dem normalen Weg gefolgt und erreichen bald den Gipfel bzw. Gipfelplateau. Hier kann man weit umherwandern und das Freilichtmuseum mit den Laufgräben und Stellungsanlagen besichtigen. Wir legen eine gemütliche Rast ein, und bewundern das wirklich wunderbare Bergpanorama mit Christallo – Drei Zinnen – Paternkofel usw. Wir wählen für den Rückweg den Weg Nr. 6a Touristensteig Richtung Schluderbach. Auch dieser Weg ist ein ehemaliger Versorgungsweg und er ist sehr schön angelegt. Schon bald gelangt man wieder in den Wald und es geht auf gutem Weg Richtung Tal. Im Tal angelangt, verläuft der Weg im gerölligen Talboden Richtung Dürrensee und wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Quellennachweis:
Auf alten Kriegspfaden durch die Dolomiten / Eugen E. Hüsler / Sextner Dolomiten 1:25 000 Tabacco.

Hüttenbewertung:

Keine Hütte am Weg:
Leider gab es bei unserer Routenwahl keine Hütte am Weg!!!!!!

Darum gibt’s in diesem Fall 0 von 5 Ratsherrnflaschen.
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Begangen von: Michaela und Hans (Hüttenkönig) 5.August 2009

Ski-Umrundung der Drei Zinnen

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Charakter der Tour:
Die Umrundung der Drei Zinnen im Winter gehört zu den landschaftlich großartigsten Unternehmungen in den Dolomiten. Die Tour beginnt zuerst mit einer sanften Skiwanderung, führt über eine felsdurchsetzten Steilstufe auf die aussichtsreiche Hochfläche der Drei Zinnen und endet mit einer traumhaften Abfahrt durch schluchtähnliches Gelände zu Forcella de l’Arghena. Wer den sommerlichen Trubel in diesem Gebiet kennt, weiß die Einsamkeit im Winter doppelt zu schätzen.

Ausgangspunkt:
Von Toblach auf der Straße nach Cortina d’Ampezzo durch das Höhlensteintal ca. 10km bis zum Hotel „Drei Zinnen“. Kurz nach dem Hotel ist ein Parkplatz auf der linken Seite (geeignet für Wohnmobile).

Mühen:
gute 1100hm; Aufstieg zum Paternsattel 2457m 3 – 3 ½ Stunden, gesamt inkl. Abfahrt vom Col di Mezzo über die Forcella de l’Arghena gute 5 – 5 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Parkplatz 1406m – Paternsattel 2457m – Rifugio Auronzo (2320m) – Col di Mezzo 2354m

Beschreibung der Tour :
Vom Parkplatz folgen wir zunächst den flachen Forstweg durch das Rienztal in Richtung der schon von unten sichtbaren Drei Zinnen. Nach ca. 5km kommen wir zu einer felsdurchsetzten Steilstufe, die wir in einer langen Querung überwinden und erreichen dann auf gut 2200m die flache Hochebene der „Langen Alm“. Weiter geht es nun, immer den großartige Anblick der Nordwände der Drei Zinnen vor Augen, unschwierig über sanft gestuftes Gelände zum Paternsattel 2457m. Die Drei Zinnen Hütte lassen wir dabei links liegen. Während wir am Paternsattel die Felle abnehmen, geniesen wir die tolle Aussicht nach Süden. Nun fahren wir, oberhalb von der Lavaredo Hütte haltend, in südwestlicher Richtung ab und erreichen flach querend die Cappella degli Alpini 2314m. Hier müssen wir nochmals anfellen und folgen den Sommerweg zur Auronzo Hütte 2320m (nur Sommerbewirtschaftung). Weiter geht es leicht ansteigend nach Nordwesten über welliges Gelände zum Col di Mezzo. Von hier beginnt die reizvolle Abfahrt durch schluchtähnliches Gelände zu Forcella de l’Arghena. Auf den Fahrweg unserer Aufstiegsroute geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Anmerkung:
Bei dieser Tour sind absolut sichere Verhältnisse erforderlich.

