Rotwand-Klettersteig /Croda Rossa

Rotwand Klettersteig

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Charakter der Tour:
Diesen Klettersteig würden wir mit Leicht beurteilen. Man sollte aber die Länge der Tour nicht unterschätzen. Es sind doch beachtliche 1022 Höhenmeter zu bewältigen. Der Gebrauch eines Helmes ist anzuraten (Steinschlaggefahr).

Ausgangspunkt:
Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (Sexten bzw. Bad Moos).

Mühen:
Aufstieg von der Bergstation bis zur Rotwandspitze 3 Stunden / Abstieg zurück zur Bergstation 2 Stunden. Dann gibt es mehrere Möglichkeiten für den weiteren Abstieg ins Tal. Die bequemste Art ist sicher die Seilbahn, aber man kann auch zur Talschlusshütte absteigen und dann geht’s gemütlich talauswärts zur Talstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn.
Gesamtgehzeit ca. 5 Stunden (ohne Abstieg ins Tal)

Stationen der Tour:
Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn (1914m) –Rotwandköpfe (2056m) – Rotwandspitze (2936m)

Beschreibung der Tour:
Wir beginnen die Tour bei der Bergstation der Rotwandwiesen-Gondelbahn. Von hier geht es zuerst kurz bergab, dann auf breiten Wiesenweg bergan zu einer Weggabelung. Dann halten wir uns auf Weg Nr. 100 Richtung Rotwandköpfe. An der Westseite des felsigen Kammes ansteigend zu einer Verzweigung. Dann geht es ein paar Kehren zwischen Latschen hinauf auf den Grat. Von dort hat man schöne Tiefblicke ins Fischleinstal und auf die Dreischusterspitze. Man erreicht dann einen schattigen Winkel. Hier wird ein steiler Felsaufschwung mit Hilfe von Leitern überwunden. Das Kar das man erreicht liegt unter dem Wurzbachgipfel (2675m).Hier mündet auch der 2. Anstieg der von Burgstall heraufführt. Diesen Steig wählen wir auch für den Rückweg. Durch schrofiges Gelände geht es weiter. Man erreicht dann die Anderterscharte (2696m), und sieht überall Kriegsrelikte aus dem 1. Weltkrieg. Von hier ist es nicht mehr weit zur gestuften Gipfelwand. Diese ist mit Drahtseilen versichert. Der Hauptgipfel der Rotwand –der Vinatzerturm 2965m – bleibt rechts liegen und wir besteigen den Endpunkt des Klettersteiges 2936m, auf dem sich ein großes Gipfelkreuz befindet. Beim Abstieg folgen wir dem Anstiegsweg bis zur Verzweigung unter dem Wurzbach. Hier steigen wir rechts (Hinweisschild) durch eine gesicherte Steilrinne hinunter Richtung Burgstall. Wir erreichen einen schönen Wanderweg, und dann geht’s zurück zur Liftstation bzw. Rotwandwiesenhütte. Hier lassen wir uns das wohlverdiente Bier schmecken und eine deftige Südtiroler Brettljause schmeckt nach den Anstrengungen des Tages auch ganz gut. Wir wählen zum Abstieg den Wanderweg zur Talstation der Gondelbahn.

Anmerkung:
Das komplette Klettersteigset ist nicht notwendig. Wir empfehlen aber die Mitnahme des Steinschlaghelmes. Wir hatten das ganze Zeug mit, aber eher zu Trainingszwecken, damit etwas Gewicht in den Rucksack kam.

Wir denken, dass die Rotwand eine gute Eingehtour ist wenn man am nächsten Tag den Alpinisteig in Angriff nehmen will.

Hüttenbewertung:

Rotwandwiesenhütte
Diese Hütte ist natürlich für den großen Ansturm von Ausflüglern die mit der Bahn die Bergwelt erobern ausgelegt. Trotzdem hat es uns ganz gefallen dort. Das Essen war in Ordnung und die Aussicht von der Terrasse auf die Rotwandwiesen entschädigt für die Mühen des Tages.

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Jausenstation bei der Talstation
Leider weiß ich den Namen nicht mehr, aber wer zu Fuß ins Tal geht und bei der Talstation der Rotwandbahn noch etwas durstig ist, dem empfehlen wir das schmucke Blockhaus beim Parkplatz. Mit sehr viel liebe zum Detail wurde diese Hütte errichtet und auf der sonnigen Terrasse kann man den Tag bei einem guten Bierchen und vino rosso schön ausklingen lassen

Wir würden 3 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Anmerkung: Die Hüttenbewertung ist rein subjektiv und natürlich auch immer abhängig von der jeweiligen Tagesverfassung des Hüttenpersonals!

Quellennachweis:
KOMPASS Nr.57,58 (M.1:50 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen: Lissi und Harald 15.08.2004, Hansi und Michaela 2007