Cadinigruppe / Sentiero Bonacossa

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Charakter der Tour:
Diese Tour würden wir mit Mittelschwer beurteilen.
Es ist eine interessante abwechslungsreiche Wanderung durch die Cadinigruppe mit einigen versicherten Kletterpassagen. Ein Klettersteigset finden wir etwas übertrieben, aber ein Helm ist sicher anzuraten. Da es einige Stellen gibt wo Steinschlaggefahr herrscht. Ein weiterer Punkt der uns sehr gefallen hat ist sicher der Umstand, dass diese Tour ab den Rifugio Fonda Savio nicht sehr überlaufen war. Außerdem steht die Cadinigruppe im Schatten der berühmten 3 Zinnen, obwohl wir meinen, dass dies nicht gerechtfertigt ist. Die Cadinigruppe ist geprägt durch ihre bizarre Erscheinung.

Ausgangspunkt:
Rifugio Col de Varda , Bergstation der von Misurina ausgehenden Sesselbahn.

Mühen:
„Sentiero Bonacossa“ : 5 ½

Stationen der Tour:
Lago di Misurina (1756m)-Rifugio Col de Varda (2128m)-Rifugio Fonda Savio (2359m)-Rifugio Auronzo (2320m)

Beschreibung der Tour :
Wir haben unser Wohnmobil beim Abstellplatz am Misurina See stationiert. Von dort führt unser Weg den See entlang zur Talstation der Sesselbahn die zum Rifugio Col de Varda führt. Man muss ja nicht alles zu Fuß bewältigen und außerdem wollten wir den heimischen Tourismusbetrieben auch unseren Obolus entrichten. Kurzum: wir nehmen den Sessellift und erreichen nach kurzer Zeit das Rifugio. Von dort startet der Sentiero Bonacossa (Weg Nr.117). Leider hatten an diesem Tag sehr viele Leute dieselbe Idee wie wir. Somit kam es bei den ersten versicherten Stellen zu Wartezeiten. Da wir ohne Klettersteigset unterwegs waren konnten wir einige Wanderer überholen, und Gott sei Dank sind die meisten nach einiger Zeit beim Cma. Cadin di N.O. in einen anderen Weg abgebogen. Somit waren wir ziemlich alleine unterwegs. Es geht sehr abwechslungsreich dahin. Sehr viel bergauf und bergab. Und nach ca. 2 Stunden erreichen wir das Rif. Fonda Savio. Hier gibt’s natürlich wieder die gewohnte Ladung Spagetti und ein Gläschen Rotwein. Wir genießen die nette Atmosphäre auf der sonnigen Terrasse.
Danach geht`s steil bergab in den Karboden der Valle delle Campedelle. Diesen wandern wir hinaus bis in die Forcia di Rimbianco (2176m). Von hier könnte man auf dem Weg Nr.115 zum Misurina See absteigen. Wir folgen aber den Wegweisern zur ferrata Bonacossa und Auronzo-Hütte. Man sieht von weiten schon ein sehr ausgesetztes Horizontalband. Dieses Band mündet in eine überdachte Verschneidung. Diese wird mittels Leitern und Seilen überwunden. Im leichten Auf und Ab geht’s an ehemaligen Stellungen des ersten Weltkrieges weiter. Am Schluss erreichen wir das Rifugio Auronzo.
Von dort fährt man mit dem Bus zurück nach Misurina. In der Ferienzeit ist dies kein Problem. Da fahren die Busse in kurzen Abständen im Linienverkehr. Außerhalb dieser Zeit ist es etwas schwieriger. Da fährt am späten Nachmittag nur einmal der Bus talwärts. Aber es ist nicht schwer per Anhalter ins Tal zu gelangen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei dem netten Ehepaar aus Ostdeutschland bedanken, die uns ins Tal mitgenommen haben.

Hüttenbewertung:

Rifugio Fonda Savio:
Die Hütte liegt wunderschön am Passo dei Tocci und besitzt eine tolle Terrasse. Die Spagetti waren sehr gut und die Bedienung sehr zuvorkommend und freundlich. Irgendwie hat alles gut gepasst beim Besuch dieser netten Hütte.
Wäre auch sicher mal interessant einen Hüttenabend dort zu verbringen

Wir würden 4 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Rifugio Auronzo:
Diese Hütte ist für uns das absolute Negativbeispiel. Sie versprüht weder Charme noch Wärme. Mit der lieblos eingerichteten Selbstbedienungsbar, erinnert sie uns eher an eine billige Skihütte. Leider kommt man an dieser Hütte schwer vorbei, weil sie am Ende der Mautstraße, welche von Misurina heraufkommt, liegt! Somit beginnen und enden viele einfache aber auch schwierige Touren dort.

Wir würden 1 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Quellennachweis:
KOMPASS Nr.55 (M.1:50 000) Nr.617 (M. 1:25 000) KOMPASS Großer Wander-Atlas DOLOMITEN Nr. 606

Begangen von: Michaela und Hansi 09. September 2006