Quellennachweis:
Schitourenatlas Südtirol und Österreich Süd, Schall-Verlag

Begangen von: Lissi und Harald am 03.01.2009

Cala Goloritzè – Sardinien 08

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Sinfonia dei mulini a vento „der schwierigste Normalweg Italiens“: VII+ (6b+),
ca. 160m Kletterlänge, 6 SL,

Allgemeines: Wenn man einen Sportkletterer trifft, der zwar schon in Sardinien aber noch nie am Cala Goloritzè – Aguglia gestanden hat, dann reibt man sich zuerst einmal ungläubig die Augen und empfiehlt hinzugehen, kostet was es wolle! Eines der zahlreichen Highlights in Sardinien, das einem das Herz höher schlagen lässt und bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Alleine die Anreise zum Einstieg birgt ein Erlebnis. Man kann den Monolith entweder mit dem Boot von Cala Gononè aus erreichen, oder man wandert von einem Parkplatz kurz nach Baunei aus Richtung Bucht. Man nimmt einen steinigen Pfad über die Hochebene und steigt in bezauberndes Tal bis zum Ziel ab (Gehzeit ca. 1,5h).

Maurizio Oviglia schreibt im Kletterführer – „Pietra di Luna“

„Aber die Cala Goloritze als das „Nonplusultra“ zu bezeichnen würde ihr nicht gerecht. Auf der Aguglia kann man eine besondere Erfahrung machen. Eine Erfahrung, nicht Alpinismus und nicht Sportklettern. Sie geht darüber hinaus erreicht andere Dimensionen. Und daran hat sich in al den Jahren, seit dem der Gipfel zum Ersten mal betreten wurde, auch nicht viel geändert. Dieser Tag war für Manolo und Gogna ein starkes Erlebnis. Die Protagonisten erzählen von einem Wind, der die Steine fliegen lies, von Seilen die den Monolith zu umarmen schienen:
Worte, die wir verschlagen, die wir in- und auswendig lernen! Aber auch heute, wo von der Aguglia die Bohrhaken herunterblitzen, auch an einem heiteren und windstillen Tag ist es noch möglich, die Erlebnisse der Erstbesteigung nachzuvollziehen. Wenn man den Boden unter sich lässt, wenn die Badenden unten am Strand zu bunten Punkten und die Bote zu Modellbauschiffen werden, Wenn das transparente Meer in diesem unwirklichen Türkis aufleuchtet und den Grund sehen lässt, dann ertappt man sich dabei, wie man zerstreut den Horizont betrachtet und sich mehr als je von seinen Lasten befreit.“

Der Cala Goloritzè ist ein absolutes Muss für jeden Sardinien Sportkletter-Urlaub!

Euer
Timo Eidher

Punta Cusidore / Supramonte / Sardinien

Punta Cusidore

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Punta Cusidore 1147m, Stellen bis 1+

Allgemeines: Der Anstieg auf die Punta Cusidore ist eine interessante und abwechslungsreiche Bergwanderung, welche mit ein paar kurzen Kletterpassagen garniert ist. Die Gebirgskette der Supramonte ist nach dem Gennargentu das zweithöchste Gebirge Sardiniens und es kommt auch so etwas wie alpines Feeling auf.

Mühen: ca. 970hm, ca. 4h

Ausgangspunkt: Auf der Strecke von Oliena nach Dorgali befindet sich nach ca. 4km rechts eine Abzweigung zur Kapelle „Nostra Signora di Monserrato“. Wer wie wir mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte gleich hier parken! Der anschließende Fahrweg wird immer enger und wir konnten uns nur noch mit Hilfe zweier sehr hilfsbereiter, sardischer Förster wieder befreien. Auch gibt es nur wenige Parkmöglichkeiten.

