Viertausender Marokkos – Eine Tour durch den Hohen Atlas

Marokko

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  • Vorwort:
    2014 verschlug es uns in den hohen Atlas von Marokko. Beim Schmökern der Reisekataloge im Winter, fiel sehr schnell die Wahl auf das afrikanische Land. Ich weiß nicht warum, aber wir fühlten uns gleich angezogen von dieser Destination. Der Termin passte für uns gut und auch das Thema der Tour gefiel uns gleich sehr gut, und der Preis den HAUSER EXKURSIONEN anbot passte auch gut in unseren Rahmen.
    Anmerkung: Wir waren 2014 in dem nordafrikanischen Land. Wir haben uns sehr wohl und sicher gefühlt. Leider hat sich die politische Landschaft und auch das subjektive Sicherheitsempfinden seitdem sehr verändert. Marokko gilt aber immer noch als politisch stabil.

    Charakter der Tour:
    Eine klassische Trekkingtour auf leichten Pfaden, bei dem man auch Land und Leute näher kennen lernen kann.

    Die Trekkingtour :

    Ablauf der Trekkingtour zu den Viertausendern des hohen Atlas:
    Ausgangs- und Endpunkt der Reise war die wunderschöne Stadt Marrakesch.

    1. Marrakesch –Arba Tighedouine- bis zum Camp 1 (Gehzeit ca.3 Std./350 Hm)
    2. Arba Tighedouine – Camp 2 auf den Yagour Plateau (6 Std./1220 Hm)
    3. Yagour Plateau – Camp 3 in der Nähe von Setti Fatma (6 Std./ 350 Hm)
    4. Setti Fatma – Camp 4 am Fuß des Tizi n Boukchouch (8 Std./ 1420 Hm)
    5. Camp 4–5 am Weg zum Jebel Iferouane (6 Std./ 900 Hm)
    6. Camp 5–6 in einem Tal kurz vor Amsouzart (8Std./1300 Hm)
    7. Camp 6 – Berberhaus in Amsouzart (4Std./ 100 Hm)
    8. Amsouzart – Camp 7 Lac d’Ifni (4Std./700 Hm)
    9. Camp Lac d’Ifni – Camp 8 beim Toubkal Base camp (6Std./ 1300 Hm)
    10. Toubkal Base camp – Camp 9 / Besteigung des Jebel Toubkal
    11. Toubkal Base camp – Berberhaus Aremd (9Std./ 900 Hm)
    12. Abstieg nach Imlil und Rückfahrt nach Marrakesch

    Mühen:
    Die Gehzeiten und die zurückgelegten Höhenmeter könnt Ihr ja aus der Übersicht und Ablauf der Tour entnehmen. Was erschwerend hinzukommt ist einfach die Hitze die in Marokko herrscht. Dies war auch der Grund warum wir immer sehr bald in der Früh unsere Etappen starteten. Und wenn ich bald in der Früh sage, dann meine ich auch bald! Gestartet wurde so gegen 04:30Uhr bis 05:30 Uhr. Bald hatte man sich aber an den Rhythmus gewöhnt und die Vorteile des kühlen Morgens genossen.

