Capu a Cuccula / Berggeistpfeiler

Berggeistpfeiler

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Capu a Cuccula 2049m, Berggeistpfeiler 3 bis 4 / 350hm

Allgemeines: Die markanten Plattenfluchten an der Südseite der Capu a Cuccula bieten ganz hervorragende Genuss-Kletterrouten bis zu 350hm. Der Bergeistpfeiler ist ein sehr schöner Anstieg in bestem Fels. Die Beschreibung und das Topo im Schallführer sind äußerst ungenau, z.B. fehlt ein Turm etc. Es sind zahlreiche Varianten möglich.

Mühen: 4h reine Kletterzeit, ca. 15 SL auf 350hm, gesamt ca. 7h

Talort und Ausgangspunkt: Auf der Strecke Portu in Richtung Col de Verghio ca. 5km nach Evisa 829m befindet sich nach einer Feriensiedlung (Village de Vacances) auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz.

Absicherung: keine vorhanden, jedoch gute Sicherungsmöglichkeiten

Zustieg: Vom Parkplatz folgt man der Forststraße in Richtung Bocca a u Saltu und überquert nach ca. 1km eine Brücke. Weiter der Forststraße folgend, bis man nach ca. 15min zu einem weiteren Bachbett mit Brücke gelangt. Nun rechts von der Forststraße ab und entlang des rechten Bachufers einen kleinen Steig aufwärts folgen bis sich dieser verliert. Weiter am besten direkt im linken Bachbett noch ca. 30min aufwärts zu den bereits sichtbaren Plattenfluchten. Zum Berggeistpfeiler etwas links haltend bis in die bereits sichtbare Schlucht.
Der Einstieg befindet sich etwas oberhalb eines riesigen Blockes im Schluchtauslauf.

Routenbeschreibung: In der westlichen Schluchtwand geht es an der Kante eines Pfeilers empor und nach rechts in eine tw. begrünte Rinne. Weiter geht es eher den Instinkt folgend den breiten Pfeilerrücken aufwärts. Hält man sich nach der ersten 4er Stelle eher links vom Schall-Topo, so gelangt man zu traumhaften z.T. senkrechten Tafoni-Wänden mit ausreichenden Sicherungsmöglichkeiten. Bei dem auffälligen Band mit Brustwehr (Spreizschritt über Felsspalt, Seilschlinge) laufen alle Varianten wieder zusammen. Weiter wieder dem Instinkt folgend bis zur Scharte und kurzem Abstieg zu gutem Standplatz. Anschließend sind wir (links vom Topo) die schönen Platten aufwärts zu schlechtem Stand bei einer Schuppe, wo uns ein billiger tschechischer Haken in den Fels sprang! 😉 . Die anschließende Verschneidung dürfte den 4 Grad übertroffen haben und war nur bei einem kleinen Klemmstein (auch eine alte Bandschlinge war schon dort) zu sichern. Weiter in 2 SL ohne Schwierigkeiten zum höchsten Punkt vom Pfeiler.

Abstieg: Vom Ausstieg links (westlich) in der bewachsenen Mulde den Steigspuren und z.T. Steinmännern bis zu einer weiten, muldenartigen Hochebene folgen und im anschließenden Hochwald bis zu einer Forststraße absteigen, die zur Bocca a u Saltu führt. Auf dieser links (östlich) absteigend zurück zum Parkplatz.

Anmerkung: Eventuell werden wir mit dieser Tour beim nächsten Mal doch vor 14h beginnen, da wir beim Sonnenuntergang erst den Gipfel erreichten und der Abstieg in voller Finsternis ohne Stirnlampe etwas mühsam ist.

Quelle: Genusskletteratlass Korsika von Kurt Schall, Stefanie und Peter Rieder

Begehung am: 24.05.2005 durch Lissi und Harald