Routenbeschreibung: Also schwingen wir uns aufs MTB, biegen 100m nach der Kreuzung links ab, fahren an drei Linksabzweigungen vorbei in Richtung Punta Cusidore und biegen bei einer T-Kreuzung links ab. Nach 600m biegen wir rechts ab und folgen dem immer schlechter und steiler werdenden Weg bis in den Wald (keuch). Kurz danach erreichen wir eine mehrfache Wegteilung, bei der wir die ganz rechte nehmen und diese leicht ansteigend bis zu einem Rastplatz „Palestra Roccia“ verfolgen (Fahrrad-Depot).
Gegenüber geht’s den schmalen Weg immer in Richtung des Massivs zu, bis sich dieser auf dem bereits von unten sichtbaren Geröllhang verliert. Am besten immer gerade aus über die leichten Felsen aufwärts bis zur Hochfläche. Die Markierungen führen geradeaus. Zur Punta Cusidore hält man sich jedoch nach links und quert in die Südhänge des Berges hinein. An der Grotta Orgoi (Höhle) vorbei nach Osten bis zu einer Geröllrinne. Links von dieser über griffige Kalkplatten und über eine kurze Rinne (Schlüsselstelle) auf den Gipfel der Punta Cusidore. Abstieg wie Aufstieg.

Quellennachweis:
Rother Wanderführer Sardinien

Fünffingerspitze 2996m – Überschreitung

Fünffingerspitze

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Fünffingerspitze Überschreitung 4

Allgemeines: Die Daumenkante auf die Fünffingerspitze in der Langkofelgruppe zählt längst zu den alpinen Klassikern und ist dementsprechend stark frequentiert. Landschaftlich großartige, ausgesetzte Klettertour in besten Fels. Kein Wunder also, dass man hier nicht alleine ist. Ab dem Hauptgipfel (Zeigefinger) war es überraschender Weise sehr ruhig – wir gingen als einzige Seilschaft dieses Tages die gesamte Überschreitung.

Mühen: 4h reine Kletterzeit, ca. 22 SL (würde man die gesamte Tour sichern), gesamt ca. 6h

Absicherung: meist einzementierte Haken an den Standplätzen und einige Zwischenhaken; Abseilstellen sind bis zum Hauptgipfel gut eingerichtet, danach schon etwas alpiner

Talort und Ausgangspunkt: Sellajoch 2244 m, Gondelbahn beim Sellajoch-Haus

Zustieg: Wir wählten die gemütliche Art und schwebten mit der Gondelbahn aufwärts. Von der Bergstation (Toni Demetz-Hütte 2681m) in der Langkofelscharte folgt man einen gut ausgetretenen Weg aufwärts und erreicht in wenigen Minuten den Einstieg der Daumenkante.

Routenbeschreibung: Über eine Rampe geht es empor zum ersten Standplatz auf einem breitem Schuttband. Hier rechts haltend über leichtes Schroffengelände aufwärts bis zur Nordkante des Daumens. In genussvoller Kletterei geht es immer an der Gratkante entlang auf den Gipfel des Daumens. Durch abklettern und abseilen gelangt man in die Daumenscharte, wo es auf der gegenüberliegenden Wand (hier trifft man auf den Normalweg) wieder aufwärts geht. Der Zeigefinger wird ostseitig gequert. Bei einem großen Klemmblock, kurz vor dem Hauptgipfel (Mittelfinger) gibt es zwei Varianten: entweder durch den Klemmblock durch, oder die von uns gewählte Variante, den kurzen steilen Riss zum Gipfel. Vom höchsten Punkt geht es südlich, leicht absteigend weiter bis zur Abseilstelle. Ca. 25m in die anschließende Scharte abseilen. Der folgende Ringfinger wird luftig überschritten und am höchsten Punkt wieder südlich in die nächste Scharte abgeseilt. Weiter geht es über eine Platte an der Ostseite des kleinen Fingers zu der nächsten Abseilstelle. Äußerst luftig seilt man sich weitere 15m schräg in die Scharte ab. Weiter geht’s an der Westseite und den anschließenden Westgrat runter bis zum oberen Ende einer großen Rinne. Ab hier den Steinmännern folgen und nochmals 2x in die Fünffingerscharte abseilen.

Abstieg: Von der Fünffingerscharte geht’s die Geröllrinne zurück zum Sellapass.

Anmerkung: Diese Klettertour ist absolut empfehlenswert, auch wenn die Nordkante auf den Daumen manchmal überlaufen ist.

