Einserkofel Umrundung

Zum Fotoalbum

Charakter der Tour:
Diese Tour würde wir mit Mittelschwer beurteilen. Sicher ein Klassiker in diesem Gebiet!. Man kommt bei allen Highlights der Gegend vorbei! Fischleinstal – Zwölfer- Paternkofel-Drei Zinnen!
Und was nicht zu vergessen ist: Obwohl die Tour doch insgesamt 7 Stunden dauert, taucht doch immer zum richtigen Zeitpunkt eine gemütliche Hütte am Horizont auf!!

Ausgangspunkt:

Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn , oder bei den Parkplätzen der Fischleinboden-Hütte in Sexten bzw. Bad Moos.

Mühen:
Aufstieg bis zur Zsigismondy-Comici Hütte 2 ½ Stunden / Büllelejochhütte 1 Stunde / Drei-Zinnen-Hütte 1 Stunde / Abstieg durchs Altensteiner Tal zur Talschlußhütte 2 Stunden / zurück zum Ausgangspunkt bei der Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn 1 Stunde

Gesamtgehzeit ca. 7 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Fischleinboden-Hütte(1450m) –Talschlußhütte (1540m)- Zsigismondy-Comici Hütte (2224m)- Büllelejochhütte (2528m) – Drei-Zinnen-Hütte (2405m)– Talschlußhütte – Fischleinboden- Hütte

Beschreibung der Tour :

Wir beginnen die Wanderung bei der Talstation der Rotwandwiesen Gondelbahn. Von hier geht’s auf einem gemütlichen Weg bis zur Fischleinboden Hütte und weiter bis zur Talschlußhütte. Nach einer kurzen Labung geht’s von nun an bergauf zur Zsigmondy-Comici Hütte. Hier sollte man nicht einfach vorbeihetzten, sondern die Gastfreundschaft der Hütte genießen. Diesmal verzichten wir auf die Ladung Spagetti und begnügen uns mit einem guten Bierchen. Der Ausblick von der Hütte ist grandios. Der Zwölfer ist in voller Pracht zu bewundern. Man bzw. ich trenne mich ja immer schwer von einer Hütte, aber dieses mal wissen wir, dass noch 2 Hütten unseren Weg säumen. Das macht den Abschied etwas leichter für uns. Von hier machen wir uns auf dem Weg Nr.101 Richtung Büllelejochhütte. Diese erreichen wir nach einer Stunde .Wir beschließen bei dieser wirklich entzückenden Hütte die tägliche Ladung an Spagetti zu ordern. Das Wetter spielt auch mit, und wir genießen die Sonne, das gute Essen und natürlich den guten vino rosso!!
Wieder einmal müssen wir Abschied nehmen und wir ziehen weiter auf dem Weg 102 leicht bergab und an den Flanken des Paternkofels entlang zu der Drei-Zinnen-Hütte. Hier herrscht der übliche Rummel. Die vielen Tagesausflügler die mit dem Auto die Mautstraße zu den Zinnen und dann den kurzen Weg von der Auronzohütte auf sich nehmen, machen einen ganz schönen Wirbel. Und auf der Hütte herrscht dann Hochbetrieb. Die Hütte an sich liegt wunderschön gelegen und besitzt sicher einen der schönsten Panoramablicke in den Dolomiten. Hier halten wir uns nur kurz auf und genießen den herrlichen Blick zu den Drei Zinnen!
Der Abstieg durch das Altensteiner Tal (Weg Nr. 102) ist nicht allzu schwierig und der Weg ist gut angelegt. Man sieht auf die mächtigen Abstürze des Einserkofel, wo im Herbst dieses Jahres (2007) ein riesiger Felssturz das ganze Fischleinstal mit einer Staubwolke überzogen hat.
Angekommen bei der Talschlußhütte genehmigen wir uns, wie könnte es auch anders sein, ein gutes Bierchen vom Fass! Dann geht’s wieder gemütlich dem Ausgangspunkt unserer Tour entgegen.