    Beschreibung der Tour :
    Los ging es mit der Anreise nach Marrakesch. Eigentlich nicht weit entfernt, aber mit einigen Zwischenstopps ist man doch ziemlich lange unterwegs. In unserem Fall: Linz – Wien – Frankfurt – Casablanca – Marrakesch.
    Der Vormittag in Marrakesch wurde für eine Stadtführung genutzt. Die Stadt hat wirklich ihren Reiz und zieht einem in ihren Bann.
    Nach einem stilvollen Mittagessen auf einer Dachterasse in der Altstadt, ging es mittels Kleinbus zum Ausgangspunkt der Tour. Dort trafen wir auch auf unsere Begleitmannschaft. Nach der Begrüßung und verstauen des Equipments ging es los.
    Die Hitze bekamen wir sehr zu spüren. Unser Hauser – Guide (Uwe Weimer) ist ein Vollprofi und hat die Truppe bald gut in der Hand und streut auch immer wieder Pausen ein, damit wir uns schön langsam an die Umgebungsbedingungen einstellen können. Auch die Mannschaft der Agentur und da ganz besonders der Mannschaftskoch machten eine wirklich tollen Job, und es fehlt an nichts.
    Anzumerken wäre auch, dass zu jener Zeit der Fastenmonat Ramadan war. Unser marokkanischer Guide und die gesamte Mannschaft hielten sich streng an die Regeln. Kein Wasser am Tag und erst nach Sonnenuntergang gab es für sie wieder Nahrung. Bei den Temperaturen für uns unvorstellbar, es war schon bewundernswert wie die Mannschaft die Regeln eisern einhielt.
    Der Hohe Atlas besticht durch sein Farbenspiel. Alle Brauntöne sind vertreten, und da wo der Mensch sich angesiedet hat, sind kultivierte Flächen in allen Farben zu sehen.
    Die Wege im Atlas sind nicht wirklich schwierig, aber die Temperaturen und auch die Höhen sind schon zu beachten. Einen Kampf verliert man mit Sicherheit. Der Kampf gegen den Sand ist nicht zu gewinnen. Darum hatte Uwe die Idee, dass jeder immer dasselbe markierte Zelt bekommt. Somit ist man für die Reinheit im Zelt selbst verantwortlich. Eine sehr gute Idee!!

    Die drei 4000er können bestiegen werden:
    1. Der Jebel Iferouane 4001m
    2. Der Jebel Toubkal 4167m
    3. Der Timzguida n’ Quanakrim 4088m

    Alle Ziele konnten wir erreichen, und wir waren vom Atlas schwer beeindruckt.
    Nach einer herzlichen Verabschiedung von unserer Begleitmannschaft ging es zurück in die Zivilisation. Nach dem langen Abstieg nach Aremd und dann nach Imlil
    , ging es mit dem Bus zurück nach Marrakesch.
    Dort hatten wir noch genügend Zeit den Jemaa el Fna und die Souks zu besuchen. Am Abend gab es noch ein sehr stimmungsvolles Abendessen.
    Leider geht jeder Urlaub mal zu Ende, und es hieß Abschied nehmen und sich auf dem Heimweg zu machen.

    Die Mannschaft :
    Wie immer bei solchen Reisen, lernt man sich erst vor Ort kennen. Es war ein sehr bunt zusammen gewürfelter „Haufen“. Deutschland – Österreich . Also ehrlich gesagt, wir Österreicher waren schwer in der Minderheit.
    Im Zuge des Trekkings kommt man sich doch näher und es war eine interessante Erfahrung das „zusammenwachsen“ der Truppe zu beobachten.
    Ganz besonders gut haben wir uns mit Inge und Sepp und mit Monika und Walter verstanden. Auf diesem Weg möchten wir Dankeschön sagen.

    Quellennachweis:
    Die Tour wurde von Hauser Exkursionen geplant und durchgeführt.

    www.hauser-exkursionen.de

    Hüttenbewertung:

    Organisation der Tour:
    Die Organisation war wirklich top. Uwe und das Team vor Ort haben wirklich einen guten Job gemacht. Der Tourenverlauf war interessant und eine klassischen Durchquerung. Die Verpflegung auf der Tour war hervorragend und auch abwechslungsreich.
    Für uns war es ein tolles Erlebnis den Atlas und Marokko kennen zu lernen. Eine komplett andere Welt ,die eigentlich nicht weit von uns entfernt ist. Auch das Preis – Leistungs- Verhältnis war echt in Ordnung.

    Wir würden 5 von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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    Begangen von: Michaela und Hans (Hüttenkönig) 19.07.2014 bis 01.08.2014