Stand: 28.08.2008

Paternkofel / Innerkofler-De-Luca-Klettersteig

Innerkofler Klettersteig

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Charakter der Tour:
Diesen Klettersteig würden wir mit Leicht bis Mittel beurteilen. Wenn man in diesem Gebiet um die 3-Zinnen unterwegs ist sollte dieser Klettersteig Pflicht sein. Er ist nicht sonderlich schwierig, aber schon alleine der grandiose Blick vom Gipfel auf die Zinnen ist es Wert den Helm und die Klettersteigausrüstung zu schnappen loszumarschieren.

Ausgangspunkt:
Endpunkt der Mautstraße zu den 3 Zinnen bzw. das Rifugio Auronzo

Mühen:
Vom Rifugio Auronzo bis Paternsattel ½ Stunde / Paternkofel 2 Stunden / Abstieg über via de Luca zur Drei-Zinnen-Hütte 1 Stunde / zurück zum Ausgangspunkt 1 ½ Stunden.
Gesamtgehzeit ca. 5 Stunden

Stationen der Tour:
Rifugio Auronzo (2320m) – Rifugio Lavaredo (2385m) – Paternsattel (2454m) – Paternkofel (2744 m) – Drei-Zinnen-Hütte (2405m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Tour beim Rifugio Auronzo. Von hier führt ein altes Kriegssträßchen unter den Südwänden der 3 Zinnen – vorbei an der Cappella degli Alpini – hinüber zum Rifugio Lavaredo und dann hinauf zum Patternsattel. Auf dieser „Autobahn“ zur 3 Zinnen-Hütte ist immer ziemlich viel los.
Am Paternsattel (patern_klettersteig_01.jpg) legen wir unsere Ausrüstung an. Vom Sattel rechts haltend kommt man zum Einstieg. Mit langen Tunnels beginnt der Steig. Danach „durchquert“ man den Berg wieder mittels Tunnel. An der Hinterseite geht es wunderschön in einer Art Galerie dahin. Am Schluss geht es über ein Geröllfeld bergauf zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs. Hier kommt auch die Via De Luca von der 3 Zinnen Hütte herauf. Diesen wählen wir auch als Abstieg. Auf der Scharte wo die Wege zusammentreffen geht es zur Schlüsselstelle des Klettersteiges. Von hier ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Markierungen sind im Gipfelbereich nicht leicht zu finden, aber die Orientierung ist nicht schwer. Angekommen am Gipfel genießen wir die herrliche Aussicht auf das Wahrzeichen der Dolomiten. Den gleichen Weg geht es auch wieder hinunter bis zur Scharte. Hier nehmen wir den Abstieg über die Via De Luca zur Zinnen-Hütte. Hier ist an schönen Tagen immer sehr viel los, darum kann der Abstieg etwas dauern. Durch lange Tunnels geht es im Bergrücken hinunter. Unweit vom „Frankfurter Würstl“ (ja, so heißt der Felsklotz unweit der Hütte!!) kommt man wieder ans Tageslicht und schon bald genießt man das wohlverdiente Bierchen auf der Terrasse der Zinnen-Hütte. Von hier geht’s auf breiten Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Anmerkung:
Der Paternkofel war während der schrecklichen Zeit des 1. Weltkrieges ein heftig umkämpfter strategisch wichtiger Gipfel. Dies ist auch der Grund für die herrlich angelegten Wege, Tunnels und Steige, die wir nun für unsere alpinen Unternehmungen nutzen können. Dieser Umstand macht diese Tour zu einem Erlebnis der sie sicher begeistern wird.

Gestatten sie mir noch eine Anmerkung bzgl. Ausrüstung. Der Steinschlaghelm ist sicherlich sehr nützlich, auch die Mitnahme einer Stirnlampe oder Taschenlampe für den Abstieg!!

Hüttenbewertung:

Drei-Zinnen-Hütte
Diese Hütte leidet sicher unter den enormen Ansturm von Touristen, die die Mautstraße von Misurina hinauf zu den 3 Zinnen benützen. An Geschichte und an einem grandiosen Panorama fehlt es der Hütte sicher nicht, dennoch schneidet sie in unserer Bewertung nicht so gut ab, da der Gesamteindruck zählt!