Hüttenbewertung:

Talschlusshütte:

Diese Hütte wurde vor nicht allzu langer Zeit neu gebaut. Ist eigentlich mehr oder weniger ein Ausflugsgasthof mit einer tollen Kulisse

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Zsigismondy-Comici Hütte
Die Hütte liegt wunderschön. Schöne Blicke zum Zwölfer und den Alpinisteig sowie auf den Elferkogel. Die Bedienung ist wie immer sehr zuvorkommend und freundlich. Außerdem hat die Hütte auch schon sehr viele berühmte Kletterer der frühren Zeit als Gäste begrüßen dürfen. Dies verleiht ihr ein besonderes Charisma.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Büllelejochhütte
Diese Hütte hat uns sehr gut gefallen, da sie wirklich sehr heimelig und klein ist. Wie auf den Foto zu sehen ist, fast schon ein bisschen kitschig! Das Essen war gut und beim Wein gibt’s in Italien selten Probleme.

Wir würden auch hier 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Drei-Zinnen-Hütte:
Diese Hütte leidet sicher unter den enormen Ansturm von Touristen, die die Mautstraße von Misurina hinauf zu den 3 Zinnen benützen. An Geschichte und an einem grandiosen Panorama fehlt es der Hütte sicher nicht, dennoch schneidet sie in unserer Bewertung nicht so gut ab, da der Gesamteindruck zählt!

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.57,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen von : Michaela und Hansi am 4. September 2006

Alpinisteig

Alpinisteig

Zum Fotoalbum

Charakter der Tour:
Der Alpinisteig ist sicher eine anspruchsvolle Tour, was die Länge betrifft. Als Klettersteig, wie in vielen Büchern ausgewiesen, würde ich diesen Weg nicht einstufen. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind aber unerlässlich!! Der Gebrauch eines Helmes ist anzuraten (Steinschlaggefahr).

Ausgangspunkt:
Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn , oder bei den Parkplätzen der Fischleinboden-Hütte in Sexten bzw. Bad Moos.

Mühen:
Aufstieg bis zur Zsigismondy-Comici Hütte und zum Einstieg des Alpinisteiges 2 ½ Stunden / Alpinisteig 2 Stunden / Abstieg über Elferscharte zur Fischleinboden Hütte 2 ½ Stunden.
Gesamtgehzeit ca. 6 ½ Stunden

Stationen der Tour:
Fischleinboden-Hütte (1450m) –Talschlußhütte- (1540m) Zsigismondy-Comici Hütte (2224m) – Alpinisteig – Elferscharte (2650m)- Fischleinboden- Hütte


Beschreibung der Tour :

Wir beginnen die Wanderung bei der Talstation der Rotwandwiesen Gondelbahn. Von hier geht’s auf einem gemütlichen Weg bis zur Fischleinboden Hütte und weiter bis zur Talschlußhütte. Genau die Richtige Einstimmung auf eine lange Tour. Nach einer kurzen Labung geht’s von nun an bergauf zur Zsigmondy-Comici Hütte. Hier sollte man nicht einfach vorbeihetzten , sondern die Gastfreundschaft der Hütte genießen . Eine Ladung Spagetti und ein gutes Gläschen ( oder zwei) Rotwein sind doch Ehrensache. Der Ausblick von der Hütte auf den Zwölfer und den Verlauf des Alpinisteiges sind es Wert sich ein bisschen Zeit und Muße zu genehmigen. Man bzw. ich trenne mich ja immer schwer von einer Hütte , aber es muss doch sein . Von der Hütte ist es nicht mehr weit bis zum Eissee und zum Einstieg des Steiges. Hier setzen wir unsere Helme auf . Auf das Klettersteigset verzichten wir .

Eines vorweg: Wer sich vom Alpinisteig eine via ferrata im klassischen Sinn erwartet wird etwas enttäuscht sein. Dies wird aber durch die landschaftliche Schönheit und die Linienführung entschädigt. Für uns ist auch der geschichtliche Hintergrund zum Entstehen des Steiges sehr beeindruckend. Dieser Steig war im ersten Weltkrieg der Nachschubweg für die kämpfende Truppe der Italiener (Alpini) . Ein kühnes Unternehmen in Betracht auf die technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit.

Bald nach dem Einstieg gelangen wir auf dem Salvezza-Band in das innere Loch. Dieses Fotomotiv haben sie sicher schon auf Kalender und Werbematerial für die Dolomiten gesehen. Von hier geht’s weiter zum äußeren Loch und zur Elferscharte. Bei der Elferscharte sind noch sehr gut Kavernen (ehemalige Mannschaftsunterkünfte) und Befestigungsanlagen der damaligen schlimmen Zeit zu erkennen.
In den Kavernen haben wir aber auch anderes entdeckt! Ein Indiz dafür, dass nicht nur Supersportler in den Bergen unterwegs sind !

