Hochtor 2369m / Rossschweif

Rossschweif

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Naturfreundetour

Rossschweif: 3 / 600m

Zur Tour:
Wie es bei ausgeschriebenen Naturfreunde-Touren sein sollte, haben wir dieses Mal sogar rechtzeitig die vielbesuchte und äußerst gastfreundliche Hesshütte reserviert. „Wir können stolz auf uns sein“, behauptet mit Recht unser Präsi! Jetzt hing alles nur noch vom Wetter ab. Die ursprünglich katastrophale Wetterprognose wurde stetig besser und wir beschlossen die ausgeschriebene Tour zu wagen.
Im strömenden Regen ging es von unserem Ausgangs- und Endpunkt, dem Kölblwirt in Johnsbach, über den Normalweg in ca. 2 Stunden zur Hesshütte. Den eigentlich geplanten Aufstieg über den Peternpfad hatten wir, unserm Gefühl folgend, wohlweislich storniert. Nach einer ersten Stärkung auf der Hesshütte konnten wir uns nochmals überwinden die Schutzhütte zu verlassen und gingen wieder raus in den fast sturmartigen, böigen Wind auf das Hochzinödl 2191m und den Panoramaweg, bei guter Sicht wahrscheinlich sehr zu empfehlen. Wieder froh in der Hütte zu sein, ließen wir es uns an nichts fehlen – ja, der Hüttenabend war diesmal etwas länger als geplant, denn das selbstbetraute Bier ist sehr mundig und vor allen sehr stark.

Am nächsten Morgen hatte die Prognose recht, zwar noch etwas kalt, aber die Sonne kam zum Vorschein. Der Blick durch die noch rumziehenden Nebelschwaden ließ erkennen, dass im oberen Bereich des Rossschweifs auf den Bändern noch Schnee liegt. Der Hüttenwirt hatte uns auch vorsorglicher Weise davon in Kenntnis gesetzt, dass der obere Bereich noch vereist war. Nach etwas hin und her hatten wir eine salomonische Entscheidung gefällt. Wir splitteten uns auf und je 3 von uns gingen den Rossschweif am Seil – auch sicherungstechnisch besser zu lösen – und 3 machten das Hochtor über den klassischen Josefinensteig. Die Lösung hat schließlich perfekt gepasst – alle am Gipfel, alpines Flair inklusive ausgesetzte Schneebänder, vereister Fels und langer Abstieg durch das Schneeloch inkludiert. Zufrieden mit uns und der Welt gönnten wir uns noch ein Abschiedsgetränk beim Kölbl. Das Xeis hat uns wieder mal gezeigt, dass man als Genussbergsteiger für alpines Flair und eindrucksvolle Erlebnisse nicht allzu weit in die Ferne schweifen muss.

Das Xeis sieht uns sicher wieder – die Hesshütte sowieso.

Anmerkungen: Rossschweif – obwohl klettermäßig im niedrigen Bereich bei diesen Bedingungen durchaus ernst und anspruchsvoll (Schneebänder, vereister Fels). Also Bedingungen am Grat wirklich gut checken! Auch der obere Teil des Josefinensteigs wandelt sich bei Schnee zum rutschigen, ausgesetzten, abschüssigen Weg und verlangt permanente Konzentration. In der Hesshütte wird die hohe Kunst der Gastfreundschaft gepflegt und das eigens gebraute Bier ergibt einen Sonderpunkt – natürlich auch die wunderbaren hausgemachten Mohngolatschen.

Begehung: 21.-22.09.2013 durch Florian, Hans, Erich, Sepp, Harald und Christian

Hüttenbewertung:

Hesshütte
Grundsätzlich gibt es bei den Bewertungen von unserem Hüttenkönig nichts aber auch gar nichts auszusetzen.
Einzig bei der Berwertung der Hesshütte möchten wir auf 4 Ratsherren erhöhen. Da Hans bei der letzten Berwertung „Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen. Fast schon 4 Flaschen.“ eh schon fast dabei war selbst zu erhöhen, wird er uns diese Entscheidung höchstwahrscheinlich durchgehen lassen.

Nun zum ausschalggebenden Grund: das eigenes für die Hütte gebraute Bier. Der 5,6%ige Gerstensaft ist äusserst bekömmlich und sorgt für ausreichend Schlaf 😉
Nachdem das zuvor ausgeschenkte Bier vom Heineken Konzern übernommen wurde, machten sich Monika und Reinhard Reichenfelser auf die Suche nach einem geeigneten Nachfolgerbier und entschlossen sich nach langer Suche ihr eigenes Bier brauen zu lassen. Soviel Mut gehört belohnt und als bekennende Unterstützter im Kampf gegen das Einheitsbier, sind uns die Wirtsleute sogleich auch geradezu ans Herz gewachsen!

Nähere Details gibt es auf http://www.hesshuette.at
Hüttentelefon: +43664 / 4308060

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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