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

3 Zinnen-Paternkofel-Umrundung

3Zinnen Paternkofel Umrundung

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Charakter der Tour:
Diese Tour würden wir mit Leicht beurteilen. Es ist sicher eine lohnende Wanderung auf gut markierten Wegen. Was uns aber auch sehr gut gefiel, ist der Umstand das man sehr bald den Trampelpfad Richtung 3 Zinnen Hütte verlässt. Hier waren wir bis zur Büllelejochhütte ganz allein unterwegs. Ist in dieser Gegend eher selten der Fall.

Ausgangspunkt:
Endpunkt der Mautstraße zu den 3 Zinnen bzw. das Rifugio Auronzo

Mühen:
Vom Rifugio Auronzo bis Büllelejochhütte 1 ¾ Stunden / Drei-Zinnen-Hütte 1 Stunde / zurück zum Ausgangspunkt 1 ¾ Stunden
Gesamtgehzeit ca. 4 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Rifugio Auronzo (2320m) – Rifugio Lavaredo (2385m) – Büllelejochhütte (2528m) – Drei-Zinnen-Hütte (2405m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Wanderung beim Parkplatz der Auronzo-Hütte. Den Weg Nr.101,104 benutzen wir bis zur Lavaredo-Hütte, hier verlassen wir die „Autobahn“ zur 3 Zinnen-Hütte und folgen dem Weg 1104 bergabwärts in ein schönes Tal. Wie schon erwähnt sind wir hier ganz alleine unterwegs. Vorbei an kleinen Seen geht es das Tal entlang. An dessen Ende geht es wieder aufwärts zur wunderschönen Büllelejochhütte. Diese erreichen wir nach einer 1 ¾ Stunden .Wir beschließen bei dieser wirklich entzückenden Hütte die tägliche Ladung an Spagetti zu ordern. Das Wetter spielt auch mit, und wir genießen die Sonne, das gute Essen und natürlich den guten vino rosso!! Gut gestärkt geht es weiter.
Auf dem Weg 101 leicht bergab und an den Flanken des Paternkofels entlang zu der Drei-Zinnen-Hütte. Hier herrscht wieder der übliche Rummel. Die vielen Tagesausflügler die mit dem Auto die Mautstraße zu den Zinnen und dann den kurzen Weg von der Auronzohütte auf sich nehmen, machen einen ganz schönen Wirbel. Und auf der Hütte herrscht dann Hochbetrieb. Die Hütte an sich liegt wunderschön gelegen und besitzt sicher einen der schönsten Panoramablicke in den Dolomiten. Hier halten wir uns nur kurz auf und genießen den herrlichen Blick zu den Drei Zinnen!!
Auf dem Weg Nr. 105 geht es nun rund um die 3 Zinnen. Auf diesem Weg hat man immer die aufregenden Nordwände der Zinnen direkt vor Augen. Immer wieder stelle ich mir die Frage, wie man kletternd diese mächtigen Wände bezwingen kann. Da bekommt man schon Ehrfurcht, besonders vor jener Klettergeneration die diese Wände erschlossen haben (Comici, Preuß, Dibona usw.).
Der schöne Weg führt uns wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück. Von hier geht es mit dem Auto oder mit dem Bus zurück ins Tal.

Hüttenbewertung:

Büllejochhütte
Diese Hütte hat uns sehr gut gefallen, da sie wirklich sehr heimelig und klein ist. Wie auf den Foto zu sehen ist, fast schon ein bisschen kitschig! Das Essen war gut und beim Wein gibt’s in Italien selten Probleme.

Wir würden auch hier 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Drei-Zinnen-Hütte
Diese Hütte leidet sicher unter den enormen Ansturm von Touristen, die die Mautstraße von Misurina hinauf zu den 3 Zinnen benützen. An Geschichte und an einem grandiosen Panorama fehlt es der Hütte sicher nicht, dennoch schneidet sie in unserer Bewertung nicht so gut ab, da der Gesamteindruck zählt!

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen: Michaela und Hansi 2006

Rotwand-Klettersteig /Croda Rossa

Rotwand Klettersteig

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Charakter der Tour:
Diesen Klettersteig würden wir mit Leicht beurteilen. Man sollte aber die Länge der Tour nicht unterschätzen. Es sind doch beachtliche 1022 Höhenmeter zu bewältigen. Der Gebrauch eines Helmes ist anzuraten (Steinschlaggefahr).