Wir entscheiden uns für den Abstieg über die Elferscharte . Bei diesem Abstieg ist Vorsicht angebracht ! Es ist ein sehr steiles Geröllfeld zu bewältigen. Große Steinschlaggefahr!! Danach beginnt der Abstieg auf Weg Nr. 124 zur Fischleinboden-Hütte. Dieser Abstieg ist ziemlich lang und man verliert nur sehr langsam an Höhe.
Ich wäre ja nicht König der Hütten , wenn ich nicht auch noch einen Einkehrschwung in der Fischleinboden-Hütte machen würde. Das Bierchen schmeckt nach der langen Tour doppelt so gut ! Man muss auch noch anmerken , dass die Südtiroler Biermarke FORST ganz gut schmeckt . Obwohl ein Freistädter Ratsherrntrunk ist es nicht !!!
Von der Hütte wandern wir gemütlich immer leicht bergab zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Hüttenbewertung:

Talschlusshütte:
Diese Hütte wurde vor nicht allzu langer Zeit neu gebaut. Ist eigentlich mehr oder weniger ein Ausflugsgasthof mit einer tollen Kulisse

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Zsigismondy-Comici Hütte
Die Hütte liegt wunderschön. Schöne Blicke zum Zwölfer und den Alpinisteig sowie auf den Elferkogel. Die Spagetti schmecken sehr gut und der Wein ist sehr bekömmlich . Außerdem hat die Hütte auch schon sehr viele berühmte Kletterer der frühren Zeit als Gäste begrüßen dürfen. Dies verleiht ihr ein besonderes Charisma.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Fischleinboden-Hütte
Diese Hütte ist eher ein Kiosk und keine Hütte . Ein größerer Souvenirstand würde ich sagen. Obwohl, es ist Abschluss der Tour und da schmeckt das Bier fast überall gut !!

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen
bewertung4.jpg

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.57,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen von: Harald und Hansi 2000 / Harald und Lissi 2003 / Hansi und Michaela 2007

Cima SAT 1246m / Via dell Amicizia

Zum Fotoalbum

Charakter der Tour: Diesen Klettersteig (via ferrata) würden wir mit Mittelschwer beurteilen.
Es ist sicher kein Klettersteig mit enormen Schwierigkeiten, wie sie in letzter Zeit immer mehr in Mode kommen. Er ist dennoch, gerade für Beginner und für Leute die mal „Klettersteigfeeling“ schnuppern wollen, ein tolles Erlebnis. Außerdem hat man am Gipfel einen herrlichen Blick auf den Lago del Garda und seine Berge.

Talort und Ausgangspunkt: Riva del Garda / An der Hauptstraße Richtung Brescia, hinter der Altstadt. Guter Orientierungspunkt ist der weiße Befestigungsturm (Bastione). Hier geht’s hinauf. Übersichtstafel der Wege ist auch dort vorhanden.

Mühen: Riva-Capanna Barbara 1 ½ Stunden / Via dell Amicizia-Cima SAT 2 ½ Stunden/ Abstieg nach Riva 2 Stunden
Gesamtgehzeit : 6

Stationen der Tour: Riva de Garda (78m)- Capanna Barbara (560m) – Cima SAT (1246m)

Beschreibung der Tour :
Wir beginnen die Tour mitten in der Altstadt von Riva del Garda. Wir genießen noch ein gutes Gelatti am Hafen und schauen dem Treiben zu. Gestärkt gehen wir zum wirklichen Ausgangspunkt der Tour. Dieser liegt direkt an der Hauptstraße Richtung Brescia bzw. Limone. Von hier geht’s bergauf zur Bastione Weg Nr.404. Dieser wird gerade in Stand gesetzt. Nach einem kurzen Blick von der Aussichtsterrasse, geht’s weiter Richtung Capanna Barbara. Diese Hütte ist kurz unterhalb von der Kapelle die der hl. Barbara geweiht ist. Diese ist von Riva aus sehr gut sichtbar und in der Nacht beleuchtet. Die Hütte ist nicht durchgehend bewirtschaftet.

