Paternkofel / Innerkofler-De-Luca-Klettersteig

Innerkofler Klettersteig

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Charakter der Tour:
Diesen Klettersteig würden wir mit Leicht bis Mittel beurteilen. Wenn man in diesem Gebiet um die 3-Zinnen unterwegs ist sollte dieser Klettersteig Pflicht sein. Er ist nicht sonderlich schwierig, aber schon alleine der grandiose Blick vom Gipfel auf die Zinnen ist es Wert den Helm und die Klettersteigausrüstung zu schnappen loszumarschieren.

Ausgangspunkt:
Endpunkt der Mautstraße zu den 3 Zinnen bzw. das Rifugio Auronzo

Mühen:
Vom Rifugio Auronzo bis Paternsattel ½ Stunde / Paternkofel 2 Stunden / Abstieg über via de Luca zur Drei-Zinnen-Hütte 1 Stunde / zurück zum Ausgangspunkt 1 ½ Stunden.
Gesamtgehzeit ca. 5 Stunden

Stationen der Tour:
Rifugio Auronzo (2320m) – Rifugio Lavaredo (2385m) – Paternsattel (2454m) – Paternkofel (2744 m) – Drei-Zinnen-Hütte (2405m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Tour beim Rifugio Auronzo. Von hier führt ein altes Kriegssträßchen unter den Südwänden der 3 Zinnen – vorbei an der Cappella degli Alpini – hinüber zum Rifugio Lavaredo und dann hinauf zum Patternsattel. Auf dieser „Autobahn“ zur 3 Zinnen-Hütte ist immer ziemlich viel los.
Am Paternsattel (patern_klettersteig_01.jpg) legen wir unsere Ausrüstung an. Vom Sattel rechts haltend kommt man zum Einstieg. Mit langen Tunnels beginnt der Steig. Danach „durchquert“ man den Berg wieder mittels Tunnel. An der Hinterseite geht es wunderschön in einer Art Galerie dahin. Am Schluss geht es über ein Geröllfeld bergauf zum eigentlichen Einstieg des Klettersteigs. Hier kommt auch die Via De Luca von der 3 Zinnen Hütte herauf. Diesen wählen wir auch als Abstieg. Auf der Scharte wo die Wege zusammentreffen geht es zur Schlüsselstelle des Klettersteiges. Von hier ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Markierungen sind im Gipfelbereich nicht leicht zu finden, aber die Orientierung ist nicht schwer. Angekommen am Gipfel genießen wir die herrliche Aussicht auf das Wahrzeichen der Dolomiten. Den gleichen Weg geht es auch wieder hinunter bis zur Scharte. Hier nehmen wir den Abstieg über die Via De Luca zur Zinnen-Hütte. Hier ist an schönen Tagen immer sehr viel los, darum kann der Abstieg etwas dauern. Durch lange Tunnels geht es im Bergrücken hinunter. Unweit vom „Frankfurter Würstl“ (ja, so heißt der Felsklotz unweit der Hütte!!) kommt man wieder ans Tageslicht und schon bald genießt man das wohlverdiente Bierchen auf der Terrasse der Zinnen-Hütte. Von hier geht’s auf breiten Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Anmerkung:
Der Paternkofel war während der schrecklichen Zeit des 1. Weltkrieges ein heftig umkämpfter strategisch wichtiger Gipfel. Dies ist auch der Grund für die herrlich angelegten Wege, Tunnels und Steige, die wir nun für unsere alpinen Unternehmungen nutzen können. Dieser Umstand macht diese Tour zu einem Erlebnis der sie sicher begeistern wird.

Gestatten sie mir noch eine Anmerkung bzgl. Ausrüstung. Der Steinschlaghelm ist sicherlich sehr nützlich, auch die Mitnahme einer Stirnlampe oder Taschenlampe für den Abstieg!!

Hüttenbewertung:

Drei-Zinnen-Hütte
Diese Hütte leidet sicher unter den enormen Ansturm von Touristen, die die Mautstraße von Misurina hinauf zu den 3 Zinnen benützen. An Geschichte und an einem grandiosen Panorama fehlt es der Hütte sicher nicht, dennoch schneidet sie in unserer Bewertung nicht so gut ab, da der Gesamteindruck zählt!

Wir würden 2 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung3.jpg
Rifugio Auronzo
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
bewertung3.jpg

Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606