Ausgangspunkt:
Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (Sexten bzw. Bad Moos).

Mühen:
Aufstieg von der Bergstation bis zur Rotwandspitze 3 Stunden / Abstieg zurück zur Bergstation 2 Stunden. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten für den weiteren Abstieg ins Tal. Die bequemste Art ist sicher die Seilbahn, aber man kann auch zur Talschlusshütte absteigen und dann geht’s gemütlich talauswärts zur Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn.
Gesamtgehzeit ca. 5 Stunden (ohne Abstieg ins Tal)

Stationen der Tour:
Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (1914m) –Rotwandköpfe (2056m) – Rotwandspitze (2936m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Tour bei der Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn. Von hier geht es zuerst kurz bergab, dann auf breiten Wiesenweg bergan zu einer Weggabelung. Dann halten wir uns auf Weg Nr. 100 Richtung Rotwandköpfe. An der Westseite des felsigen Kammes ansteigend zu einer Verzweigung. Dann geht es ein paar Kehren zwischen Latschen hinauf auf den Grat. Von dort hat man schöne Tiefblicke ins Fischleinstal und auf die Dreischusterspitze. Man erreicht dann einen schattigen Winkel. Hier wird ein steiler Felsaufschwung mit Hilfe von Leitern überwunden. Das Kar das man erreicht liegt unter dem Wurzbachgipfel (2675m).Hier mündet auch der 2. Anstieg der von Burgstall heraufführt. Diesen Steig wählen wir auch für den Rückweg. Durch schrofiges Gelände geht es weiter. Man erreicht dann die Anderterscharte (2696m), und sieht überall Kriegsrelikte aus dem 1. Weltkrieg. Von hier ist es nicht mehr weit zur gestuften Gipfelwand. Diese ist mit Drahtseilen versichert. Der Hauptgipfel der Rotwand –der Vinatzerturm 2965m – bleibt rechts liegen und wir besteigen den Endpunkt des Klettersteiges 2936m, auf dem sich ein großes Gipfelkreuz befindet. Beim Abstieg folgen wir dem Anstiegsweg bis zur Verzweigung unter dem Wurzbach. Hier steigen wir rechts (Hinweisschild) durch eine gesicherte Steilrinne hinunter Richtung Burgstall. Wir erreichen einen schönen Wanderweg, und dann geht’s zurück zur Liftstation bzw. Rotwandwiesenhütte. Hier lassen wir uns das wohlverdiente Bier schmecken und eine deftige Südtiroler Brettljause schmeckt nach den Anstrengungen des Tages auch ganz gut. Wir wählen zum Abstieg den Wanderweg zur Talstation der Gondelbahn.

Anmerkung:
Das komplette Klettersteigset ist nicht notwendig. Wir empfehlen aber die Mitnahme des Steinschlaghelmes. Wir hatten das ganze Zeug mit, aber eher zu Trainingszwecken, damit etwas Gewicht in den Rucksack kam.

Wir denken, dass die Rotwand eine gute Eingehtour ist wenn man am nächsten Tag den Alpinisteig in Angriff nehmen will.

Hüttenbewertung:

Rotwandwiesenhütte
Diese Hütte ist natürlich für den großen Ansturm von Ausflüglern die mit der Bahn die Bergwelt erobern ausgelegt. Trotzdem hat es uns ganz gefallen dort. Das Essen war in Ordnung und die Aussicht von der Terrasse auf die Rotwandwiesen entschädigt für die Mühen des Tages.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Jausenstation bei der Talstation
Leider weiß ich den Namen nicht mehr, aber wer zu Fuß ins Tal geht und bei der Talstation der Rotwandbahn noch etwas durstig ist, dem empfehlen wir das schmucke Blockhaus beim Parkplatz. Mit sehr viel liebe zum Detail wurde diese Hütte errichtet und auf der sonnigen Terrasse kann man den Tag bei einem guten Bierchen und vino rosso schön ausklingen lassen

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.57,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen: Lissi und Harald 15.08.2004, Hansi und Michaela 2007