Zwischenruf! Harald und ich hatten vor Jahren einmal das Glück, bei wirklich schlechtem Wetter die Hütte bewirtschaftet vorzufinden. Wir genossen die wirklich herzliche Gastfreundschaft der Italiener und das gute Essen. Es bleibt anzumerken, dass der Wein auch sehr gut gemundet hat und die Preise sehr moderat waren. Übrigens: Das war vor der Einführung des EURO!!
Kurz nach der Hütte beginnt der Klettersteig. Wir legen unser Klettersteigset und Helm an. Den Reiz des Steiges machen hauptsächlich die extrem langen Leitern aus. Bei uns herrschte leider sehr großer Andrang, und somit kam es zu langen Wartezeiten bei den Leitern. Na ja, kann passieren.
Im oberen Teil sind einige nette Passagen welche mit Seilen gesichert sind. Vom Gipfel des Cima SAT hat man einen tollen Blick auf den See und die umliegenden Berge. Sicher auch interessant für Leute die sonst nur mit dem Mountainbike in diesem Gebiet unterwegs sind. Zurück nach Riva geht’s auch einem gut angelegten Wanderweg Nr.418 und 404.
Am Hafen von Riva, unserem Ausgangspunkt, genehmigen wir uns ein oder zwei gute Gläschen Rotwein.

Hüttenbewertung:

Capanna Barbara:
Leider ist diese Hütte nicht immer bewirtschaftet. Einmal hatten wir das Glück, und sie war geöffnet. Also ich muss sagen, als einzige Nichtitaliener wurden wir toll aufgenommen und bewirtet! Ich habe diese Hütte in sehr guter Erinnerung.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Riva del Garda:
Nach dieser Tour ist der Kontrast, der sich darstellt wenn man am Hafen von der Altstadt von Riva sitzt sehr reizvoll. Der Wein schmeckt gut, und wenn man, so wie wir, ein zweites Flascherl bestellt, bekommt man auch noch kleine Knabbereien serviert. Irgendwie ein guter Abschluss für einen schönen Tag.

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung4.jpg

Quelle: freytag & berndt : Gardasee WK S20 (M.1:50 000) , Hüslers Klettersteig Atlas Alpen

Begangen von: Harald und Hansi 2000 / Michaela und Hansi 05.09.2007

Hexenstein / Südkante

Zum Fotoalbum

Hexenstein (Sasso di Stria) 2477m, Südkante 4+ / 160m

Allgemeines: Der Hexenstein thront in großartiger unverkennbarer Kulisse unmittelbar über dem Falzaregopass. Gegen Süden bietet er schöne Abstürze und eine sanfte Abdachung gegen Norden. Die Südkante des Sasso di Stria ist wegen der leichten Erreichbarkeit von der großen Dolomitenstraße bzw. dem Falzaregopass eine äußerst beliebte Kletterfahrt.

Talort und Ausgangspunkt: Cortina d´Ampezzo, Falzaregopass

Mühen: 1:30h reine Kletterzeit (je nach Andrang), 6 SL auf 160 Klettermeter, gesamt ca. 3-3:30h

Absicherung: gut gebohrte Standhaken und einige Zwischenhaken – für Dolomitenverhältnisse absolut perfekt!

Zustieg: Vom Pass den Weg auf der linken Straßenseite in Richtung Valparolepaß verfolgen und noch vor dem Klettergarten links, am Fuß der Südostwand des Hexensteins aufwärts. Diesem folgend und zum Schluss auf Steigspuren bis zum Fuß der Südkante.

Routenbeschreibung: Ungefähr immer entlang der Kante empor. Nach einem Gratabsatz kommt man auf ein Band, das nach links in die Südwestwand leitet. Hier aber rechtshaltend durch einen Durchschlupf zu einem Band in der Südostwand. Anschließend geht es ca. 15m einen Riss senkrecht aufwärts, ehe man über leichtes Gelände in Kürze den Gipfel erreicht.

Abstieg: Problemlos auf markiertem Steig (alte Kriegstellungen) abwärts zur Passstraße und zurück zum Parkplatz.

Quelle: Dolomiten – Kletterführer Band II a (Rother)

Begehung: Lissi und Harald

Sas Rigais 3025m

Zum Fotoalbum

Allgemeines: Sas Rigais und Furchetta sind die beiden höchsten Gipfel der Geislerspitzen. Mit seiner massigen Gestalt beherrscht der Sas Rigais die großartige Kulisse aus Graten und Zacken. Zur Besteigung des Berges gibt es zwei Klettersteige, welche eine ideale Gipfelrundtour ermöglichen.

