Nordwaldkammweg MTB Tour

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Charakter der Tour:
Der gut 148 km lange Nordwaldkammweg vom Dreisesselberg bis zum Nebelstein ist bestens dazu geeignet, unser schönes Mühlviertel näher kennen zu lernen. Durchwegs gut markiert, verläuft er immer nahe der Grenze zur Tschechischen Republik, wo er bis zur Schließung der Grenze auch ursprünglich zum Teil verlief. Der heutige Wegverlauf wurde 1960 eröffnet. Dank EU-Förderungen und Euregio konnte auch der original Weg abschnittsweise in seiner ursprünglichen Form revitalisiert werden. Der Nordwaldkammweg ist nicht schwierig, aber auf Grund der Länge und der vielen Höhenmeter auch nicht zu unterschätzen. Für die mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas umständliche Anreise zum Dreisesselberg sind gute Freunde sehr empfehlenswert.

Stationen der Tour:
1. Tag: Dreisesselberg 1312 m – Plöckenstein 1379m – Hochficht 1260 m – Schöneben 937 m – Schwarzenbergischer Schwemmkanal – St. Oswald bei Haslach – Haslach – Helfenberger Hütte – Guglwald – Sternstein – Bad Leonfelden
2. Tag: Bad Leonfelden – Schenkenfelden – Waldburg – St. Peter – Freistadt – Braunberg 912 m – Obermarreith – Sandl – Karlsstift – Nebelstein 1017 m

Mühen:
reine Fahrzeit ca. 18h, ca. 4000hm (ohne Gewähr) und ca. 154km (lt. Tacho)

Beschreibung der Tour:
1. Tag:
Frei nach dem Motto: „Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ beginnen wir den Nordwaldkammweg vom Dreisesselberg in Richtung „Steinernes Meer“. Auch bei unserem Umweg über den höchsten Berg vom Mühlviertel, den Plöckenstein 1378 m, gibt es nicht viele Fahrmöglichkeiten.
Hat man erstmals die Forststraße erreicht, so fährt (!) man entspannt bis zum Schigebiet des Hochfichts, wo wir uns im Gasthaus „zum Überleben“ eine kleine Pause gönnen. Weiter geht es über den Hochficht nach Schöneben, wo wir uns für die Variante über den Schwarzenbergischen Schwemmkanal entscheiden. Gemütlich geht es nahezu eben bis nach Tschechien wo wir nach wenigen Fahrminuten auch gleich wieder die Abzweigung Richtung Österreich, nach St. Oswald nehmen. Über das Gasthaus Furtmühle – übrigens sehr gut zu Speisen – geht es weiter nach Haslach, jedoch nicht ohne vorher noch ein paar Höhenmeter zu sammeln. Von Haslach, mit 530m der tiefste Punkt des NWKW, geht es über das Dorf Innenschlag weiter bis zur tschechischen Grenze und zur Helfenberger Hütte 842m. Durch den Hinterwald, vorbei an der Löfflersäge, erreichen wir in Kürze Guglwald. Der Weg führt jetzt direkt beim Mahnmal “Eiserner Vorhang“ vorbei und nach knappen 400hm erreichen wir auch „schon“ den Sternstein. Tüchtige können in wenigen Gehminuten der 1125m hohen Sternsteinwarte einen Besuch abstatten. Wir rollen lieber gemütlich nach Bad Leonfelden und freuen uns auf unser Bett.
2. Tag:
Die ersten Kilometer von Bad Leonfelden nach Schenkenfelden benötigen wir um unsere Sitzknochen wieder an den Sattel zu gewöhnen. Weiter geht es über den Kalvarienberg und Hirtstein 844 m nach Guttenbrunn, wo ein kleiner Einkehrschwung ins Wirtshaus Pammer sehr empfehlenswert ist. Im gewohnten bergauf-bergab geht es weiter nach Waldburg und in Kürze kreuzen wir die Trasse der Pferdeeisenbahn. Eigentlich könnten wir jetzt gemütlich auf dieser nach Freistadt rollen, aber der NWKW „gönnt“ uns noch einige zusätzliche Höhenmeter über St. Peter. In Freistadt angekommen haben wir die Qual der Wahl bei unserer Suche nach dem geeigneten Lokal zum Durst löschen. Gestärkt starten wir den Weiterweg von Freistadt in Richtung Braunberg und fahren die ersten Kilometer gemeinsam auf dem Burgen und Schlösserweg. Der weitere Anstiegsverlauf auf den Braunberg über den NWKW ist wieder eine reine „Schieberei“, sodass auch eine kleine Änderung des Weges über die Straße und Forststraße zu überlegen ist. Endlich auf der Braunberghütte angekommen erholen wir uns beim Mittagessen. Das nächste Etappenziel Sandl über Stiftungsberg, Holzmühle, Unter-,Obermarreith ist erstaunlicher Weise sehr schnell erreicht. Von Sandl geht es über die Rosenhofteiche und im Anschluss nahe tschechischer Grenze weiter nach Karlstift 936 m. Die folgende Abfahrt ins Joachimstal 700 m nützen wir zur Erholung für den letzten Anstieg auf den Nebelstein 1017 m. Ab Althütten wählen wir die Variante über die Straße. Die letzten Meter zur Nebelstein Hütte haben es noch einmal in sich, doch das rettende Bier schon riechend, schaffen wir auch diesen Anstieg spielerisch.

Anmerkung:
Der Nordwaldkammweg vom Dreisesselberg bis zum Nebelstein ist eine absolut lohnende, lange MTB Tour, die es locker mit diversen Alpentouren aufnehmen kann! Und wer keine Scheu vorm Schieben hat, besonders anfangs durchs Steinerne Meer, der wird durch die Mühlviertler Landschaft reichlich belohnt.
Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten gibt es auf der gesamten Strecke reichlich.

Kartenmaterial:
Der Alpenverein Freistadt hat sich sehr ausführlich mit Nordwaldkammweg beschäftigt und alle notwendigen Infos auf seiner Homepage vermerkt.
Auch das eigens, in Zusammenarbeit mit dem Klub českých turistů (Klub Tschechischer Touristen) und Euregio angefertigte Kartenmaterial ist – aus eigener Erfahrung – vollkommen ausreichend.
Hier die Links zu den drei Karten.
Teil 1
Teil 2
Teil 3

Befahren von: Lissi und Harald am 23. und 24.05.2009

Hüttenbewertung:

Um alle Lockalitäten der gesamten Tour aufzuzählen würde Stunden, wenn nicht sogar Tage in Anspruch nehmen.

Hervorzuheben sind hier die am Weg gelegenen Schutzhütten.

Nebelsteinhütte, Braunberghütte und Helfenberger Hütte würden wir jeweils 3 von 5 Ratsherrn verleihen.
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