Zweitagestour am E4 auf Kreta / Griechenland

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Vorwort:
Im Winter hat man ja genug Zeit die neuen Ziele für das Bergjahr zu definieren und neue Pläne zu Schmieden. Dieses Mal sind wir auf Griechenland gestoßen. Unsere Wahl fiel auf Kreta. Die größte griechische Insel bietet ja sehr viele Möglichkeiten zum Bergsteigen und Wandern.
Also hat sich Euer Hüttenkönig an die Recherche im Netz gemacht und ein Programm für eine ausgefüllte Wanderwoche auf der Insel zusammengestellt. Flug und Leihwagen waren schnell gebucht.
Als Stützpunkt wählten wir Sougia im Westen der Insel. Gleich vorweg, Sougia hielt was das Netz versprach. Ein gemütlicher kleiner Ort mit ausreichend Infrastruktur und Mitte Mai absolut nicht überlaufen, sondern echt gemütlich.
Wir unternahmen einige Touren im Umkreis von Sougia.
Hier möchten Wir Euch aber die Zweitagestour: Samaria Schlucht und auf dem E4 von Agia Roumeli zurück nach Sougia vorstellen.

Charakter der Tour:
Der erste Teil der Tour, also der Abstieg (1200 Hm) von der Omalos Hochebene durch die Samaria bis nach Agia Roumeli ist eine schöne Wanderung auf gut ausgebauten Wegen und ausreichend Infrastruktur. Wie man lesen kann ist in der Hochsaison da ziemlich was los. Bei uns ging es sehr gemütlich zu.
Der zweite Teil stellt schon eine gewisse Herausforderung dar. Eine rassige Küstenwanderung die schon ziemlich lange ist und etliche Höhenmeter aufweißt.

Ausgangspunkt:
1. Etappe : Einstieg zur Samaria Schlucht . Diese liegt auf der Omalos Hochebene.
2. Etappe: Der kleine Küstenort Agia Roumeli

Mühen:
Abstieg durch die Samaria Schlucht: bis nach Agia Roumeli ca. 5 Stunden.
Die Königsetappe am E4 zurück nach Sougia: ca.10 Stunden.
Leider hatte Euer Hüttenkönig Probleme mit seinen Schuhen und das Ergebnis waren Megablasen. Ansonsten wäre sicher noch 1 Stunde weniger Gehzeit möglich gewesen.

Stationen der Tour:
Xyloskalo (Eingang zur Samaria Schlucht) – Agia Roumeli – Domata Bucht – Sedoni Bucht – Tripiti Schlucht – Sougia

Beschreibung der Tour :
Mit dem Bus geht es von Sougia zu unserem Ausgangspunkt auf die Omalos Hochebene. Der Gingilos (2080m) wacht über dem Eingang zur Schlucht. Nachdem wir unseren Obolus (5Euro/Person) entrichtet haben, geht es zuerst ziemlich steil aber auf gut ausgebauten Weg nach unten in die Schlucht. Der Pfad ist abwechslungsreich und schön zu gehen. Man kommt an schön angelegten Picknick Plätzen vorbei und auch Toiletten sind in regelmäßigen Abständen vorhanden. Vorbei an dem abgesiedelten Dorf namens Samaria strebt man dem Höhepunkt der Schlucht zu. Die Eiserne Pforte stellt die engste Stelle der Schlucht dar und ist wirklich beeindruckend.
Bald erreicht man den Ausgangspunkt und Checkpoint der Schlucht und schlendert gemütlich dem Örtchen Agia Roumeli zu.
Wir suchen uns eine Gemütlich Taverne am Strand und der urige Hausherr (Niko) hat auch gleich Zimmer zu vermieten. Wir bekommen ein schönes Zimmer mit tollem Meerblick und genießen den ruhigen Abend, nachdem die meisten Wanderer mit der letzten Fähre abgedampft sind, sehr
Nun steht uns die Königsetappe am E4 bevor!

Anmerkung:
Da möchte ich etwas ausholen. Ich habe bei der Recherche zu unserem Urlaub von dieser Tour gelesen. Im Netz kursieren die abenteuerlichsten Angaben zu dieser Wanderung. Da variieren die Gehzeiten von 8 Stunden bis zu 14 Stunden und das man unbedingt biwakieren muss, weil es sonst nicht zu schaffen ist. Ebenfalls soll die Orientierung nicht einfach sein.
Auch unser Hausherr war verwundert, als wir ihm mitteilten, dass wir das an einem Tag machen wollen.
Hier sei angemerkt, dass eine gute und seriöse Informationsquelle die Homepage:

www.kretaforum.info bzw. www.levka-ori.com

Hier gibt es auch eine aktuellen GPS Track zum Herunterladen. Wir haben uns diesen Track als Back up zu den Karten auf ein geliehenes GPS Gerät gespielt. Ich kann nur sagen, dass der Track ziemlich genau stimmt. Aber die Orientierung stellt kein Problem dar.
Wir haben uns entschlossen die Tour an einem Tag zu machen, auf das ganze „Biwak – Zeug“ zu verzichten und lieber ausreichend Wasser mitzunehmen.

Also, um 06:30Uhr sind wir bepackt mit 9 Liter Wasser und etwas Proviant aufgebrochen. In der angenehmen Kühle des Morgens nehmen wir die ersten Höhenmeter. Nachdem geht es dann hinunter zur Domata Beach. Wunderbar einsam und verlasen. In diesem Trott geht es nun immer bergauf – bergab der Küste entlang. Immer wieder hat man tolle Blicke auf die Steilküste Kretas. Der Weg ist, wie gesagt leicht zu finden, denn die typischen E4 Stangen sind immer sehr intelligent positioniert und leicht zu finden. Bei uns war der Wellengang nicht zu hoch und somit konnten wir den interessanten Weg an der Sedoni Beach benutzen. Von dort geht es kurz in die Tripiti Schlucht und gleich wieder links steil den Berg hinauf zur venezianischen Festung.
Nach dem Abstieg von der Festung geht es in „leichten auf und ab“ am E4 zurück nach Sougia. Nach dieser langen Wanderung ist dann das kühle Bier und ein gutes Essen in einer Taverne am Strand die wohlverdiente Belohnung.
Auch auf das Bettchen am Abend freut man sich sehr!

Anmerkung:
Trittsicherheit und eine wirklich gute Kondition sind Vorraussetzungen für diese Tour.
Nicht zu vergessen und sehr wichtig: Unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen auf die Tour!!!

Quellennachweis:
Rother Wanderführer : Kreta / Reise Know How Wanderführer :Kreta – Der Westen Kartenmaterial: Anavasi : Samaria –Sougia 1:25000

Hüttenbewertung:

Tavernen in Agia Roumeli und Sougia:
In beiden Orten fanden wir hervorragende Tavernen mit guter griechischer Küche. Auch das ambiente stimmte in beiden Fällen. Hervorzuheben ist die Ruhe die man in Agia Roumeli genießen kann wenn die letzte Fähre weg ist.
Aber auch Sougia haben wir in sehr guter Erinnerung. Klein, fein und freundlich.
Hervorzuheben wäre auch: Roxanne. Die nette Dame betreibt eine kleine Bäckerei wo man auch Bus-Tickets erweben kann, sie kann man alles fragen und man bekommt immer eine freundliche Auskunft.

Wir würden von 5 Ratsherrnflaschen verleihen.
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Begangen von: Michaela und Hans (Hüttenkönig) 15. und 16.Mai 2014