Skitour im Gebiet Hengstpass (Wasserklotz 1505 m) mit überraschendem Gipfeltreffen und Wiedersehen

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Zur Tour: Über die Skitouren am Hengstpass und den Wasserklotz gibt es nicht allzu viel Neues zu berichten, was nicht ohnehin bekannt wäre. Relativ kurze Anreise, viel begangen, relativ lawinensicher und moderate Höhenmeter ziehen an vielen Wintertagen die Massen an. So auch uns an diesem Sonntag vor Weihnachten – eigentlich sind wir ja eher für etwas einsamere Touren,

aber die folgende kleine Geschichte macht auch diese Bergfahrt lohnend!

Wie das Leben halt so spielt, so hatte diesmal der Hengstpass eine vorweihnachtliche Überraschung für uns parat. In unserem Falle kam es zu einem Gipfeltreffen zwischen den Gallinger und den Prambachkirchner Naturfreunden auf dem Abfahrtshang vom Langfirst – eigentlich ein schöner Hang und noch ein paar zusätzliche Höhen- und Abfahrtsmeter vom nicht wirklich reizvollen Wasserklotz.

Wir sahen bei einem etwas windgeschützten Felsen mitten im Hang zwei Bergsteiger mit Ihren Fellen hantieren und wollten uns gerade für die schöne Spur bedanken als ich auf einmal namentlich freudig begrüßt wurde. Nach anfänglicher Verwirrung und einem kurzen Nachdenken über eventuell neue Kontaktlinsen, erkannte ich meine „Lieblings“-Cousine Michaela wieder. Die Wiedersehensfreude und Überraschung war groß – das Treffen am Berg eine tolle Sache. Michaela und ihr Freund Robert, sind Bergsteiger-Referenten bei den Prambachkirchner Naturfreunden und bereits Kili erprobt. So kamen wir gleich ins bergsteigerische Schwärmen. Eine Gruppe der Prambachkirchner hatte sich in der Zickerreut-Hütte fürs Wochenende einquartiert und wir wurden so auf einen Hüttenbesuch eingeladen. Harald und ich konnten uns dieser Einladung natürlich unmöglich entziehen. Während Michi und Robert, ein Skitouren-Lehrwart gekonnt abfuhren – stiegen wir noch ein paar Meter höher und fuhren dann denn Hang ab, der Schnee war leider nicht ganz so gut, und mein erster Saisonsturz nach ein paar Schwüngen also unvermeidlich – kurzes Nachdenken über meine Skikünste nach dem Aufrappeln somit die Folge. Am Pass wurden wir auf der Hütte schon erwartet und mit Kärntner Speck und Mühlviertler Gold (ein weiterer Zaubertrank!) ausgezeichnet bewirtet. So ließen wir diesen Tourentag – nach dem Motto unverhofft kommt oft – gemütlich ausklingen, quatschten über dieses und jenes und die Freuden des Bergsteigens. Leider war es dann irgendwann am späten Nachmittag wirklich Zeit aufzubrechen. Ich war ja leider der Fahrer und Harald war sehr erfreut über meine verwandtschaftlichen Verbindungen nach Prambachkirchen. Wir freuen uns jetzt schon darauf, uns für die Gastfreundschaft revanchieren zu können und eine gemeinsame Tour mit den Prambachkirchnern.

Hüttenbewertung:

Zickerreut-Hütte:
Je nach Wirt! In unseren Fall würden wir 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Talort: Rosenau

Zeitaufwand gesamt: ca. 3,5h (ohne Gipfeltreffen und Hütteneinladung)

Begehung am: 21.12.2008 durch Christian und Harald