Cadinigruppe / Sentiero Bonacossa

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Charakter der Tour:
Diese Tour würden wir mit Mittelschwer beurteilen.
Es ist eine interessante abwechslungsreiche Wanderung durch die Cadinigruppe mit einigen versicherten Kletterpassagen. Ein Klettersteigset finden wir etwas übertrieben, aber ein Helm ist sicher anzuraten. Da es einige Stellen gibt wo Steinschlaggefahr herrscht. Ein weiterer Punkt der uns sehr gefallen hat ist sicher der Umstand, dass diese Tour ab den Rifugio Fonda Savio nicht sehr überlaufen war. Außerdem steht die Cadinigruppe im Schatten der berühmten 3 Zinnen, obwohl wir meinen, dass dies nicht gerechtfertigt ist. Die Cadinigruppe ist geprägt durch ihre bizarre Erscheinung.

Ausgangspunkt:
Rifugio Col de Varda , Bergstation der von Misurina ausgehenden Sesselbahn.

Mühen:
„Sentiero Bonacossa“ : 5 ½

Stationen der Tour:
Lago di Misurina (1756m)-Rifugio Col de Varda (2128m)-Rifugio Fonda Savio (2359m)-Rifugio Auronzo (2320m)

Beschreibung der Tour :
Wir haben unser Wohnmobil beim Abstellplatz am Misurina See stationiert. Von dort führt unser Weg den See entlang zur Talstation der Sesselbahn die zum Rifugio Col de Varda führt. Man muss ja nicht alles zu Fuß bewältigen und außerdem wollten wir den heimischen Tourismusbetrieben auch unseren Obolus entrichten. Kurzum: wir nehmen den Sessellift und erreichen nach kurzer Zeit das Rifugio. Von dort startet der Sentiero Bonacossa (Weg Nr.117). Leider hatten an diesem Tag sehr viele Leute dieselbe Idee wie wir. Somit kam es bei den ersten versicherten Stellen zu Wartezeiten. Da wir ohne Klettersteigset unterwegs waren konnten wir einige Wanderer überholen, und Gott sei Dank sind die meisten nach einiger Zeit beim Cma. Cadin di N.O. in einen anderen Weg abgebogen. Somit waren wir ziemlich alleine unterwegs. Es geht sehr abwechslungsreich dahin. Sehr viel bergauf und bergab. Und nach ca. 2 Stunden erreichen wir das Rif. Fonda Savio. Hier gibt’s natürlich wieder die gewohnte Ladung Spagetti und ein Gläschen Rotwein. Wir genießen die nette Atmosphäre auf der sonnigen Terrasse.
Danach geht`s steil bergab in den Karboden der Valle delle Campedelle. Diesen wandern wir hinaus bis in die Forcia di Rimbianco (2176m). Von hier könnte man auf dem Weg Nr.115 zum Misurina See absteigen. Wir folgen aber den Wegweisern zur ferrata Bonacossa und Auronzo-Hütte. Man sieht von weiten schon ein sehr ausgesetztes Horizontalband. Dieses Band mündet in eine überdachte Verschneidung. Diese wird mittels Leitern und Seilen überwunden. Im leichten Auf und Ab geht’s an ehemaligen Stellungen des ersten Weltkrieges weiter. Am Schluss erreichen wir das Rifugio Auronzo.
Von dort fährt man mit dem Bus zurück nach Misurina. In der Ferienzeit ist dies kein Problem. Da fahren die Busse in kurzen Abständen im Linienverkehr. Außerhalb dieser Zeit ist es etwas schwieriger. Da fährt am späten Nachmittag nur einmal der Bus talwärts. Aber es ist nicht schwer per Anhalter ins Tal zu gelangen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei dem netten Ehepaar aus Ostdeutschland bedanken, die uns ins Tal mitgenommen haben.

Hüttenbewertung:

Rifugio Fonda Savio:
Die Hütte liegt wunderschön am Passo dei Tocci und besitzt eine tolle Terrasse. Die Spagetti waren sehr gut und die Bedienung sehr zuvorkommend und freundlich. Irgendwie hat alles gut gepasst beim Besuch dieser netten Hütte.
Wäre auch sicher mal interessant einen Hüttenabend dort zu verbringen

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo:
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55 (M.1:50 000) Nr.617 (M. 1:25 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen von: Michaela und Hansi 09. September 2006