Kleine Laserzwand 2568 m / Egerländerkante

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Egerländerkante: Stellen 3+, sonst 2 bis 3- und leichter / 750 hm / 19 SL

Allgemeines: Genussvolle leichte Kletterroute in überwiegend bestem Fels. Mit Klebebohrhaken Mitte August saniert und somit bestens abgesichert. 19 Seillängen im durchschnittlich Schwierigkeitsgrad 3 und zwischendurch immer wieder leichter, ein paar Stellen 3+.

Mühen: 2 ½ h, Zustieg ca. 1 ½ h

Ausgangspunkt: Lienzer Dolomitenhütte (Parkplatz kurz vor Hütte), anschließend Übernachtung auf der Kerschbaumeralm – eine urgemütlich Hütte!

Zustieg: Von der Dolomiten Hütte verwenden wir den Rudl-Eller-Steig zur Karlsbader Hütte. Bei der Westschlucht, wo der Steig abwärts geht, befindet sich der nahezu unübersehbare Einstieg bei einer markanten gelben Tafel.

Zur Tour: Zustieg nach dem Frühstück auf der Liener Dolomitenhütte über den teilweise versicherten Rudl Eller Steig – nach dem Hohen Törl geht es abwärts entlang der Laserzwand – Einstieg bei Taferl direkt am Steig – nicht zu übersehen (nach Bügeleisenkante) – nach der Tour abwärts vom Laserzwandsattel über die Karlsbaderhütte und Kerschbaumersattel ins nächste Tal zur Kerschbaumeralm.

Am Tag vor unserer Tour gab es ein heftiges Gewitter und einen Wettersturz – der Zustieg war noch leicht angezuckert und in den Nordwänden der Lienzer noch Schneereste – die Temperaturen waren dementsprechend herbstlich. Wir hatten jedoch dann die Sonne auf unserer Seite und stiegen um 13.30 in die Wand ein. War dann noch Zeit genug und in der Nachmittagssonne wurde es bald angenehm warm. Die Route ist eine wirkliche Genusskletterei – herrlich griffiger leichter Fels – ein 25 m 3+ Wandl – ein paar knackige Überstiege mit Spreizschritten – alles in allem eine sehr empfehlenswerte leichte Kletterei. Aufgrund der Länge (19 Seillängen) ist es schon gut, wenn man Klettermeter macht und sich im leichten Gelände nicht allzu lange aufhält – aufgrund des breiten Kantenrückens dienen die Bohrhaken hervorragend zur Orientierung – obwohl eigentlich entlang der Kante viele Varianten in diesem Schwierigkeitsbereich möglich sind.

Begehung am: 5. September 2009 durch Harald und Christian

Hüttenbewertung:

Kerschbaumeralm:
Zum ersten Mal in dem herrlichen, schroffen Felsmassiv der Lienzer Dolomiten, nützten wir auch gleich die Gelegenheit, die wohl urigste Hütte in diesem Gebiet, die Kerschbaumeralm, besser kennen zu lernen.
Bewirtet wurden wir äußerst freundlich von Barbara und Hansl Wibmer. 2009 war leider das letzte von 16 Jahren in denen die urigen Wirtsleut die Kerschbaumeralm bewirtschaftet haben. So hatten wir gerade noch das Glück Sie und Ihren exzellenten DOLOMITI – Kenner wissen bescheid 😉 – persönlich kennen zu lernen. Natürlich in der Küche!

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen. Die neuen Pächter müssen sich diese natürlich erst verdienen.
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Lienzer Dolomitenhütte:
Auf einem Felssporn gelegen, gleicht die Dolomitenhütte einem nahezu einem Adlerhorst – steht zumindest im Prospekt. Leider hat die Hütte, eigentlich schon eher das Haus, schon eine Größe und Dimension angenommen, welche nicht mehr dem für uns sehr wichtigen Flair und Charme einer Berghütte nahekommt. Die Verpflegung und vor allem die Wirtin sind allerdings schwerstens in Ordnung.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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