Monte d’Oro 2389m / Vizzavonagrat

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OSO Grat „Vizzavonagrat“: 1 bis 2+ / 300 hm

Allgemeines: Sehr schöne, abwechslungsreiche Bergtour auf einen aussichtsreichen Gipfel. Nach Süden fällt der Monte d’Oro mit einer gegliederten und plattigen Flanke ab. In der Mitte dieser springt ein nur schwach ausgeprägter rückenartiger Grat hervor, der Vizzavonagrat. Am Grat direkt geht es hauptsächlich in leichter Blockkletterei aufwärts. In Verbindung mit dem Normalweg über die Cascades des Anglais (schöne Badegumpen) ergibt sich eine äußerst lohnende Überschreitung.

Mühen: gesamt ca. 7 h und 1500hm

Talort und Ausgangspunkt: Parkplatz beim Bahnhof in Vizzavona

Routenbeschreibung: Vom Parkplatz folgen wir den GR20 in Richtung Süden. Nach der zweiten Brücke zweigen wir rechts ab und benützen den gelb markierten Weg auf den Monte d’Oro. Beim erreichen eines eben verlaufenden Querwegs, eine Forststraße haben wir schon vorher überschritten, folgen wir diesen ca. 5min nach links, bis ein rechts ansteigender, alter Weg beginnt. Entlang von diesem, mit Steinmännern markierten Weg, geht es nun weiter bis auf einen Rücken mit verfallenen Steinmauern. Steinmänner und Steigspuren leiten steil empor bis zu einem Plattenschuss. Links von diesem, etwas mühsam empor, bis wir den kanzelartigen Beginn des OSO Grates erreichen.
Weiter über den Grat, kleine Felsstufen überklettern wir direkt, bis an den Fuß eines hohen Felsaufbaus. Dieser könnte auch direkt überklettert werden (3), ist aber wegen der Mitnahme eines Seils für die folgende Abseilstelle unrentabel. Also umgehen wir diesen, wie auch den nächsten Turm auf der linken Seite. Der nächste, wandartige Grataufschwung wird durch eine verschneidungsartige Rinne (2+) erklettert. Weiter über schönen Fels immer direkt den Grat entlang, bis sich die Steilheit zurücklegt und wir über Geröll das Plateau unter dem eigentlichen Gipfelaufbau erreichen. Hier treffen wir den Normalweg von Westen und folgen diesen bis ganz bis an den Gipfelaufbau heran. Über Bänder, Stufen und einen kurzen Kamin (2) erreichen wir alsbald den Gipfel.

Abstieg: Als Abstieg kommen nun die zwei markierten Wege in Frage, wobei wir dem Normalweg über die Cascades des Anglais wegen der schönen Badegumpen dem Vorzug geben. Die andere Variante wäre der gelb markierte Weg, den wir anfangs verfolgten. Dieser hat zumeist bis in den Frühsommer große Schneefelder.

Quelle: Genusskletteratlass Korsika von Kurt Schall, Stefanie und Peter Rieder

Begehung am: 13.07.2009 durch Schwiegermutter Christine und Harald