Talort und Ausgangspunkt: St. Christina in Gröden 1426m, Parkplatz bei der Col Raiser-Gondellift-Talstation

Mühen: 1000 hm, ca. 4h Gehzeit

Ausrüstung: ev. Steinschlaghelm für Abstieg über die Ostflanke

Routenbeschreibung: Mit dem Gondellift zur Bergstation auf den Col Raiser (2107m) und der Bezeichnung „Sas Rigais“, parallel den Südwänden der Fermedatürme folgend nach NO zur Abzweigung Mittagsscharte. In der von der Mittagsscharte herabziehenden Schlucht geht es in Serpentinen aufwärts bis zu einer rechts abzweigenden Felsrinne mit Pfeil und Aufschrift „Sas Rig.“. Über kleine Felsstufen mit Drahtseilen und Holzstegen geht es aufwärts über den teilweise begrünten Mittelteil der Route. Zuletzt noch einmal etwas steiler und über den felsigen Südostgrat zum Gipfelkreuz mit herrlichem Panoramablick auf Sella-, Langkofel, Großglockner e.g.
Über die etwas anspruchsvollere, bei uns leicht vereiste Ostflanke geht über gut gesicherte Bänder, Wandstellen und Rinnen hinunter in die Scharte zwischen Sas Rigais und Furchetta. Weiters knieschonend über Schotter durchs Wasserrinnental abfahren und auf Weg 13 zur Regensburger-Hütte. Nach kurzem Gegenanstieg erreicht man wieder die Bergstation Col Raiser.

Quelle: Dolomiten (Kompass)

Begehung am: Harald 21.09.2007

Große Zinne 2999m / Dibonakante

Dibonakante

Zum Fotoalbum

Dibonakante: 4+ / 500 hm

Allgemeines: Die Dibonakante (NO-Kante) auf die Große Zinne gehört sicherlich zu den großen Klassikern in den Dolomiten. Durchgehend sehr schöne, z.T. luftige Kletterei mit außerordentlich eleganter Linienführung.

Talort und Ausgangspunkt: Misurina, Auronzo-Hütte (mautpflichtige Straße)

Mühen: 4h reine Kletterzeit, ca. 18 SL auf 650 Klettermeter, gesamt ca. 7-8h

Absicherung: manchmal Normalhaken – auch 1 Bohrhaken wurde von uns gesichtet!

Zustieg: Vom Parkplatz an der Auronzo-Hütte, 2330m, auf hervorragendem Weg zum Paternsattel und von dort auf ausgetretenem Pfad unter der Nordwand der Kleinen Zinne vorbei direkt zum Fuß der Kante, ca. 1 Std.

Routenbeschreibung: Über eine etwa 100m hohe Wandstufe mit einigen überhängenden Stellen geht’s zum ersten Felskopf. Weiter etwa 150m sehr steil auf ein breites Schuttband. Nun verfolgt man die gratartige Kante (schöne Tiefblicke in die NW!!!) bis zu einer überhängenden Wand, umgeht diese durch einen Quergang nach links und einen schief rechts aufwärts ziehenden Kamin und gelangt bald über leichtere Felsrippen zum oberen Ringband. Wir verfolgten dieses weiter und erreichten schließlich über den letzten Teil des Normalweges das Gipfelkreuz.

Abstieg: Über den Normalweg ging es bei heftigem Gewitter mit Hagelschauern zur bereits heiß ersehnten Auronzo-Hütte auf ein paar Litro Vino Rosso!

Hüttenbewertung:

Rifugio Auronzo:
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte nur schwer vorbei

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung1.jpg

Quelle: Dolomiten – Kletterführer Band II a (Rother)

Begehung: Opa Karl Leitgeb im Juli 1968, Valentin, Harald und Hans am 15.06.2006

Anmerkung:
Da wir nach diesem strengen Winter noch nicht zu Alpinen Höchstleistungen auflaufen konnten, entschieden wir uns nach langen Diskussionen einen Bergführer für diese Unternehmung anzuheuern. Nach kurzer, aber intensiver Suche im Internet, war uns Fortuna hold. Sie schickte uns Valentin Zelger. Ein absoluter Profi am Berg und auch ein lustiger Kerl, wenn es darum geht einen Gipfelsieg zu feiern. Wir haben diese Tour in wirklich sehr guter Erinnerung. Daran hat sicher Valentin einen großen Teil beigetragen. Wir hoffen auf weitere Touren mit ihm. Für alle Interessierten: zelgervale@hotmail.com